Neuss / Burgkirchen – Die Fluorpolymer-Produktionsstätte der Dyneon GmbH in Burgkirchen feiert in diesen Tagen ihr 50-jähriges Bestehen. Mit 600 Beschäftigen, einem Jahresumsatz von 250 Millionen Euro und der Produktion von jährlich rund 17.000 Tonnen gehört die Tochter des Innovationsunternehmens 3M zu den weltweit führenden Fluorpolymer-Herstellern. Das Anwendungsspektrum der Hochleistungskunststoffe reicht von der Bratpfanne über die Architektur bis hin zum Astronautenanzug.

“Wir sind stolz, auf eine 50-jährige Erfahrung in der Entwicklung und Produktion von Fluorpolymeren zurückblicken zu können. In den letzten 20 Jahren haben wir mehr als 200 Millionen Euro in den Standort in Burgkirchen investiert”, betont Burkhard Anders, Geschäftsführer der Dyneon GmbH anlässlich des Jubiläums.

Quellenangabe: "obs/3M Deutschland GmbH/Marcus Bredt"

Quellenangabe: “obs/3M Deutschland GmbH/Marcus Bredt”

Auf dem Weg zu einem der weltweit führenden Fluorpolymer-Hersteller

Der Startschuss fiel zum Jahreswechsel 1964/1965 im Industriepark Werk Gendorf in Burgkirchen. Hier begann damals die Hoechst AG mit der großtechnischen Herstellung von 3M Dyneon PTFE (Polytetrafluorethylen). An den Fluorkunststoff wurden große Erwartungen geknüpft.

Aus einem späteren Joint Venture mit 3M entstand 1996 die Dyneon GmbH, die zur Jahrtausendwende vollständig von dem US-Unternehmen übernommen wurde. Der Standort Burgkirchen ist heute eine der weltweit größten Produktionsstätten für Fluorelastomere, Fluorthermoplaste, PTFE und Spezial-Additive.

Neuerungen für verbesserte Nachhaltigkeit

Zu den Stärken von Fluorpolymeren zählen Chemikalienresistenz, elektrische Isolierfähigkeit, Elastizität und Temperatur-beständigkeit. Eine der jüngsten Entwicklungen ist die neue PTFE basierte “New Sealing Technology”. Der Werkstoff wird unter anderem in Dichtungen im Automobil eingesetzt und hilft, Öl-Leckagen zu vermeiden und den Verschleiß zu verringern.

Ein besonderer Durchbruch gelang mit dem 2014 eingeführten Up-Cycling: Mit dem von Dyneon entwickelten Verfahren lässt sich erstmals der Wertstoffkreislauf der Fluorpolymere schließen, indem der wertvolle Grundstoff aus Fluorpolymerabfällen ohne Qualitätseinbuße wiedergewonnen werden kann. Eine Pilotanlage mit einer Jahreskapazität von 500 Tonnen wird in den kommenden Monaten offiziell in Betrieb gehen.

Quelle: ots

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Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: redaktion@mittelstand-nachrichten.de
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