Vor einigen Monaten ging die Universität Bremen mit ihrem neuen Hochleistungsrechenzentrum mit gutem Vorbild voran. Das Zentrum spart an drei Fronten: Es benötigt weniger Energie, verringert den Kohlendioxidausstoß und sorgt gleichzeitig für die von den Wissenschaftlern benötigte Rechenleistung. Das Konzept Green-IT funktioniert also. Aber wie genau können die hiesigen Unternehmen davon profitieren?

Eigentlich kommt heute kein mittelständisches Unternehmen ohne einen gesonderten IT-Bereich aus. Sparen kann man hier schon bei der Auswahl des Kabel-Internets auf einem Vergleichsportal oder der Wahl der benötigten Geräte. Ein besonders wirksamer Weg zur nachhaltigen Kostenersparnis führt über das sogenannte Green-IT-Konzept, das zwar nicht neu, aber noch immer zukunftsweisend ist.

Was ist Green-IT und wie hilft es beim Sparen?

Bild: © istock.com/Kohlerphoto

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Es geht beim Green-IT-Konzept nicht nur allein um energiesparendes Nutzungsverhalten. Optimierungen können an ganz verschiedenen Stellen vorgenommen werden. Im Falle der Universität Bremen hat allein die Konzentration aller Recheneinheiten auf einen einzelnen Standort eine ganze Menge ausgemacht. Es geht also darum, Kapazitäten besser zu nutzen und Energielecks nach Möglichkeit zu vermeiden.

Vor einigen Jahren lag der Stromverbrauch von Servern und Rechenzentren in Deutschland laut einer Studie des Forschungsinstituts Borderstep bei rund 10,1 TWh. Das wiederum entspricht ungefähr der Leistung von vier mittelgroßen Kohlekraftwerken. Der Verbrauch ist im Jahr 2015 zwar deutlich niedriger – Einsparungspotenzial gibt es allerdings trotzdem. Das gilt für den Verbrauch im laufenden Betrieb der Informations- und Kommunikationstechnologien und auch für die Herstellung sowie die Entsorgung von Geräten und Netzen. Hinter dem Begriff Green IT verbirgt sich also die Intention, Ressourcen zu schonen und gleichzeitig die Effizienz nachhaltig zu steigern. Dafür werden auch Hilfsmittel wie Abschaltautomatiken verwendet. In einem idealisierten Serverraum wird Energie effizient auf Geräte verteilt, die damit möglichst sparsam umgehen. Um ein ausgeklügeltes Energiemanagement kommt man in diesem Zusammenhang also nicht herum.

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