Hanau – Der Umsatz des Recycling- und Materialtechnologiekonzerns Umicore stieg im Vergleich zum Geschäftsjahr 2014 um 11% aufgrund starken Wachstums in den Bereichen Catalysis und Energy & Surface Materials, welches den Einfluss niedrigerer Metallpreise auf die Recyclingaktivitäten mehr als ausgleichen konnte. Das Umsatzwachstum, das in Teilen durch die Inbetriebnahme jüngster Wachstumsinvestitionen bedingt ist, war der Hauptgrund für die Steigerung des um Sondereinflüsse bereinigten EBIT um 21%.

  • Umsatz von EUR 2,6 Milliarden (+11%)
  • Bereinigter EBITDA von EUR 505 Millionen (+14%)
  • Bereinigter EBIT von EUR 330 Millionen (+21%)
  • ROCE von 13,7% (im Vergleich zu 12,2% im Geschäftsjahr 2014)
  • Bereinigter Nettogewinn (Konzernanteil) von EUR 246 Millionen (+27%)
  • Bereinigter Gewinn pro Aktie von EUR 2,27 (+27%)
  • Nettofinanzschulden von EUR 321 Millionen, dies entspricht einem Verschuldungsgrad von 15,3%
Quellenangabe: "obs/Umicore AG & Co.KG/Dimitri Lowette"

Quellenangabe: “obs/Umicore AG & Co.KG/Dimitri Lowette”

Einmaleffekte, hauptsächlich verursacht durch Restrukturierungsmaßnahmen und Abschreibungen auf dauerhaft gebundene Metalllagerbestände, belasteten den Nettoertrag mit EUR 63 Millionen.

Die Wachstumsinvestitionen verlaufen planmäßig bzw. schneller als geplant, und das Investitionsvolumen beläuft sich auf EUR 240 Millionen. Im Geschäftsfeld Recycling wurden größere Investitionen als Teil des Programms zur Kapazitätserweiterung der Anlage im belgischen Hoboken um 40% erfolgreich umgesetzt.

Der Vorstand wird der Hauptversammlung am 26. April 2016 eine Brutto-Jahresdividende in Höhe von EUR 1,20 pro Aktie vorschlagen, wovon bereits EUR 0,50 im September 2015 als Zwischendividende ausbezahlt wurden.

Ausblick

Umicore rechnet 2016 mit signifikantem Mengenwachstum in den beiden strategischen Wachstumsfeldern “Clean Mobility” und “Recycling”. Die Verkäufe von Autoabgaskatalysatoren sollten von einer wachsenden Nachfrage sowohl nach Leicht- als auch nach Schwerlastanwendungen profitieren. Der beschleunigte Trend in Richtung Fahrzeugelektrifizierung sollte sich positiv auf die Absatzzahlen von Materialien des Bereichs Rechargeable Battery Materials auswirken. Auch das Produktionsvolumen der Recyclinganlage im belgischen Hoboken sollte aufgrund der in 2015 getätigten Investitionen steigen.

Die Metallpreise befinden sich derzeit auf einem niedrigeren Niveau, verglichen mit dem Jahresdurchschnitt 2015. Aufgrund der hohen Marktschwankungen ist es derzeit zu früh, Einschätzungen darüber zu treffen, welchen Einfluss die Metallpreise auf das erwartet starke Mengenwachstum haben werden.

Quelle: ots

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Despina Tagkalidou
Despina Tagkalidou
Despina Tagkalidou ist Mitglied in der MiNa-Redaktion und schreibt über Wirtschaftsverbände, Macher im Mittelstand, Produkte + Dienstleistungen, Digitale Wirtschaft und Familienunternehmer.
Mail: redaktion@mittelstand-nachrichten.de
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