Nach einigen krisengeschüttelten Jahren ist das Einkommen der Landwirte in Deutschland erneut angestiegen. Die letzten Jahresberichte des Deutschen Bauernverbandes (DBV) verzeichnen sehr gute Erträge, besonders beim Anbau von Kartoffeln, Mais und Zuckerrüben. Dieser Anstieg lässt sich allerdings nur bei der Agrikultur verzeichnen, bei den Tierzüchtern ist ein Abwärtstrend zu erkennen. Das kann mit einer immer größeren Anzahl von Vegetariern und Veganern zusammenhängen. Agrarprodukte sind weltweit stark gefragt, im Zuge einer immer weiter expandierenden Bevölkerung werden die Anbauflächen immer knapper. Speziell in Deutschland arbeiten die Landwirte hochproduktiv und dazu noch umweltschonend. Entgegen dem vorherigen Trend, wächst deshalb erneut die Menge der Beschäftigten in der deutschen Landwirtschaft.

Automatisierte Präzisionsgeräte in der Agrikultur

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In der Landwirtschaft werden an erster Stelle landwirtschaftlich genutzte Flächen und Maschinen gebraucht, mit denen das Land bestellt werden kann. Dazu gehören vor allem Traktoren, Erntemaschinen, Pflanzenschutzspritzen und Sämaschinen. Bei modernen Maschinen setzen die Hersteller in der heutigen Zeit auf automatische Lenksysteme, mit denen die Traktoren bis auf einige Zentimeter genau über das Feld fahren. Auf diese Weise kann sich der Landwirt voll und ganz auf das Programmieren und Überwachen des Zubehörs konzentrieren. Dergestalt wird die Menge an Dünger, Pflanzenschutzmitteln und Saatgut bedarfsgerecht ausgegeben und es gehen keine wertvollen Ressourcen verloren. Darüber hinaus passt sich die Maschine optimal an die Bodenbeschaffenheit des Areals an, genauso wie an die Eigenschaften der dort wachsenden Pflanzen. Diese Faktoren können stark variieren und beeinflussen erheblich den Ertrag bei der Ernte. Während des Ernteprozesses werden die Erträge auf kleinstem Raum erfasst, sodass im folgenden Anbaujahr eine noch gezieltere Saat und Düngung möglich sind. Aufgrund der extrem hohen Kosten für neue Geräte, greifen preisorientierte Landwirte häufig auf gebrauchte Traktoren oder andere Maschinentypen zurück. Solche bietet zum Beispiel Agriaffaires an, ein Portal mit einer großen Auswahl an verschiedensten Maschinentypen.

Die Vor- und Nachteile von biologischem Anbau

Immer mehr Verbraucher entscheiden sich für biologisch angebaute Produkte. Deshalb stehen heutzutage viele Landwirte vor der Entscheidung, vom herkömmlichen Anbau in den Bio-Sektor umzusatteln. Allerdings bedeutet der Bio-Anbau ein Vielfaches mehr an Arbeit, zusätzlich zu den strengen Vorschriften bei der Auswahl von Saatgut und dem Einsatz von Dünger, Unkraut- und Schädlingsvernichtern. Es muss auf jedes Detail geachtet werden, weit im Voraus geplant und nachhaltig im Team zusammengearbeitet werden. Trotz all dieser Faktoren lohnt sich der Bio-Anbau, aufgrund der höheren Verkaufspreise für die Erträge. Deshalb ist der Anbau von Produkten in der Bio-Landwirtschaft um einiges profitabler als in der konventionellen Erzeugung. Darüber hinaus sind die Preise für Bio-Produkte in den vergangenen Jahrzehnten weitgehend stabil geblieben, dank der stetig steigenden Nachfrage der Konsumenten.

Lohnenswerter Kräuteranbau für Landwirte

In Deutschland ist die Anbaufläche für spezielle Küchen- und Arzneikräuter im Vergleich zu den konventionellen Anbauflächen für Gemüse und Obst sehr überschaubar. Trotz des höheren Aufwandes ist es dennoch lohnenswert für Landwirte, in den Kräuteranbau einzusteigen. Dieser Anbau ist sehr profitabel, da die Nachfrage groß ist und die Verkaufspreise für Erträge sehr hoch sind. Vor allem biologisch angebaute Kräuter, welche nicht mit chemischen Düngemitteln behandelt wurden, sind extrem gefragt. Auf diese Weise lassen sich die Bio-Kräuter ohne Probleme weiterverarbeiten. Allerdings sind Kräuter sehr sensibel und benötigen spezielle Bodenverhältnisse. Darüber hinaus sind regelmäßige Niederschläge und intensive Pflege notwendig. Für einige Kulturen ist es sogar erforderlich, spezielle Sämaschinen einzusetzen und bestimmte Pflegeschritte per Hand zu erledigen.

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Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: redaktion@mittelstand-nachrichten.de
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