• Wechselwirkungen von Technologie-Trends und Makro-Faktoren bilden die Basis für eine erfolgreiche Unternehmenstransformation.
• Eine enge Zusammenarbeit zwischen CIO und CFO sind die Voraussetzung für Innovation und Agilität.
• Ethik und Vertrauen werden zum prägenden Faktor für Unternehmen im Umgang mit technologischen Innovationen.

Kaum ein Unternehmen kann sich dem zunehmend komplexen technologischen Wandel entziehen. Die Deloitte Tech Trends 2020 bieten nun einen umfassenden Überblick über die Entwicklungen, die die kommenden zwei Jahre prägen werden. Damit liefert der Report eine fundierte Grundlage und Orientierung bei langfristigen, strategischen Entscheidungen und hilft Führungskräften, die Trends zu identifizieren, die für ihre Geschäftsmodelle einen Mehrwert bieten.

Von ethischer Verantwortung über Kooperationen zwischen IT- und Finanzfunktionen bis hin zum Einsatz von digitalen Zwillingen reichen die insgesamt sechs Trends, die der Report identifiziert hat. In diesem Umfeld sind langfristiges Denken, Kollaboration, Flexibilität sowie die Bereitschaft, das Unternehmen schrittweise zu entwickeln, eine entscheidende Voraussetzung.

Die wichtigsten Treiber für disruptive Veränderungen lassen sich in Form von neun Makro-Faktoren zusammenfassen: Digital Experience, Analytics und Cloud haben vor allem das vergangene Jahrzehnt gekennzeichnet, werden jedoch weiterhin im Fokus stehen. Hinzu kommen Digital Reality, Cognitive und Blockchain, die langfristig zu wichtigen Wettbewerbsfaktoren in der digitalen Transformation werden. Den Kern bilden Core Modernization, Risk und Business of Technology. Sie sind die Basis für jede Art von Transformation. Diese Makro-Faktoren konvergieren zunehmend und generieren dabei beständig neue Tech-Trends. „Alle neuen Trends, die zum Teil extrem schnelllebig sind, lassen sich diesen neun Makro-Kräften zuordnen. Zudem ergeben sich Disruptionen häufig aus der Kombination dieser Kräfte“, sagt Jochen Fauser, Partner und Leiter Technology Strategy & Architecture bei Deloitte.

Unternehmen benötigen umfassende IT-Architektur

So ist eine agile IT eine wesentliche Voraussetzung, um technologische Innovationen zu ermöglichen und umzusetzen. Viele Entscheider stehen jedoch vor einer strukturellen Herausforderung: Wie lassen sich traditionelle Finanz- und Budgetierungsprozesse mit der agilen Arbeitsweise in der IT vereinen? „Wir werden hier eine wesentlich engere Zusammenarbeit zwischen CIO und CFO sowie einen stärkeren Fokus auf die Produkte und wertschöpfenden Geschäftsprozesse sehen“, so Fauser weiter. Doch noch sind viele Unternehmen nicht so weit: Im Durchschnitt geben IT-Abteilungen 56% ihres Budgets aus, um das operative Geschäft zu unterstützen. Nur 18% werden eingesetzt, um neue Geschäftsmodelle zu entwickeln.

Angesichts dieser Rahmenbedingungen sind Führungskräfte gut beraten, eine umfassende Technologie-Architektur für ihr Unternehmen zu entwickeln. „Entscheider sollten sich dabei von drei Fragen leiten lassen“, ergänzt Andreas Klein, der das CIO-Programm von Deloitte verantwortet. „Ist die bestehende IT-Architektur stark genug, um das nötige Wachstum des Unternehmens zu ermöglichen? Sind die IT-Systeme ausreichend flexibel für kurzfristige Strategiewechsel? Und drittens: Wie wird die IT-Architektur die Betriebs- und Investitionskosten beeinflussen?“

Auch die Interaktion zwischen Mensch und Maschine wird sich in den kommenden zwei Jahren nachhaltig verändern. Die Kombination von künstlicher Intelligenz, einem Design, das den Menschen in den Mittelpunkt stellt, und neurowissenschaftlichen Erkenntnissen macht technologische Plattformen möglich, die wesentlich intuitiver und zielgerichteter die Emotionen ihrer Nutzer erkennen. So können zukünftig die Bedürfnisse und Wünsche der Kunden noch besser in den Mittelpunkt gestellt werden.

Doch mit dieser Individualisierung geht auch eine steigende Verantwortung für Unternehmen einher. „Der achtsame und transparente Umgang mit den ethischen Aspekten des technologischen Fortschritts wird zu einem entscheidenden Faktor für Unternehmen. So bietet sich die Möglichkeit, langfristig eine vertrauensvolle Beziehung zum Kunden aufzubauen“, sagt Fauser.

Quelle: Deloitte.

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