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Online-Marketing für den Mittelstand: Tipps zu Google AdWords

Immer mehr Mittelständler setzen auf Werbung über Google-AdWords. Ein Vorgehen, das sich sehr wohl rentiert, sofern einige Regeln berücksichtigt werden. Doch nicht immer klappt es mit dem Vorhaben – sind Kampagnen schlecht gemanagt drohen hohe Kosten und kaum ROI – am Ende sind die Unternehmen enttäuscht und bereuen ihre Entscheidung. Zu den häufigsten Fehlern gehören Fehldefinitionen von Zielen sowie ungenaue und allgemein gefasste Keywords. Viele Betreiber verzichten zudem auf Analyse-Tools, die zur Kontrolle dienen. Am Ende weiß man nur, dass es nicht geklappt hat, bekommt jedoch keine Antwort, welche Fehler den Ausschlag gegeben haben. Wer sich mit Google-Adwords befassen möchte, sollte daher im Vorfeld einige Tipps und Tricks berücksichtigen, damit das Vorhaben auch den gewünschten Erfolg bringt.

Quelle: WDnet/pixabay.com
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Grundsätzlich: Die Kampagne optimieren

Grundsätzlich gilt: Die Kampagneneinstellungen müssen optimiert werden. Und zwar nicht nur einmal, sondern fortlaufend. Ein Fehler, den gerne Anfänger machen. Nur dann, wenn hier die individuellen Wünsche und Vorstellungen berücksichtigt werden, Keywords, Kosten und Erfolge kontrolliert werden kann die Kampagne am Ende zum Erfolg werden. Dazu folgend eine Übersicht über die wichtigsten Aspekte einer AdWords Kampagne:

Zu Beginn nur kleinere Anzeigen schalten

Zu Beginn ist es ratsam, eher kleinere und überschaubare Anzeigen zu schalten, die zielgerichtet sind und relevante Keywords präsentieren. Mit der Zeit können die Anzeigen – Stück für Stück – ausgebaut werden. So behält der Betreiber der Überblick über Klicks und kann mitunter auch – mittels Analyse-Tools – feststellen, ob etwaige Veränderungen dafür gesorgt haben, ob mehr Leute reagieren oder ob die Änderungen unwirksamen geblieben sind.

Die Frage nach dem Preis

Hier gilt die Prämisse: Keinesfalls zu wenig bieten! Viele Anfänger, aber auch zahlreiche Fortgeschrittene, bieten zu wenig. Auch ein Gebotspreis von 8 Euro kann einen effektiven Klickpreis von gerade einmal 0,01 Cent entsprechen; der Bietpreis ist nämlich nicht automatisch der reale Preis. Wer jedoch zu Beginn nur 0,05 Cent bietet, wird schnell feststellen müssen, dass die Klickrate und auch der Qualitätsfaktor im Keller bleiben. Auch sind Keywords, die inaktiv geworden sind, nur schwer zu reaktivieren. Wer schon einmal sein Konto dahingehend “verbrannt” hat, muss Geduld haben, dass jenes wieder am Markt bestehen kann.

Die richtigen Keywords

Keyword-Optionen stellen die Grundlage für eine erfolgreiche Werbung dar! Wichtig ist, dass alle Keyword-Optionen genutzt werden. Daher “weitgehend passend”, “passende Wortgruppen” und auch “modifiziert weitgehend passend” – wichtig ist, dass aber dann ausschließlich nur mit den Keywords gearbeitet wird. Ideen, welche Keywords sinnvoll sind und welche nicht, findet der Betreiber in den Keyword-Datenbanken oder auch mittels Keyword-Tool von Google AdWords. Mittels AdWords-Wrapper stehen dem Betreiber mehrere Keyword-Optionen zur Verfügung, wobei auch die Keywords kombiniert werden können. Nur dann, wenn die richtigen Keywords eingefügt werden, kann die Klickrate deutlich verbessert werden. Bemerkt der Betreiber, dass die Keywords nicht den gewünschten Erfolg bringen, sollte er sie pausieren oder löschen. Wichtig ist, dass Keywords, wenn sie einfach nicht funktionieren, ausgeschlossen werden sollen. Eine Möglichkeit, die viele Betreiber gar nicht erst ins Auge fassen. Mitunter auch ein Grund, warum der Webshop keine neuen Kunden bekommt oder die Klickraten gleich bleiben.

Quelle: Stux/pixabay.com
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Die Anzeigentexte

Der Unternehmer sollte mehrere Anzeigentexte verfassen und jene gegeneinander laufen lassen. Wichtig ist, dass sich der Betreiber für die “unbestimmte Anzeigenrotation” entscheidet; so können Anzeigen, die eine schlechtere Leistung haben, im gleichmäßigen Verhältnis zu bereits leistungsstarken Anzeigen präsentiert werden. Eine Optimierung findet nicht statt. So ist es möglich, dass ein natürlicher Text an die Spitze gelangt, sofern nur genügend Klicks dokumentiert wurden. Natürlich besteht auch die Möglichkeit, dass andere Anzeigen pausiert werden; mitunter können auch bereits verfasste Favoritentexte – in einer leicht abgeänderten Form – abermals gegeneinander laufen gelassen werden. Wichtig ist, dass natürlich auch hier das Keyword vorkommt. Bestenfalls im Titel der Anzeige, sodass das Hauptaugenmerk gleich auf das Haupt-Keyword gerichtet ist.

In der Region bleiben

Wichtig ist, dass die Werbung regional bleibt. Google bietet den Betreibern die Möglichkeit, eine Stadt, ein Bundesland oder ein Land zu wählen, in dem die Werbung angezeigt werden soll. Eine Möglichkeit, die unbedingt genutzt werden sollte. Schlussendlich besteht auch die weitere Möglichkeit, dass der Betreiber lokale Anzeigen schaltet, die in weiterer Folge auch auf Google Maps erscheinen. Natürlich müssen hier die Kosten berücksichtigt werden. Am Ende stellt sich die entscheidende Frage, was am Ende tatsächlich übrig bleibt und wie viel ein Klick kostet. Conversion Tracking sollte keinesfalls ignoriert, sondern vom Betreiber genutzt werden, damit er auch einen Überblick über allfällige Kosten erhält.

Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: [email protected]
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