Berlin / Wuppertal – Zwischen 30 und 50 Prozent des jährlichen Stromverbrauchs in deutschen Kommunen entfallen auf Straßenbeleuchtung. Durch energetische Modernisierung können davon bis zu 80 Prozent eingespart werden, insgesamt rund 2,2 Milliarden Kilowattstunden. Die Roadshow Energieeffiziente Straßenbeleuchtung der Deutschen Energie-Agentur (dena) informiert Kommunen über ihre Einsparpotenziale. Zum Auftakt der bundesweiten Informationskampagne trafen sich am 26. Juni 2014 in Wuppertal auf Einladung der Initiative EnergieEffizienz der dena und der EnergieAgentur.NRW als Partner vor Ort über hundert Vertreter aus Kommunen, Hersteller und Händler, Energieagenturen und Energiedienstleister sowie Ingenieure und Berater, um über aktuelle Entwicklungen der Beleuchtungstechnologien zu diskutieren, Betreibermodelle und Finanzierungsmöglichkeiten abzuwägen und erfolgreiche Umsetzungsbeispiele kennenzulernen.

Annegret-Cl. Agricola, Bereichsleiterin Energiesysteme und Energiedienstleistungen der dena, sagte zum Start der Roadshow: “Die Roadshow unterstützt Kommunen dabei, Schritt für Schritt auf zukunftsfähige Beleuchtung umzustellen. Denn das entlastet den Haushalt durch geringere Energie- und Wartungskosten, senkt CO2-Emissionen und wertet nicht zuletzt das Straßenbild auf. Die starke Beteiligung von Kommunen zeigt das große Interesse, sich mit der energieeffizienten Modernisierung der Straßenbeleuchtung zu beschäftigen und mit gutem Beispiel voranzugehen.”

Quellenangabe: "obs/Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)/Sabine Maisenhälder"

Quellenangabe: “obs/Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)/Sabine Maisenhälder”

Kommunen in NRW ergreifen Initiative

“Die Kommunen in Nordrhein-Westfalen haben die Zeichen der Zeit längst erkannt, sie übernehmen die Verantwortung und leisten ihren Beitrag zu Energiewende und Klimaschutz”, sagte Lothar Schneider, Geschäftsführer der EnergieAgentur.NRW, bei der Auftaktveranstaltung in Wuppertal. “Die Straßenbeleuchtung ist ein Bereich, in dem sich große Energieeffizienzpotenziale verbergen. Da, wo veraltete Quecksilber-Hochdrucklampen brennen, wird auf Natriumdampf-Lampen umgerüstet. Auch Lampen der nächsten Effizienzgeneration wie Induktions- und LED-Lampen sind unter Umständen wirtschaftlich hoch rentabel und finden bereits ihre Anwendung.”

Über das Engagement einer Kommune im Münsterland referierte Uwe Dickmanns, Leiter des Fachbereichs Bauen und Umwelt der Stadt Coesfeld: “Mit der Modernisierung der Straßenbeleuchtung konnten in Coesfeld zum einen die Energiekosten deutlich gesenkt werden, zum anderen wurde die teilweise unzureichende Beleuchtungsqualität in vielen Straßen verbessert. Die Roadshow ist die ideale Veranstaltung, um Lösungsansätze mit Experten zu diskutieren – von rechtlichen Aspekten über Finanzierung und Betreibermodelle bis hin zu Lichttechnik und konkreten Umrüstungsschritten.”

Stationen der Roadshow

Neun weitere Veranstaltungen der Roadshow finden bis Ende 2015 bundesweit statt und informieren Kommunen über praxisnahe Lösungswege, bewährte Technologien sowie nachhaltige Planungs- und Finanzierungsaspekte zum Thema Straßenbeleuchtung. Aktuelle Termine und Anmeldemöglichkeiten finden sich unter www.stromeffizienz.de/strassenbeleuchtung.

Begleitet werden die Veranstaltungen von einem umfangreichen Online-Informationsangebot sowie Beratungsforen, einem bundesweiten Beratungsnetzwerk und Fachausstellungen. Projektinformationen stellt die Initiative EnergieEffizienz der dena im Internet unter www.stromeffizienz.de/roadshow zur Verfügung.

Die “Roadshow Energieeffiziente Straßenbeleuchtung” ist ein Projekt der dena im Rahmen der Initiative EnergieEffizienz und wird in Zusammenarbeit mit den kommunalen Spitzenverbänden Deutscher Städtetag, Deutscher Städte- und Gemeindebund, Deutscher Landkreistag und der KfW Bankengruppe und mit Unterstützung durch die Unternehmen HELLA KGaA Hueck & Co., iGuzzini illuminazione Deutschland GmbH, NetzeBW GmbH, Schréder GmbH, Siteco Beleuchtungstechnik GmbH, Thorn Licht GmbH und Trilux Vertrieb GmbH realisiert.

Die Initiative EnergieEffizienz der dena wird gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

Quelle: ots

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Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: [email protected]
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