Ohne die Möglichkeit, Dokumente schnell ausdrucken oder vervielfältigen zu können ist ein effizienter Bürobetrieb auch in der heutigen digitalisierten Welt nicht denkbar. Ein funktionierender Drucker gehört immer noch in jedes Büro. Doch es gibt Unterschiede, was die Drucktechniken angeht. Besonders in Büros sind hier die Laserdrucker aufgrund ihrer Geschwindigkeit und Druckkosten sehr beliebt – doch gibt es auch Gesundheitsrisiken?

Der Druckvorgang eines Laserdruckers Schritt für Schritt

Foto: Bildarchiv ARKM

Vorab muss zunächst die Funktionsweise eines Laserdruckers erklärt werden. Laserdrucker sind fotoelektrische Drucker, so dass das Papier mithilfe von elektrischen Ladungen beschriftet wird. Zunächst erhält der Drucker dabei die Informationen über die zu druckende Seite vom Computer. In jedem Laserdrucker befindet sich eine Bildtrommel, welche in einem zweiten Schritt negativ aufgeladen wird. Während sie sich mehrmals um die eigene Achse dreht, wird die Trommel an bestimmten Stellen von auftreffenden Laserstrahlen neutralisiert. Als dritten Schritt durchläuft die Bildtrommel den Toner. In diesen ist negativ aufgeladenes Farbpulver enthalten. Folglich haften die Tonerpartikel nur an den neutralen Stellen, während sie von den negativ geladenen Stellen abgestoßen werden. Zuletzt wird das Papier positiv aufgeladen und der Toner kurzzeitig auf ca. 200°C erhitzt. Bei dieser Temperatur schmelzen die Tonerpartikel. Mithilfe von Fixierwalzen wird die gespeicherte Seite schließlich auf das Papier gedruckt.

Vor- und Nachteile eines Laserdruckers gegenüber anderen Druckern

In Büros und Unternehmen werden Laserdrucker anderen herkömmlichen Druckern wie zum Bespiel Tintenstrahl- oder Nadeldruckern häufig vorgezogen. Dies ist auf ihre hohe Leistung, die niedrigen Druckkosten und die lange Lebenserwartung eines Lasergerätes zurückzuführen. Laserdrucker zeichnen sich des Weiteren durch ihre scharfe Bildqualität aus. Eine solche Qualität kann sonst nur von sehr hochwertigen Tintenstrahldruckern erreicht werden. Außerdem kann Tintenfarbe verwischen oder bei UV-Lichteinstrahlung verblassen. All dies passiert bei mit Laserdruckern erstellten Seiten nicht. Ferner müssen Laserdrucker nicht so oft gewartet werden, wie andere Druckertypen, da bei ihnen keine Tinte oder ein Farbband austrocknen muss. Nachteilig bei einem Laserdrucker ist, dass der Ausdruck von Fotos qualitativ dem von einem Tintenstrahldrucker oft unterlegen ist.

Besteht eine reale Gesundheitsgefahr durch Laserdrucker und Tonerstaub?

Ob und inwieweit Laserdrucker tatsächlich gesundheitsschädlich sind, ist bislang wissenschaftlich noch nicht abschließend geklärt worden. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin sieht keine echte Gefahr, bietet auf ihrer Website aber trotzdem diverse Tipps und Leitfäden zu Tonerstäuben an, denn mögliche Allergien werden nicht ganz ausgeschlossen. Quelle für die Besorgnis sind die Tonerpartikel. Diese könnten mitunter Ruß oder sogar Schwermetalle wie Blei und Cadmium enthalten. Ein Teil der Toner wird durch das Belüftungssystem der Drucker in die Luft geblasen und kann Schleimhäute insbesondere in Atemwege sowie auf der Haut reizen. Außerdem wird durch die Technik der Laserdrucker Ozon freigesetzt. Den Tonerpartikeln wird zudem nachgesagt, sie seinen krebserregend. Der Druckerdunst kann nach anderen Studien die Zellteilung negativ beeinflussen. Dadurch entsteht aber noch kein Krebs, dennoch kann eine DNS-Schädigung eine mögliche Folge sein.

Effektiver Schutz bei Kauf und Gebrauch

Bereits bei der Anschaffung sollte daher darauf geachtet werden, einen besonders emissionsarmen Drucker zu kaufen. Solche sind durch unterschiedliche Prüfsiegel, wie zum Beispiel dem Blauen Engel, ausgezeichnet. Hinzu kommt, dass die meisten Geräte bereits mit einem Feinstaubfilter für Laserdrucker, welche die Tonerpartikel beinahe restlos filtert, ausgestattet sind. Trotzdem ist es wichtig, die Drucker an einem Ort mit ausreichender Frischluftzufuhr aufzustellen. Auch die geringen Ozonmengen, die durch den Betrieb entstehen, sind nicht schädlich, solange sich der Drucker in einem gut gelüfteten Raum befindet. Idealerweise kann ein eigener Raum für die Drucker eingerichtet werden. Dadurch sind keine Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen dauerhaft den Emissionen ausgesetzt.
Ferner ist ein vorsichtiger Gebrauch der Maschine und die korrekte Entsorgung von Toner geboten. Es sollte versucht werden, so wenig Tonerstaub beim Öffnen wie möglich aufzuwirbeln, wenn die Kartuschen gewechselt werden. Es ist darüber hinaus ratsam, sich nach einem längeren Kontakt mit dem Gerät die Hände mit Wasser zu waschen.

Das Fazit

Werden diese präventiven Maßnahmen beachtet, dann wird das Gesundheitsrisiko auf ein Minimum reduziert und man kann weiterhin unbesorgt den Laserdrucker im Büro benutzen.

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Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: redaktion@mittelstand-nachrichten.de
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