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Diese Woche: Kostenübernahme für die Hospizversorgung

Angelika T. aus Oldenburg:

Meine Mutter hat eine unheilbare Krankheit und benötigt daher eine palliativmedizinische Versorgung. Wer kommt für die Kosten des Hospizes auf?

Reinhard Hacker - Quelle: ERGO Versicherungsgruppe
Reinhard Hacker – Quelle: ERGO Versicherungsgruppe

Reinhard Hacker, Experte der ERGO Direkt Versicherungen:

Grundsätzlich gilt: Alle Menschen, die an einer unheilbaren Krankheit mit begrenzter Lebenserwartung leiden, haben einen Anspruch auf eine Palliativversorgung. Und das unabhängig von ihren finanziellen Möglichkeiten. Diese Versorgung kann durch den Hausarzt, eine ambulante Krankenpflege, eine Palliativstation im Krankenhaus oder ein Hospiz erfolgen. Den größten Kostenanteil einer stationären Hospizversorgung tragen die Kranken- und die Pflegekasse. Den verbleibenden geringeren Teil übernimmt das Hospiz. Dieses Geld setzt sich aus Spenden und staatlichen Zuschüssen zusammen. Wichtig zu wissen: Seit dem 1. August 2009 dürfen Hospize gesetzlich versicherten Patienten für den Aufenthalt keine Kosten mehr in Rechnung stellen (§39a Abs. 1 SGB V). Privatversicherte sollten vor einem Hospizaufenthalt erfragen, ob ihre Krankenkasse die Kosten übernimmt.

Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: [email protected]
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