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Wenn’s den Autolack im Winter eiskalt erwischt

Die kalte Jahreszeit stellt für die hochglänzende Lackierung eines Autos eine besondere Herausforderung dar. Dabei ist nicht die Kälte das Problem. „Die Feuchtigkeit in Kombination mit Salz und Schmutzpartikeln setzt dem Lack zu“, weiß Michael Bross, Geschäftsführer des Deutschen Lackinstituts in Frankfurt. „Gerade vor Beginn des Winters sollte der Lack deshalb möglichst gut in Schuss sein, um die Angriffe von Feuchtigkeit und Auftausalz parieren zu können. Zwar ist die letzte schützende Klarlackschicht heute hochbeständig gegen Chemikalien und viele mechanische Einflüsse, doch schon kleinste Kratzer und Vorschädigungen bieten diesem aggressiven Duo aus Salz und Feuchtigkeit eine ideale Angriffsfläche.

Rostende Stellen sind die Folge.“ Und Korrosion ist nach wie vor der größte Feind der Karosserie. Eine intakte Lackierung sorgt schließlich nicht nur für einen guten Eindruck, sondern auch für den Werterhalt des Fahrzeugs.

 Foto: R.S.Jegg/shutterstock.com/Deutsches Lackinstitut/spp-o
Foto: R.S.Jegg/shutterstock.com/Deutsches Lackinstitut/spp-o

Lack versiegeln

Der Sommer war für den Lack schon hart genug: Vogelkot, Insekten und Baumharze haben unter intensiver UV-Strahlung möglicherweise ihre Spuren hinterlassen. Dann ist der Weg bereitet für das Streusalz. „Um den Autolack fit für den Winter zu machen, sollte deshalb die gesamte Lackoberfläche auf Schäden abgesucht werden, am besten von einem Fachmann in einer professionellen Lackierwerkstatt“, rät Bross. „Werden Schäden rechtzeitig und vor allem fachmännisch behoben, hat der Rost auch im Winter keine Chance.“ Einen recht guten Schutz bieten eine gründliche Reinigung des Lacks, die Reparatur schadhafter Stellen und eine abschließende Versiegelung der Oberfläche mit entsprechenden Wachsen und Polituren. Sie sorgen für frischen Glanz und bieten eine gewisse Zeit lang zusätzlichen Schutz. „Aber Vorsicht! Schnee und Eis sollten besonders sachte vom Fahrzeug entfernt werden“, empfiehlt Bross. „Für die Scheiben ist der Einsatz eines Eiskratzers in Ordnung. Um den Lack vom Schnee zu befreien, sollte man jedoch zu einem sehr weichen Handbesen greifen.”

Salz und Steinschlag

Im Winter sorgen glatte Straßen nicht nur für eine erhöhte Unfallgefahr. Durch Frost platzen häufig auch Stellen im Straßenbelag auf. Die Mischung aus kleinen Steinchen, Split und Salz prasselt dann vor allem gegen die besonders gefährdeten Stellen, wie Radkästen, Türschweller und Kotflügel. Deshalb sind auf frisch gestreuten Straßen und in der Nähe von Streufahrzeugen besondere Vorsicht und eine angemessene Fahrweise angesagt. Ist der Lack einmal an den betreffenden Stellen beschädigt, kann die Korrosion ihr zerstörerisches Werk im Laufe des Winters betreiben. Solche Schäden sollten dann möglichst schnell behoben werden.

Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: [email protected]
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