Gebrauchtwagen: Jahresstart mit höheren Preisen und jüngeren Modellen

Quelle: mobile.de GmbH

„Im Übergangsmonat Januar stellt der Handel die Weichen für das wichtige Frühjahrsgeschäft. Wir beobachten, dass sich das Flottenangebot verjüngt, was den konstant hohen Durchschnittspreis erklärt“, so Torsten Wesche, Leiter des mobile.de Händlervertriebs.

Leichtes Preisplus gegenüber Dezember

Im Januar startete der Handel solide ins Geschäftsjahr 2018: Gebrauchtwagen wurden mit durchschnittlich ca. 22.900 Euro weiter auf hohem und seit Monaten stabilem Preisniveau gehandelt. Anders als in den Vorjahren zogen die Preise zum Jahreswechsel sogar leicht an: Verglichen mit Dezember 2017 waren Gebrauchte im Schnitt etwas teurer (+ 0,6 Prozent). An Marktwert legte besonders das Fahrzeugsegment Minis zu. Innerhalb eines Monats stieg der Durchschnittspreis um 5,7 Prozent (ggü. 12/2017) auf ca. 9.400 Euro – ein Plus von 500 Euro. Die Preise für Vans stiegen um 1,8 Prozent (ggü. 12/2017). Geländewagen wurden zum ersten Mal seit fünf Monaten zu einem Durchschnittspreis von mehr als 35.000 Euro (+ 0,9 Prozent ggü. 12/2017) gehandelt.

Fahrzeugbestand geht leicht zurück – und wird jünger

Die mobile.de Marktdaten zeigen, dass das Angebot marktübergreifend im Januar leicht zurückging (– 1,7 Prozent ggü. 12/2017). Schaut man sich die Segmente im Detail an, wird deutlich, dass viel in Bewegung ist. So wittern die Marktakteure bei den Minis augenscheinlich ein gutes Geschäft. Allein hier stockten sie ihre Bestände um satte 15,9 Prozent auf. Interessant: Dabei setzten sie auf neuere Modelle, wodurch sich diese Klasse um 7,1 Prozent verjüngte. Ganz anders bei den Vans: Sie wurden mit – 15,9 Prozent deutlich weniger angeboten und waren zudem mit einem Plus von 5,2 Prozent älter als im Vormonat. Dennoch fokussiert der Handel segmentübergreifend junge Gebrauchte: Einjährige verbuchten ein Angebotsplus von 1,2 Prozent (ggü. 12/2017) und 1–3-jährige legten um 0,8 Prozent (ggü. 12/2017) zu.

Jahreswechsel: saisontypisch Markt noch etwas verhalten

Nach einem intensiven Jahresendspurt verlor der Abverkauf zuletzt etwas an Fahrt: Saisontypisch erhöhten sich die Standtage segmentübergreifend um 5,9 Prozent ggü. Dezember 2017. Gebrauchte fanden so im Schnitt nach rund 102 Tagen einen Käufer. Am schnellsten verließen Modelle der Fahrzeugklassen Kleinwagen, Obere Mittelklasse und Mittelklasse den Händlerhof:

  • Kleinwagen: 94 Tage / Durchschnittspreis 11.806 Euro
  • Obere Mittelklasse: 97 Tage / Durchschnittspreis 32.489 Euro
  • Mittelklasse: 101 Tage / Durchschnittspreis 24.485 Euro

Zu den Langstehern gehörten:

  • Sportwagen: 110 Tage / Durchschnittspreis 71.633 Euro
  • Oberklasse: 110 Tage / Durchschnittspreis 60.867 Euro
  • Minis: 108 Tage / Durchschnittspreis 9.427 Euro

Quelle: mobile.de GmbH

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Despina Tagkalidou
Despina Tagkalidou
Despina Tagkalidou ist Mitglied in der MiNa-Redaktion und schreibt über Wirtschaftsverbände, Macher im Mittelstand, Produkte + Dienstleistungen, Digitale Wirtschaft und Familienunternehmer.
Mail: redaktion@mittelstand-nachrichten.de

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