Egal ob schnittiger Zweisitzer, praktischer Familien-Kombi oder SUV: „Das Auto ist und bleibt des Deutschen liebstes Kind.“ Dieser Ausspruch bestätigt sich bei einem Blick auf die Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamts: Am 1. Januar 2015 waren bundesweit knapp 54 Millionen Kraftfahrzeuge zugelassen. Die Tendenz ist steigend. Autofahrer kümmern sich um ihr Auto, bringen es zur Inspektion, wechseln Öl und Reifen und sorgen dafür, dass es verkehrstüchtig bleibt. Dass auch die „Inspektion des Autofahrers“, also ein Gesundheitscheck, für die Sicherheit auf den Straßen wichtig ist, wird oft vergessen.

 Foto: contrastwerkstatt/fotolia.com/EUHA e.V./spp-o

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Neben einem Sehtest ist es für Autofahrer sinnvoll, regelmäßig das Gehör überprüfen zu lassen. Martin Blecker, Präsident der Europäischen Union der Hörgeräteakustiker e. V., empfiehlt: „Einmal im Jahr zum Hörgeräteakustiker und dort kostenlos das Gehör überprüfen lassen, am besten ab dem 60. Lebensjahr, denn ab dann lässt der Hörsinn ganz von selbst etwas nach.“

Die Ohren sind beim Autofahren stärker einbezogen, als es auf den ersten Blick scheint: Neben Hup-Geräuschen, Martinshörnern und dem Quietschen von Keilriemen und Autoreifen kommen akustische Herausforderungen durch Einparkhilfen, Telefonieren, Gespräche mit Beifahrern oder die Beschallung durch Radio, Musik oder Hörbücher dazu, nicht zu vergessen die Anweisungen des Navigationssystems. Lässt das Gehör nach, so können Autofahrer manchmal gar nicht zuordnen, aus welcher Richtung das jeweilige Geräusch kommt. Besonders ältere Verkehrsteilnehmer reagieren in solch verwirrenden Situationen mit einem unsicheren Fahrstil. Die Konzentration richtet sich dann eher auf die Zuordnung der Geräusche als auf das Autofahren. Das erhöht die Unfallgefahr erheblich. In solchen Fällen können moderne Hörsysteme dafür sorgen, dass Geräusche richtig eingeordnet werden.

Übrigens wird auch jüngeren Autofahrern ein Gehörcheck empfohlen. Durch laute Musik in Diskotheken oder über Kopfhörer kann das Hörvermögen bereits in jungen Jahren gemindert sein. Autofahren kann man dann trotzdem noch. Hörgeräteakustiker beraten über verschiedene Möglichkeiten, den Hörverlust auszugleichen.

Quelle: akz

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Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: redaktion@mittelstand-nachrichten.de
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