Marketing
Apple Podcast wird zum neuen Youtube
Apple bietet für Kreative eine attraktive Monetarisierung an!
Apple positioniert Podcasts mit integriertem Video, dynamischer Vermarktung und eigener Infrastruktur so, dass das Angebot für Kreative und Selbständige immer mehr wie ein zweites YouTube im Apple‑Ökosystem wirkt. Im Zentrum stehen HLS‑Video, komfortabler Konsum auf allen Apple‑Geräten und neue Wege, aus Inhalten ein echtes Business zu machen.
Was Apple konkret startet
Apple Podcasts erhält ein vollwertiges Video‑Interface für Episoden, inklusive nahtlosem Wechsel zwischen Hören und Sehen, Downloads und Wiedergabe über WLAN oder Mobilfunk. Video basiert auf Apples HTTP Live Streaming (HLS), das adaptive Qualität, Stabilität und eine enge Integration in iOS, iPadOS und visionOS bietet. Der Rollout erfolgt im Frühjahr mit iOS 26.4, iPadOS 26.4 und visionOS 26.4, erste Tests sind bereits in den Betas möglich. Unterstützt werden zum Start große Hosting‑ und Vermarktungspartner wie Acast, ART19, Triton/Omny Studio und SiriusXM (inkl. Simplecast, AdsWizz).
Warum das für Kreative und Selbständige spannend ist
1. Mehr Reichweite bei gleicher Produktion
Wer heute schon Video‑Podcasts aufnimmt – oft primär für YouTube – kann mit HLS‑Video denselben Content zusätzlich im Apple‑Ökosystem ausspielen, ohne alles neu aufzusetzen. Durch Integration in Empfehlungsbereiche, Kategorien und personalisierte Vorschläge von Apple Podcasts entsteht ein zusätzlicher Entdeckungskanal, der eher kuratiert als algorithmisch überdreht wirkt.
2. Business‑Modell jenseits von YouTube‑Abhängigkeit
Dynamisch einspielbare Video‑Ads – inklusive Host‑Reads – öffnen den Zugang zum professionellen Videowerbemarkt, aber die Abwicklung läuft über die ausgewählten Partnernetzwerke, nicht über ein einziges, dominantes Plattform‑Programm. Apple verlangt keine Gebühren für die Distribution, sondern rechnet nur mit den Werbenetzwerken auf Impression‑Basis ab; für Creator bleibt die Einnahmeseite verhandelbar und diversifizierbar.
3. Premium‑Positionierung statt Clickbait‑Spiel
Apple setzt Podcasts traditionell stärker als „Sendungen“ mit klaren Staffeln, Kapiteln und redaktionellem Anspruch in Szene; automatische Kapitel, Transkripte und Link‑Integration machen Inhalte besser navigierbar.
Für Coaches, Berater, Agenturen und Solo‑Selbständige entsteht damit ein Kanal, der näher an klassischem Broadcasting und Fachjournalismus liegt als an der oft kurzlebigen YouTube‑Clip‑Ökonomie.
Für Coaches, Berater, Agenturen und Solo‑Selbständige entsteht damit ein Kanal, der näher an klassischem Broadcasting und Fachjournalismus liegt als an der oft kurzlebigen YouTube‑Clip‑Ökonomie.
Chancen und Strategien für Kreative
Repurposing statt Mehrarbeit: Aus einer Videoaufnahme werden Audio‑Feed, Apple‑Video‑Podcast und Social‑Clips für TikTok, Reels und Shorts, die wiederum Traffic zurück auf die Apple‑Show ziehen. Positionierung als „Show“, nicht nur Kanal: Durch klare Kapitel, hochwertige Gestaltung und regelmäßige Staffeln können Selbständige ihre Expertise als Format aufbauen – ideal für Beratung, Kurse oder Membership‑Modelle. Datenschutz und Markenwirkung: Im Apple‑Kontext wirkt eine Marke automatisch kuratierter und weniger „billboard‑artig“ als im offenen YouTube‑Kosmos, was für professionelle Zielgruppenkommunikation ein starkes Argument ist.
Wird Apple Podcasts wirklich zum neuen YouTube?
Im Massenmarkt bleibt YouTube die dominante Video‑Suchmaschine mit Milliardenpublikum und Social‑Funktionen, an die Apple Podcasts kurz‑ bis mittelfristig nicht heranreicht. Für die Nische der professionell produzierten Shows, bei denen Audio und Video gleichrangig sind und Business‑Modelle jenseits reiner Werbeeinnahmen zählen, entsteht jedoch ein ernstzunehmendes Gegengewicht – vor allem innerhalb des kaufkräftigen Apple‑Ökosystems.
Für Kreative und Selbständige bedeutet das: Wer heute schon mit Video arbeitet oder darüber nachdenkt, kann Apple Podcasts künftig wie einen fokussierten, datenschutzfreundlicheren YouTube‑Ableger nutzen – mit mehr Kontrolle, weniger Plattformrisiko und einer Zielgruppe, die bewusst zuhört statt nur zu scrollen.



