Wie schön es kling, wenn die Arbeit von zu Hause erledigt werden darf. Das Homeoffice scheint der ideale Ort zu sein, um dort effektiv, produktiv und ungestört zu arbeiten. Die lange An- und Abreise zur Arbeit ist tabu. Der Arbeitsbeginn kann mehr oder weniger selbst festgelegt werden. Genauso auch das Arbeitsende. Diese Gedanken schwirren in vielen Köpfen herum, doch wer ehrlich zu sich selbst ist, stellt schnell fest, dass es so einfach doch nicht geht. Es müssten schon absolut hervorragende Umstände im eigenen Heim herrschen, dass die Arbeit von zu Hause aus vergleichbar mit dem selben Job in einem Büro ist.

Zur Arbeit von zu Hause gehört Disziplin

Foto: Bildarchiv ARKM

Wer im eigenen Heim arbeiten möchte, sollte besser keine Wäsche waschen. Geschirr sollte nicht weggeräumt werden. Um die Kinder sollte sich jemand anders kümmern. Der Hund sollte eigenständig sein. Blumen, Putzarbeiten, der Postbote, unaufgeräumte Schränke, der Einkaufszettel und und und. Es gibt schier Unmengen an Dingen, die zu Hause ablenken könnten. Da ist das privat klingelnde Telefon noch das kleinste Problem. Sicher, es gibt jede Menge Optionen, um über IT Infrastruktur Arbeit von zu Hause erledigen zu können. Viele, vor allem größere Arbeitgeber, stellen Softwarezugänge zu den Kollegen. Mobile Geräte machen die einfache Abstimmung möglich. Gleiche Strukturen wie im Büro auf Homeoffice-Laptops erleichtern die Arbeit. Doch die Frage ist, inwiefern jeder selbst überhaupt so viel Disziplin mitbringt, um zu Hause wirklich effektiv zu arbeiten. Im Prinzip müsste das eigene Heim hermetisch abgeriegelt sein, um jegliche Einflüsse von außen abzuschalten. Doch auch dann gibt es immer noch die ganz persönliche Disziplin, die vorhanden sein muss, um eben doch nicht die vielen privaten Arbeiten der eigentlichen Arbeit vorzuziehen.

Arbeit von zu Hause bedeutet permanente Verfügbarkeit

Der große Vorteil in einem Büro arbeiten zu gehen, besteht unter anderem darin, dass Arbeitsleben und Privatleben getrennt voneinander sind. Wer morgens ins Büro geht und Abends heimkehrt, kann dies in aller Regel klar voneinander trennen. Ab einem bestimmten Zeitpunkt geschieht das Privatleben. Ab einem bestimmten Zeitpunkt das Arbeitsleben. Wer jedoch zu Hause arbeitet kann das nicht mehr. Arbeit ist quasi omnipräsent oder das Privatleben. Je nachdem mit welchem Standpunkt man darauf schaut. Ständig ist die Rede davon wie gut es wäre, die Arbeit mit nach Hause zu nehmen. Doch nie ist die Rede davon wie gut es wäre, das Privatleben mit auf die Arbeit zu nehmen. Wenn es also für die einen wirklich positiv ist, von zu Hause aus zu arbeiten, müsste es im Umkehrschluss für andere Menschen positiv sein, das gesamte Privatleben mit auf die Arbeit zu nehmen. Das klingt jedoch so absurd, dass es niemand tut. Doch genau diesem Gedankengang sollte gefolgt werden, wenn sich jemand dazu entschließt Arbeit von zu Hause aus als das Nonplusultra darzustellen.

Wer sich mehr zu diesem Thema informieren möchte, findet hier weiterführende Informationen rund um das Thema Arbeit von zu Hause aus.

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