Trotz Nachbesserungen ist der Entwurf unzureichend

Monatelang geriet der Prozess um Werkverträge ins Stocken: Andrea Nahles legte beim Gesetzentwurf zum Thema Zeitarbeit und Werkverträge nun nach – das Veto der Bundeskanzlerin erforderte diesen Schritt. Auch Vertreter der Wirtschaft zeigten sich unzufrieden mit dem Gesetzentwurf. Doch bringen die Änderungen die gewünschten Verbesserungen? In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag entschied sich die Koalition trotz weiterer offener Fragen dazu, die Ressortabstimmung einzuleiten.

Thomas Rehder, Geschäftsführer des Personaldienstleisters iperdi Holding Nord GmbH, kritisiert den Entwurf weiterhin: „Frau Nahles schießt mit ihren Forderungen weit über das Ziel des Koalitionsvertrages hinaus. Sie vermengt Zeitarbeit mit Werkverträgen derart, dass die bereits stark regulierte Zeitarbeit noch weiter beschnitten wird. Eine Verteufelung der Branche ist realitätsfern. Zeitarbeit und Werkverträge dienen der Wirtschaft, um flexibel auf die Auftragslage zu reagieren. Das heißt, die Forderungen der Ministerin stehen der wirtschaftlichen Entwicklung Deutschlands im Weg. Missbrauch ist bereits jetzt nachzuweisen und entsprechend strafbar. Nötig sind keine weiteren Regulierungen, sondern Maßnahmen, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und den Arbeitsmarkt für Flüchtlinge zu öffnen.“

Quelle: iperdi

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Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: redaktion@mittelstand-nachrichten.de
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