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Freiwilligenarbeit ersetzt mangelnde Berufsberatung

Nur rund die Hälfte aller Oberschüler fühlt sich ausreichend über künftige berufliche Möglichkeiten informiert. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Studie des Allensbach-Instituts, für die Schüler zu ihren Berufszielen befragt wurden. Dabei kam heraus, dass Informationsangebote von Unternehmen, Hochschulen oder dem Arbeitsamt nur von einer Minderheit genutzt werden, teilt VoluNation, das Expertenportal für weltweite Freiwilligenarbeit, mit. 67% der Schüler gaben an, nicht zu wissen, ob die Berufsvorstellungen zu den eigenen Fähigkeiten passen.

Kinderprojekte in Indien Fotograf: VoluNation
Kinderprojekte in Indien
Fotograf: VoluNation

Auslandsaufenthalte gleichen Mängel in der schulischen Berufsvorbereitung aus. Heiner Häntze, Geschäftsführer von VoluNation, erklärt hierzu: „Zwei Drittel aller Jugendlichen und jungen Erwachsenen wissen nach einem Auslandsaufenthalt, welcher Beruf für sie in die engere Wahl kommt.“ Gerade Freiwilligenarbeit im Ausland eignet sich dazu, Klarheit über den künftigen Beruf zu erlangen. 26% aller Schülerinnen gaben in der Studie an, im sozialen Bereich oder als Lehrerin arbeiten zu wollen – in Entwicklungsländern gibt es für Freiwillige viele Einsatzmöglichkeiten an Schulen und in Kinderheimen.

Darüber hinaus verringern die im Ausland gemachten Erfahrungen die von vielen Schülern befürchtete Arbeitslosigkeit. Ein sicherer Arbeitsplatz wird von 71% der Schüler als besonders wichtig angesehen. Nach Angaben der Europäischen Kommission kann ein Studien- oder Arbeitsaufenthalt in einem anderen Land das Risiko um 50% senken, für einen längeren Zeitraum arbeitslos zu sein. Auch der Schritt in das Berufsleben fällt leichter, da die Mehrheit der Unternehmen Auslandserfahrung als wichtiges Einstellungskriterium ansieht.

Für die Studie des Allensbach-Instituts wurden im September 2014 über 500 Schüler der letzten drei Jahrgänge vor dem Abschluss an weiterführenden Schulen sowie rund 500 Eltern befragt. Die Ergebnisse wurden Ende November der Öffentlichkeit vorgestellt.

Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: [email protected]
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