Den Traum der Selbständigkeit träumen viele, doch nur ein Teil setzt die Wunschvorstellung schließlich auch in die Tat um. Zu groß ist der Respekt vor dem finanziellen Risiko. Was kann nicht alles schiefgehen? Die Lösung, die zugleich ein tragfähiges Konzept und Sicherheit verspricht, hat einen Namen: Franchise.

Viele Facetten muss die Gründerpersönlichkeit vereinen. Sie muss souverän und flexibel sein, gleichzeitig beständig und risikobereit. Kaufmännische Kenntnisse und Führungskompetenz zählen ebenso zu den Voraussetzungen der Selbständigkeit. All das ist eine große Herausforderung, genau darin kann der Reiz bestehen.

Unabhängig und eigenverantwortlich

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Wer gerne eigenverantwortlich arbeitet und dabei noch den Wunsch verspürt, sich von einem fremden Arbeitgeber unabhängig zu machen, der ist also grundsätzlich in der Selbständigkeit gut aufgehoben. Dennoch schrecken einige vor dem Schritt zurück, ihre Sicherheit vollends aufzugeben.

Franchise-Nehmer zu werden, kann in diesen Fällen ein guter Mittelweg sein. Franchise bedeutet, sich vertraglich an ein bestehendes Konzept zu binden. Dabei werden gegen eine Summe Nutzungsrechte verliehen. In der Regel verpflichtet sich der Franchise-Nehmer dazu, ein komplettes Konzept inklusive Corporate Design zu übernehmen.

Beide Seiten profitieren

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Dafür kann er von den Erfahrungen und dem Wissen des Franchise-Gebers profitieren. Seine unternehmerische Idee hat die Probezeit bereits überstanden, das Marketing steht, Analysen zur Standortwahl und Zielgruppe ebenfalls.

Meist gibt es bereits Werbemittel, die jeder neue Franchise-Nehmer für sein Franchise Unternehmen nutzen kann, sowie ein ausgearbeitetes Wording und regelmäßige Schulungen. Als Selbständiger bleiben trotz der vertraglichen Bindung dennoch genügend Freiheiten.

Zahlen zum Thema Franchise

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In Deutschland boomt der Franchise-Markt. Rund 100 Milliarden Euro wurden 2016 im Franchise umgesetzt. Überwiegend wurden Franchise-Nehmer im Dienstleistungssektor aktiv, hier waren es 39 Prozent. Im Handel verzeichnen die Statistiker 30 Prozent und in der Gastronomie-Branche 22 Prozent.
Die Investitionsmasse, mit der für den Aufbau eines eigenen Franchise-Unternehmens zu rechnen ist, liegt bei mehr als der Hälfte aller Fälle unter 50.000 Euro. Wer am Thema interessiert ist, sollte sich allerdings nicht blind ins Franchise-Vergnügen stürzen. In jedem Fall sollten vorab die wichtigen Kennzahlen geprüft werden.

Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: redaktion@mittelstand-nachrichten.de

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