Die Ausbildung zum Six Sigma Green Belt ist eine der anspruchsvollsten Weiterbildungen. Sie ermöglicht, in Unternehmen Verbesserungs-Projekte zu leiten und statistisch zu erfassen. Der Six Sigma Green Belt ist gleichzeitig Projektleiter, zumeist interdisziplinärer Projekte, aber auch Spezialist, durch den Einsatz von Statistik und Methoden. Six Sigma hat sich auf diese besondere Art der Weiterbildung spezialisiert.

Das voran gestellte ‘Lean’ zeigt, dass noch ein weiteres Thema hinzu kommt, nämlich der Lean-Ansatz. Mit dem Lean-Ansatz, versucht man die Dinge einfach zu machen, auf das Wesentliche zu reduzieren, selbsterklärend zu sein. So sollen Fehler vermieden und mit wenig Aufwand das Beste erreicht werden. Visuelles Management und Standardisierung sind bekannte Teile des Lean-Ansatzes.

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Der Lean Six Sigma Green Belt vereint also die Projektleitung von Verbesserungsprojekten, die statistische und methodische Begleitung des Projektes, sowie das Einbringen des Lean-Ansatzes. Mit dieser Ausbildung und der späteren Tätigkeit ist man Generalist, wie auch Spezialist und kommuniziert mit den verschiedensten Ebenen eines Unternehmens. Das ist spannend und man ist gefragt.

Es gibt tatsächlich kaum eine Aufgabe in einem Unternehmen, in der man derart frei agieren kann und immer wieder mit neuen Projekten und neuen Teammitgliedern dazulernen darf. Und bei all der Freiheit hat man das nötige Werkzeug an der Hand, um die Fortschritte dokumentieren zu können, bzw. den richtigen Weg zu finden.

Die Lean Six Sigma Green Belt Projekte kann man zumeist neben seiner normalen Tätigkeit machen, wenn man entsprechende zeitliche Kapazität zur Verfügung gestellt bekommt. Später kann man sich dann noch zum Black Belt fortbilden, dessen Projekte dann jedoch zumeist die volle Arbeitszeit benötigen. Als Lean Six Sigma Green Belt teilt man seine Arbeitszeit also meist in die bisherige Tätigkeit und die Lean Six Sigma Green Belt Projekte auf und hat somit einen sehr weites Tätigkeitsfeld mit viel Abwechslung und Leitungsaufgaben.

Ausbildung zum Lean Six Sigma Green Belt – Wie sieht die Ausbildung aus?

Zentral in der Ausbildung ist die DMAIC-Methode. Dies ist ein Kreis aus den Punkten
Define (Projektdefinition und Start)
Measure (die Messung und Bewertung des IST-Zustandes)
Analyze (dem Finden von Zusammenhängen)
Improve (dem Entwickeln des IST-Zustandes, hin zum SOLL-Zustand)
Control (der Darstellung der Ziel-Erreichung, also der Projektabschluss)

Gegebenenfalls wird dieser Kreis ab einem gewissen Punkt nochmals durchlaufen, um zum Endziel zu gelangen. Die entsprechenden Werkzeuge, um die einzelnen Punkte zu meistern, lernt man in der Ausbildung zum Lean Six Sigma Green Belt. Die Werkzeuge kommen aus dem Bereich Lean, Statistik und Projektmanagement. Sie sind manchmal eher praktisch ausgerichtet und manchmal benötigen sie tiefere Kenntnisse, so zum Beispiel bei den drei mittleren Punkten. Aber all dies lernt man in der Ausbildung.

Die Ausbidlung beinhaltet 10 Tage, verteilt über 3 Monate. Die 10 Tage bestehen aus 6 Präsenztagen und 4 Tage im Virtuellen Klassenzimmer. Die Ausbildung ist über 3 Monate verteilt, weil man dazwischen Zeit zum Lernen benötigt, bzw. sogar schon sein erstes Projekt leitet.

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Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: redaktion@mittelstand-nachrichten.de
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