Wer schön sein will, muss leiden. Dieser althergebrachte Spruch gewinnt im heutigen Zeitalter der Schnelligkeit und des Perfektionismus wieder an ganz neuer Bedeutung und Gewichtung. Denn die makellose Schönheit eines Menschen war wohl noch nie so wichtig, wie jetzt. Allerdings muss man dazu sagen, dass schon die alten Ägypter, insbesondere die Herrscherin Kleopatra, alles dafür taten und gaben, um der ewigen Schönheit zu frönen. Da wurde in Stutenmilch gebadet, die Haut mehrmals am Tag geölt und die Haare mit bestimmten Naturstoffen, wie Henna gestärkt und bearbeitet. Alles nur, um schön zu sein.

Heute wird der Schönheit schnell einmal mit dem Skalpell nachgeholfen und es werden hier und da lästige Unebenheiten korrigiert, die Lippen voller, die Brust größer, die Hüften schmaler gemacht und die Augenlider angehoben. Die Falten im Gesicht minimiert und das glatte, ebenmäßige Antlitz systematisch durch kleine Eingriffe und operative Hightecheingriffe kreiert und optimiert. Die Branche der plastischen Chirurgie boomt und es wächst ein gigantischer Wirtschaftszweig, der weltweit seinesgleichen sucht.

Leidenschaft und Sucht

Die Schönheitschiurgie Branche boomt

Foto: jill111 / pixabay.com

Dem Schönheitsideal entsprechen zu wollen, ist mit der häufigste Wunsch bei Frauen, die sich dafür unters Messer legen würden und teilweise auch machen. Denn Frauen tun dies statistisch weitaus häufiger und mutiger, als Männer. Zwar finden immer mehr Männern den Weg zum Schönheitschirurgen, doch den Frauen gehört nach wie vor dieses Metier. Man nimmt an, dass rund 86 Prozent der Menschen, die sich für solche OPs entscheiden, weiblichen Geschlechts sind. In der Regel verlangen Betroffene keine Wunder vom Operateur, doch eine deutliche Besserung und Annäherung ans Wunschideal, sollte schon drin sein. Die Branche wächst mit der Nachfrage. Denn aus der kleinen Leidenschaft, einmal schöner zu sein, als die Natur es gewollt hat und ihr durch kleine Korrekturen und Eingriffe ein Schnippchen schlagen zu können, wird insbesondere sogar bei jungen Frauen schnell eine Sucht nach Schönheit und Vollkommenheit. Wie auch immer sie aussehen mag.

Schönheit liegt im Auge des Betrachters und ist natürlich auch Ansichtssache und das dies eben von Mensch zu Mensch seht unterschiedlich angesehen und wahrgenommen wird, ist menschlich und auch eben natürlich. Für Chirurgen, die schon längst auf dem Weg ihrer Ausbildung und des Studiums zum Facharzt der Chirurgie befinden, bietet sich hier eine lukrative Zusatzausbildung und ein weiterer Zweig ihres medizinischen Fachwissens und Könnens als plastischer Chirurg schlussendlich zu erweitern. Denn das Gehalt eines plastischen Chirurgen kann sich im Vergleich zu einem Chirurgen mit eigener Praxis oder auch im Angestelltenverhältnis im Krankenhaus oder einer Fachklinik durchaus sehen lassen. Die Schönheitschirurgie ist eine der stark wachsenden Branchen unserer Zeit. Denn der Ruf nach ewiger Schönheit und lupenreiner Haut und Co. wird zunehmend lauter.

Frei nach dem Motto: Wer erfolgreich sein Leben im Griff haben will, muss schön sein und am besten makellos. Dieser Trend nach dem Makellosen setzt sich in vielen Berufen und Branchen immer stärker durch und so werden Schönheitsoperationen fast schon als normal und selbstverständlich angesehen. Für plastische Chirurgen ein wahrer Segen und für solche, die es werden wollen.

Die Branche boomt

Spätestens seit die künftige Königin spanische Königin Letizia im neuen und glatten Antlitz die Bühnen dieser Welt betritt, akzeptieren selbst konservative Staaten und Menschen Schönheitsoperationen als normale Begleiterscheinungen und Maßnahmen, um schön zu sein und vor allem auch zu bleiben. Letizia, die noch vor den OPs durch Zornesfalten und eingefallenen Wangen sehr hager und streng aussah. Hat nun durch das Korrigieren ihrer Nase, ein rundes Kinn und deutlich weniger Falten ein nahezu weiches Aussehen. Und das wollen nun das Gros der spanischen Frauen ihr gleichtun. In Film und Fernsehen und auf den Bühnen der Welt nichts Neues. Allen voran ist wohl der verstorbene Popgigant Michael Jackson Sinnbild von der Sucht des Schön seins und des Schönheitswahns. Die Schönheitsindustrie ist krisenfest, denn selbst Franchise-Unternehmen in dieser Branche wachsen derzeit wie Pilze aus dem Boden. Kliniken, die weltweit agieren und ein Rundumpaket für ihre Kunden anbieten, sind mittlerweile auch in Deutschen Großstädten vornehmlich gang und gäbe.

Die Umsätze durch Schönheitsoperationen liegen in Milliardenhöhe und der Trend zeigt deutlich auf, dass es noch ordentlich Luft nach oben gibt. Mehr zum Thema Für und Wider bei Schönheitsoperationen und dem Wahn nach Makellosigkeit findet man auch hier. Wer etwas auf sich hält, lässt halt in der Pause mal eben beim Doc die Zornesfalten im Gesicht mit Botox auffüllen, wo kämen wir auch hin, wenn man Kummer und Stress im Gesicht eines Menschen ablesen könnte.

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Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: redaktion@mittelstand-nachrichten.de
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