Gesundheit

Krankenhauszusatzversicherung: Was bringt sie?

Im Ernstfall möchte sich jeder Patient im Krankenhaus gut aufgehoben wissen. Als Kassenpatient gibt es nur eine Möglichkeit, in den Genuss der Leistungen eines Privatpatienten zu kommen. Gemeint ist die Krankenhauszusatzversicherung. Der nachfolgende Ratgeber befasst sich mit der Thematik, ob sich eine Zusatzversicherung für den Krankenhausaufenthalt lohnt und für welche Personengruppen diese zu empfehlen ist.

Der lohnende Leistungsvergleich

Der durchschnittliche Aufenthalt im Krankenhaus liegt bei acht Tagen. Gesetzlich Versicherte können auf ein gutes Leistungspaket zurückgreifen, das aber längst nicht den gewünschten Komfort enthält. Der Leistungsstandard ist darauf ausgelegt, dass jeder Patient sämtliche medizinischen sowie notwendigen Behandlungen erhält. Genau an diesem Punkt knüpft die private Krankenhauszusatzversicherung an. Für alle Leistungen, die über das Standardpaket der gesetzlichen Krankenversicherungen hinausgehen, gibt es eine Zusatzversicherung.

Wahlleistungen für mehr Komfort

Die zusätzlichen Leistungen, die ein Versicherter bei privaten Anbietern abschließen kann, um den Krankenhausaufenthalt komfortabler zu gestalten, werden Wahlleistungen genannt. Ein gesetzlich Versicherter kann diese Zusatzleistungen neben seiner Standardversicherung bei einer privaten Krankenkasse abschließen. Der zusätzliche Versicherungsschutz muss allerdings vom Versicherten komplett selbst getragen werden. Die privaten Versicherungen stellen dem Kassenpatienten unter der Rubrik der Wahlleistungen folgende Versicherungsbausteine zur optionalen Buchung bereit:

  • Medizinischer Leistungsbaustein: Diese Wahlleistung beinhaltet im Gegensatz zu den gesetzlichen Standardleistungen auch medizinische Anwendungen und Verfahren, die als nicht notwendig eingestuft worden sind. So können beispielsweise Operationen für chirurgische Eingriffe, die allein der Kosmetik dienen, mit abgedeckt sein.
  • Ärztlicher Leistungsbaustein: Diese Wahlleistung beinhaltet, dass der Versicherte sich mit seinen gesundheitlichen Anliegen im Krankenhaus an einen Spezialisten wenden kann. Oftmals findet sich in diesem Zusammenhang der Begriff „Chefarztbehandlung“ wieder.
  • Leistungsbaustein für die Unterbringung im Krankenhaus: Diese Wahlleistung beinhaltet in der Regel die Unterbringung in einem Einbettzimmer. Optional ist mit diesem Versicherungsbaustein eine Unterbringung in einem Zweibettzimmer möglich.

Krankenhauszusatzversicherung nach Maß

Bild: © photobyphotoboy, stock.adobe.com

Mit einer Krankenhauszusatzversicherung entscheiden sich die Versicherten für eine Leistung, die genau auf ihre Bedürfnisse abgestimmt ist. Die Privatversicherer bieten ihren Kunden an, ihren Versicherungsschutz individuell in Form von Modulbausteinen festzulegen. Dies hat den Vorteil, dass der Versicherte nur für die gewünschten sowie vertraglich vereinbarten Leistungen zahlt.

Die privaten Versicherungen bieten ihre Leistungen zu unterschiedlichen Tarifen an. Versicherte können bei der Vielfalt schnell den Überblick verlieren. In erster Linie sollten die wichtigsten Optionen in Betracht gezogen werden. Dazu zählt vor allem das Einstiegsalter. Der Abschluss einer Krankenhauszusatzversicherung ist am günstigen, wenn dieser bereits in jungen Jahren vorgenommen wird. Je älter der Versicherte ist, desto teurer wird der Tarif. Vor allem für Personen bis 38 Jahre ist zum Beispiel die Flex-Option von Ottonova sehr interessant, da dadurch der Monatsbeitrag für die Krankenhauszusatzversicherung merklich günstiger wird.

Zu einer Erhöhung der Tarife führt auch die Wahl, eine mögliche Behandlung in einer Privatklinik vornehmen zu lassen. Um den monatlichen Beitrag so günstig wie möglich zu halten, sollten Versicherte abwägen, ob ein Einbettzimmer unbedingt erforderlich ist. Die Option „Zweibettzimmer“ sorgt für eine deutliche Reduzierung des Tarifs. Die Krankenhauszusatzversicherung sollte immer auch Krankheitsfälle abdecken, die als schwierig zu bezeichnen sind.

Es ist zusätzlich darauf zu achten, ob der Tarif Altersrückstellungen beinhaltet. Eine Zusatzversicherung mit dieser Option ist zwar teurer, sorgt aber für gleichmäßige Beiträge. Ohne Altersrückstellungen ist der Tarif deutlich in der unteren Preiskategorie angesiedelt, erhöht sich aber mit den Jahren. Eine Krankenhauszusatzversicherung sollte immer dann abgeschlossen werden, wenn der Standard nicht genug ist. Die privaten Versicherungen bieten ihrer Klientel eine große Auswahl an Optionen und ein hohes Maß an Flexibilität an.

Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: [email protected]
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