London – Mehr als die Hälfte der Deutschen (58,4 Prozent) hat schon einmal Geld ins Ausland überwiesen, ein Fünftel (19,5 Prozent) sogar in ein Nicht-Euro-Land. Das ergab eine repräsentative Umfrage von TransferWise, dem Online-Anbieter für faire und transparente Auslandsüberweisungen, die das Marktforschungsunternehmen Innofact unter 1023 Deutschen durchgeführt hat. Vor allem Jüngere überweisen Geld in andere Länder: So haben 61,6 Prozent der 18- bis 39-Jährigen schon einmal ins Ausland überwiesen, wobei die 30- bis 39-Jährigen mit 66,0 Prozent am aktivsten sind. 22,6 Prozent der unter 40-Jährigen haben ins Nicht-Euro-Ausland überwiesen.

Quelle: HotDot Communications GmbH

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Weit verbreitete Unklarheit über tatsächliche Kosten von Überweisungen

Wer schon einmal Geld ins Ausland überwiesen hat, ist meist wenig zufrieden mit den Überweisungsgebühren: Gut die Hälfte (51,3 Prozent) findet sie zu hoch, mehr als jeder Vierte (29,6 Prozent) sogar viel zu hoch. Gerade die am aktivsten überweisende Altersgruppe (30-39 Jahre) empfindet die Gebühren als überhöht (62,5 Prozent). Ein weiterer Kritikpunkt: Mehr als die Hälfte der Befragten, die über Erfahrungen mit Auslandsüberweisungen verfügen (57,3 Prozent), fühlt sich nicht gut informiert und empfindet die Gebühren als unverständlich und unklar. Auch hier erweisen sich die 30- bis 39-Jährigen als besonders kritisch (62,5 Prozent). Das Ergebnis: Jeder Dritte (32,3 Prozent) weiß nicht, welche Gebühren für Auslandsüberweisungen anfallen. Gerade einmal 12,9 Prozent denken, dass die meisten Empfängerbanken eine Gebühr erheben und immerhin 8,2 Prozent glauben, es gäbe gar keine Gebühren.

Auch bei der Höhe der Gebühren besteht bei den Befragten, die bereits ins Ausland überwiesen haben, weitgehend Unklarheit. So rechnen 33,9 Prozent damit, höchstens fünf Euro zu zahlen, wenn sie einen Betrag von 1.000 Euro an ein Konto außerhalb der Eurozone überweisen. Knapp zwei Drittel (64,5 Prozent) erwarten keine höheren Kosten als zehn Euro. Auf die Frage,welche Gebühren sie für angemessen halten, plädieren 16,2 Prozent für kostenlose Überweisungen. 90,2 Prozent wollen nicht mehr als 10 Euro zahlen.

Preisvergleich: Hohe Kosten und starke Preisunterschiede bei Banken und anderen Anbietern

Wie weit diese Ergebnisse von der Realität entfernt sind, zeigt ein Preisvergleich, den TransferWise in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsunternehmen TNS durchgeführt hat. Dieser zeigt: Die durchschnittlichen Gesamtkosten für eine Überweisung von 1.000 Euro in die USA (Gebühren und Aufschlag auf den Wechselkurs) betragen bei führenden deutschen Banken und Geldtransferunternehmen 31,48 Euro. In die Türkei sind es 26,89 Euro; nach Großbritannien 27,33 Euro, nach Polen sogar 41,97 Euro. Am “günstigsten” ist noch Australien mit 25,49 Euro.

Dabei gibt es große Unterschiede zwischen den einzelnen Anbietern: So berechnet die Deutsche Bank 17,42 Euro für eine Überweisung von 1.000 Euro in die USA (zu denen noch die Gebühren der Empfängerbank hinzukommen), die Commerzbank 13,00 Euro, die Postbank 5,91 Euro. Am teuersten ist der Geldtransferanbieter Western Union: Hier kostet die Überweisung 39,89 Euro. Noch größer sind die Unterschiede bei Überweisungen nach Großbritannien: Hier liegen die Kosten der deutschen Banken zwischen 20,00 Euro (Commerzbank) und 2,30 Euro (Postbank). Western Union liegt mit 44,72 Euro an der Spitze.

Dagegen betragen die Kosten bei TransferWise für eine Überweisung von 1.000 Euro in die USA oder nach Großbritannien jeweils 4,98 Euro. Damit sind Überweisungen in die USA im Durchschnitt etwa sechsmal, nach Großbritannien fünfmal günstiger als der Durchschnitt von Banken und anderen Transferunternehmen (Basis: Überweisungen von 1.000 Euro). TransferWise nutzt den echten Devisenmittelkurs und erhebt lediglich eine transparente Servicegebühr, die vor der Überweisung deutlich dargestellt wird.

„Überweisungen ins Ausland sind heute für viele Menschen gang und gäbe. Umso bedenklicher ist es, wie schlecht sich die Menschen darüber informiert fühlen, wie viel Geld sie bei Geldtransfers mit herkömmlichen Banken und Geldtransfer-Anbietern draufzahlen,” sagt Nilan Peiris, VP Growth bei TransferWise. „TransferWise hat es sich zur Aufgabe gemacht, Überweisungen weltweit nicht nur günstiger zu machen, sondern vor allem auch transparent und einfach. Wer sein Geld transferiert, soll wissen, was er wofür zahlt.”

Quelle: HotDot Communications GmbH

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Veröffentlicht von:

Despina Tagkalidou
Despina Tagkalidou
Despina Tagkalidou ist Mitglied in der MiNa-Redaktion und schreibt über Wirtschaftsverbände, Macher im Mittelstand, Produkte + Dienstleistungen, Digitale Wirtschaft und Familienunternehmer.
Mail: redaktion@mittelstand-nachrichten.de
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