Nürnberg – Autofahrer mussten im Juni so tief in die Tasche greifen wie noch nie in diesem Jahr. Die monatlichen Durchschnittspreise sind im Vormonat erneut gestiegen – und waren laut Verbraucherinformationsportal clever-tanken.de mit rund 1,54 Euro für E10 zwei Cent teurer als im Mai und zugleich so teuer wie seit neun Monaten nicht. Durch die anstehenden Sommerferien könnte es noch teurer werden. „Während die Preise für Diesel regelmäßig schwanken, sind sie für E10 seit Jahresbeginn kontinuierlich angestiegen“, sagt Steffen Bock, Geschäftsführer von clever-tanken.de. „Autofahrer mussten im Juni für vier Mal Auftanken á 60 Liter E10 im Schnitt rund 370 Euro zahlen – und damit gut zwölf Euro mehr als im ersten Monat des Jahres. Auch der durchschnittliche Literpreis für Diesel ist im Juni gegenüber dem Vormonat um knapp einen Cent auf 1,37 Euro gestiegen. Der Preisunterschied zwischen beiden Sorten ist mittlerweile wieder auf mehr als 17 Cent angewachsen.

Quelle: scrivo PublicRelations

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Wie zu erwarten, sind die Benzinpreise pünktlich zum Pfingstwochenende gestiegen. Allerdings: Nach den Feiertagen haben sie noch einmal besonders an Fahrt aufgenommen – und sind bis zum Ende des Monats kontinuierlich weiter geklettert.

Unter den 20 größten deutschen Städten belegte Bremen mit rund 1,52 Euro pro Liter E10 den ersten Platz im Preis-Ranking der günstigsten Städte. Nach dem zweiten Platz in beiden Vormonaten schaffte Bremen damit erstmals seit Juli 2013 den Sprung an die Spitze. Vier Mal Auftanken á 60 Liter kostete hier nur 365 Euro. Essen folgte auf Platz zwei der günstigsten Städte – und gehört damit zum sechsten Mal in Folge zu den Top drei. Vom ersten auf den dritten Platz hingegen rutschte Dortmund. Die Preisunterschiede zeigten sich bei den drei günstigsten Städten erst ab der dritten Stelle nach dem Komma. Zudem reihten sich Bremen, Essen und Dortmund auch bei den Dieselpreisen auf die Plätze eins bis drei ein.

Mit durchschnittlich 1,56 Euro für den Liter E10 war Leipzig die teuerste Tankstadt im Juni. Vier Mal Auftanken á 60 Liter kostete hier etwa acht Euro mehr als in Bremen. Auf den zweiten Platz der teuersten Städte reihte sich wiederholt Frankfurt am Main ein. Köln rutschte von Platz eins auf Platz drei. Auch bei diesen drei Städten zeigten sich die Unterschiede erst ab der dritten Nachkommastelle.

Zu den teuersten Tanktagen gehörte im bundesweiten Durchschnitt für E10 (rund 1,56 Euro) und Diesel (rund 1,38 Euro) das letzte Juni-Wochenende. Am günstigsten tankten Autofahrer am Freitag vor Pfingsten (1,51 Euro für E10, 1,34 Euro für Diesel).

Steffen Bock: „Die Preisspirale hat ihren Höhepunkt sicher noch nicht erreicht. Autofahrer sollten die Preise im aktuellen Monat besonders im Auge behalten. Denn in allen 16 Bundesländern starten im Juli zeitversetzt die Sommerferien. Dies wird sich an den Zapfsäulen bemerkbar machen. Besonders wer längere Autofahrten plant, kann durch regelmäßige Preisvergleiche entlang der Route viel Geld sparen.“ Über die App von clever-tanken.de lässt sich eine Straßenkarte abrufen, die die Nutzer während der Fahrt mit aktuellen Kraftstoffpreisen in der Umgebung versorgt. Der Suchradius kann auf bis zu 25 Kilometer eingestellt werden. Zudem kann bei Reisen vorab bereits die geplante Fahrtstrecke nach günstigen Tankstellen abgesucht werden. Auf lange Umwege sollten Autofahrer allerdings verzichten, da diese die Einsparungen schnell schmälern können.

Dass die App von clever-tanken.de den Geldbeutel schützt, hat auch die Zeitschrift Capital erkannt. In seiner aktuellen Ausgabe 6/2014 nominiert das Magazin „Die besten Apps fürs Auto“ und nennt die von clever-tanken.de als „Beste App bei leerem Tank“.

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Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: redaktion@mittelstand-nachrichten.de
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