Finanzen

München hat die höchsten Mieten

Die Preise für Wohnungsmieten in Deutschland variieren extrem. Und wer bisher der Meinung war die Mieten ziehen ständig an, muss sich eines besseren belehren lassen. In Immerhin 17 deutschen Großstädten – meist in strukturschwachen Regionen – sanken die Mieten teils deutlich.

 

Das Internetportal Immowelt.de ermittelte die Mietpreis-Entwicklung in deutschen Großstädten. Für 2009 kam das Unternehmen zu dem Ergebnis, dass sich in 35 von 81 deutschen Großstädten die Mietpreise verteuerten. Wobei die Steigerungen teils moderat ausfallen, in bestimmten Orten jedoch müssen Mieter deutlich tiefer in die Tasche greifen.

 

Kiel mit einem Plus von 22 Prozent dominiert die Liste für Mietpreissteigerungen, gefolgt von Lübeck mit 19 Prozent. Aber auch in Würzburg, Ulm, Hamburg, und Nürnberg stiegen die Mietpreise für Wohnungen um mehr als zehn Prozent. Neun Prozent Aufschlag verzeichnet München, der mittlere Quadratmeterpreis beträgt dort nunmehr 12,60 Euro, was bundesweit den Spitzenwert darstellt. Eine gestiegene Quadratmeteranzahl pro Einwohner und mehr Single-Haushalte sind hauptsächlich die Gründe für die gestiegenen Preise.

 

Fallende und steigende Mietpreise in Deutschland halten sich dabei keineswegs die Waage. Denn lediglich in 17 Großstädten profitieren Mieter von rückläufigen Preisen. Vor allem in der Mitte Deutschlands, beispielsweise in Bielefeld (minus 16 Prozent), Paderborn (minus elf Prozent) und Siegen (minus acht Prozent) zeigt sich in punkto Mietpreis-Entwicklung ein Abwärtstrend. Wirtschaftliche Probleme in diesen strukturschwachen Regionen ziehen eine sinkende Einwohnerzahl nach sich.

 

Die Bilanz für die verbleibenden 29 Großstädte: stagnierende Mietpreise (plus/minus 2 Prozent). So zahlen die Aachener (null Prozent), Bremer (null Prozent), Leipziger (ein Prozent) und Regensburger (ein Prozent) kaum mehr Wohnungsmiete als vor drei Jahren. Die Stadt mit den absolut niedrigsten mittleren Mietpreisen soll auch noch erwähnt werden. Billig mietet man in Bremerhaven für je 4,50 Euro den Quadratmeter.

 

Stark angestiegen oder zu Gunsten der Mieter gefallen? Die Mietpreise für Wohnungen haben sich während der vergangenen Jahre in vielen deutschen Großstädten verändert. Das Mietbarometer von Immowelt.de, eine statistische Drei-Jahres-Auswertung über alle 81 deutschen Großstädte, zeigt, wo sich die Wohnungsmieten verteuerten und wo Mieter von sinkenden Preisen profitieren.

Veröffentlicht von:

Sven Oliver Rüsche
Sven Oliver Rüsche
Sven Oliver Rüsche ist Gründer der Mittelstand-Nachrichten und schreibt über Wirtschaftsverbände, Macher im Mittelstand, Produkte + Dienstleistungen, Digitale Wirtschaft und Familienunternehmer. Er ist als Journalist Mitglied im DPV Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V. / Mitgliedsnummer: DE-537932-001 / Int. Press-Card: 613159-537932-002. Er ist unter [email protected] in der Redaktion erreichbar.
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