Sparmaßnahmen sind in der Berufswelt ein ständiges Thema. Um in Ihrer Firma Ausgaben zu reduzieren, reichen oft schon kleine Veränderungen. Bei diesen fünf Kostenfaktoren können Unternehmer ohne großen Aufwand bares Geld sparen.

Weniger Büromaterial verbrauchen

Foto: Bildarchiv ARKM

Ein oft unterschätzter Ausgabenpunkt ist genutztes Büromaterial wie Druckerpapier, Notizzettel oder Ringbuchordner. Archivieren Sie Ihre Unterlagen wenn möglich digital und verzichten Sie auf das Ausdrucken von E-Mails. Auch Rechnungen werden immer häufiger elektronisch versandt. Setzen Sie auf nachhaltiges Recyclingpapier. Fehlerhafte oder alte Drucksachen können als Schmierzettel genutzt werden, sofern sie keine sensiblen Daten enthalten. Diese Maßnahmen schonen nicht nur den Geldbeutel, sondern auch die Umwelt. Nutzen Sie für Präsentationen ein Whiteboard anstelle eines Flipcharts. Das Whiteboard lässt sich immer wieder neu beschreiben und ist auch in tragbaren Größen verfügbar. Bei Großbestellungen von Büromaterial bieten viele Händler zusätzlichen Rabatt an. Ein Preisvergleich lohnt sich also.

Kostenlose Softwarelösungen

In kleinen und mittelständischen Unternehmen sind teure Lizenzprogramme nicht immer erforderlich. Eine kompetente Office-Lösung gibt es ebenfalls als kostenlose Alternative. Gängige Dateiformate zur Textverarbeitung oder Tabellenkalkulation lassen sich auch mit diesen Programmen öffnen. CAD-Software sowie Programme zur Grafik- und Videobearbeitung sind ebenfalls kostenfrei erhältlich. Dadurch können vor allem Jungunternehmer wertvolles Kapital sparen und sich in der Geschäftswelt etablieren, ehe sie sich für ein Lizenzprogramm entscheiden.

Stromverbrauch reduzieren

Alte technische Geräte sind wahre Stromfresser und treiben dadurch unnötig die Kosten in die Höhe. Energiesparende Computer, Drucker und Telefone amortisieren sich schon nach kurzer Zeit. Auch ein Firmenkühlschrank sollte alle sieben Jahre erneuert werden. Schalten Sie in ungenutzten Räumen das Licht aus und setzen Sie auf langlebige LED-Beleuchtung. Fahren Sie während der Mittagspause den PC herunter, statt ihn in Stand-by zu versetzen. Zeitschaltuhren für Steckdosen sind nicht teuer und sorgen dafür, dass nach Feierabend keine unnötigen Geräte mehr laufen.

Nebenkosten überprüfen

Nehmen Sie Ihre Neben- und Betriebskosten genau unter die Lupe. Bei der jährlichen Betriebskostenabrechnung treten häufig Fehler auf. Dadurch zahlen Mieter im Schnitt 200 Euro zu viel. Zudem ist ein Großteil der Betriebskosten auch für Unternehmer steuerlich absetzbar. Die Abrechnung gibt ebenfalls Aufschluss darüber, ob Heizen und Lüften in Ihrem Betrieb verbesserungswürdig sind. Kurzes Stoßlüften bei ausgeschalteter Heizung ist effektiver als dauerhafte Kippstellung. Im Winter ist eine konstant gehaltene Raumtemperatur zwischen 19 und 21 Grad preiswerter, als die Heizung nach Feierabend auszuschalten.

Leasen statt kaufen

Leasing schont die Liquidität und wird dadurch im Mittelstand immer beliebter. Ob Firmenwagen, Büroeinrichtung oder sogar Immobilien: Nahezu alles lässt sich heutzutage leasen. Statt eines hohen Kaufbetrags sind monatliche Raten fällig. Technischer Support ist bei vielen Geräten inbegriffen. Nach dem Ende des Leasingvertrags können Sie auf ein neueres Modell umsteigen oder das geleaste Objekt zum Restwert ankaufen. Leasingraten gelten zudem als bilanzneutral und lassen sich in den meisten Fällen vollständig von der Steuer absetzen.

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Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: redaktion@mittelstand-nachrichten.de
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