Hannover – Auf der Hannover Messe hat Gajendra Singh Khimsar, Industrieminister Rajasthans, seinen Staat vor Bundeskanzlerin Merkel, Premierminister Modi und namhaften deutsche Unternehmen wie Volkswagen, Deutsche Bank und Dr. Oetker als aufstrebenden Wirtschaftsstandort präsentiert. Im Rahmen der diesjährigen indischen Partnerschaft der Industriemesse war auch der größte Bundesstaat des Landes mit einer hochrangigen Delegation nach Deutschland gereist, um sich mit Investoren aus aller Welt auszutauschen und die optimalen Rahmenbedingungen des Investitionsstandorts Rajasthan zu erläutern.

Quellenangabe: "obs/Bureau of Investment Promotion Rajasthan/Photovision Daniel Hermann"

Quellenangabe: “obs/Bureau of Investment Promotion Rajasthan/Photovision Daniel Hermann”

Zu Beginn der Messe traf Minister Singh Khimsar Bundeskanzlerin Merkel und ihren indischen Amtskollegen Narendra Modi, die während der Eröffnung am 13. April den Rajasthan-Stand besuchten. Im Verlauf der Messe folgten außerdem Treffen mit Vertretern des bayerischen Wirtschaftsministeriums sowie dem niedersächsischen Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD), mit denen Singh Khimsar über eine Vertiefung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Rajasthan und den deutschen Bundesländern sprach. Die Delegation um Minister Singh Khimsar empfing ebenfalls zahlreiche hochrangige Unternehmensvertreter von Volkswagen, Deutsche Bank, Deutsche Messe, Dr. Oetker und der Unternehmervereinigung Baden-Württemberg International bei einem Investorenseminar sowie in persönlichen Gesprächen am Messestand.

Rajasthan: Spezielle Investitionsförderung für deutsche Unternehmen

“Es gibt bereits eine sehr erfolgreiche Industriezone für japanische Unternehmen in Neemrana, eine zweite wird bald in Ghiloth folgen. Ein solcher Industriepark wäre auch für deutsche Unternehmen möglich, um den spezifischen Bedürfnissen und Anforderungen deutscher Firmen gerecht zu werden und die nötigen Rahmenbedingungen für ertragreiche Investitionen zu schaffen”, erklärte Industrieminister Singh Khimsar während seiner Rede vor den Investoren. Vor allem Unternehmen aus den Branchen Automobilwirtschaft, Maschinenbau, Elektronik sowie Solarenergie und andere erneuerbare Energien finden in Rajasthan besonders günstige Investitionsbedingungen vor.

Der vormals eher ländlich geprägte Staat in Nordwesten des Landes, der vor allem durch seine Maharadscha-Paläste bekannt ist, entwickelt sich dank konkreter staatlicher Maßnahmen zu einem gefragten Standort für ausländische Investitionen.

Unter der Führung von Industrieminister Singh Khimsar hat Rajasthan im Rahmen der nationalen Initiative “Make in India” ein ambitioniertes Investitionsförderungsprogramm ins Leben gerufen. Um Investitionen aus dem Ausland zu erleichtern, werden bürokratische Hürden abgebaut. Ergänzend bietet das Förderungsprogramm finanzielle Anreize für ausländische Firmen, insbesondere für Unternehmen aus der Solarbranche. Dank seiner geografischen Lage zwischen den beiden Metropolen Delhi und Mumbai wird der Staat auch von dem groß angelegten “Delhi-Mumbai Industrial Corridor (DMIC)” profitieren. Von dessen Fläche wird rund 40 Prozent auf Rajasthan entfallen.

Die ambitionierten Pläne des Staates gipfeln in einem globalen Investitionskongress, dem “Resurgent Rajasthan Partnership Summit”, zu dem sich am 19. und 20. November 2015 führende Investoren aus Deutschland und der ganzen Welt in der Hauptstadt Jaipur einfinden werden.

Quelle: ots

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Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: redaktion@mittelstand-nachrichten.de
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