April 2018, Berlin. Papierlos, einfach und sicher: Mit neuen Technologien für den digitalen Datentransfer wollen Banken in Zukunft ihren konservativen Ruf loswerden und gleichzeitig den Kundenservice mit innovativen Dienstleistungen verbessern. Aber Digitalisierung alleine reicht nicht aus. Banken müssen jetzt die Vision der harmonisierten Steuerung sämtlicher Applikationen und Daten entwickeln: ein Portal für alle Banking-Services. Was in anderen Branchen bereits Gang und Gebe ist, steckt bei den Finanzinstituten allerdings noch in den Kinderschuhen.

Die heutige Zeit ist geprägt von schnelllebigen Technologien und regulatorischen Anforderungen, die sich ständig verändern: Eine große Herausforderung für Banken, hier stets am Puls der Zeit – und im Idealfall sogar einen Schritt voraus – zu sein. In einer Branche, in der schnelle Reaktionszeiten und beschleunigte Kreditzusagen notwendige Kriterien für die Wettbewerbsfähigkeit sind, wird der digitale und ortsungebundene Austausch zwischen Kreditnehmern und Finanzinstitut zu einem wettbewerbsentscheidenden Mehrwert. Bankkunden wollen allerdings nicht zwischen zahlreichen Apps mit unterschiedlichen Zugangsdaten hin- und herspringen müssen. Sie wollen Funktionalität einfach und schnell: wie bei ihrem Smart-TV, ihren Social Media-Kanälen oder ihrem Lieblings-Reiseportal. Alles mit einem Klick, alle Accounts harmonisiert, in perfekter Choreographie aufeinander abgestimmt.

Quelle: pixabay.com/Gerd Altmann

Das heißt: Digitalisierung ist nur der erste Schritt. Der zweite heißt Harmonisierung und Steuerung. In diesem Bereich ist ein echter Paradigmenwechsel gefordert. Banken müssen die Vision entwickeln, die ihre Kunden schon lange haben und die in vielen anderen Branchen bereits zur fest etablierten Realität geworden ist: Ein Banking-Portal als B2C-Kommunikationsmedium für alle Services. Abrufbar auf SmartPhone, Notebook, Tablett, Smart-TV. Im flexiblen Responsive-Design, gleichsam einfach und sicher, umfassend und transparent. Damit das gelingt, müssen die digitalen Anwendungen jetzt im Hinblick auf Harmonisierbarkeit und Skalierbarkeit entwickelt werden: Das IT-Rad darf nicht neu erfunden werden, sondern standardisierte, etablierte Puzzleteile so zusammengefügt, dass sich weitere Applikationen problemlos zufügen lassen.

Das Berliner Technologieunternehmen PRO-DIRECT-FINANCE arbeitet gemeinsam mit seinen Kunden, unter anderem der PSD-Bank Nürnberg oder der GLS Bank, bereits seit über einem Jahr an der Realisierung dieser Vision unter dem Arbeitstitel „Das Portal“. Der erste Schritt ist die Einführung eines elektronischen Dokumentenverkehrs zwischen Bank und Kunde im Bereich der Baufinanzierung. Bisher verlief dieser in der Regel noch unverschlüsselt per Mail oder per Post, mit langen Bearbeitungs- und Versandzeiten – ein echtes Glücksspiel, denn oft geht es in dem Austausch um persönliche Informationen, die streng vertraulich behandelt werden müssen. Das hat sich nun mit neuen Technologien für den Daten- und Dokumententransfer geändert.

Um der langfristigen Vision einer einzigen Plattform gerecht zu werden, erfolgte die Umsetzung des „Portals“ durch Microservices unter Verwendung von Spring Boot. Das ermöglicht einen hohen Individualisierungsgrad der Anwendungen sowie ein unabhängiges Testen und somit eine insgesamt schnellere Entwicklungszeit. Dank der Verwendung von REST-APIs bietet das Portal allgemeingültige Schnittstellen, die http-, json- und xml-Anfragen verarbeiten können. Auch backend- wie frontendseitig hat PRO-DIRECT-FINANCE für die Umsetzung ausschließlich Technologien verwendet, die bereits etabliert und einfach zu erweitern sind: Spring STACK, Bootstrap, SSL-Zertifikate und einfaches HTML sowie CSS.

Das „Portal“ wird Finanzinstituten im ersten Schritt als digitale, datenschutzkonforme und rechtssichere Grundlage für eine effiziente und persönliche Kundenbetreuung dienen. Es bündelt und steuert die Kommunikation zwischen Berater und Kunden und hält die Informationen in einem geschützten Bereich fest. Der Nutzer kann alle Informationen oder Dokumente, die für Bankprodukte oder Prüfungen notwendig sind, unkompliziert und trotzdem sicher direkt in das „Portal“ schieben. Er greift selbst auf unterschiedliche Inhalte, wie Informationen zu Gesprächsinhalten, Nachrichten, Dokumenten, wie zum Beispiel Vertragsunterlagen, zu. Die gesamte Finanzierung kann in beide Kommunikationsrichtungen über das „Portal“ digital abgewickelt werden. Mit dem „Portal“ beweist das Berliner IT-Unternehmen, dass der digitale Daten- und Dokumententransfer kein Hexenwerk mehr ist, sondern individuell und skalierbar für jedes Banksystem umgesetzt werden kann.

Weitere Informationen unter www.pro-direct-finance.de

Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: redaktion@mittelstand-nachrichten.de

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