Finanzen

Dax startet schwächer: Fed-Protokoll und hohe Ölpreise belasten Aktienmarkt

Der Dax ist am Donnerstagmorgen schwach in den Handelstag gestartet. Gegen 9:45 Uhr wurde der Leitindex mit rund 24.893 Punkten berechnet, 0,8 Prozent unter dem Schlussniveau vom Vortag.

Fed-Protokoll und hohe Ölpreise belasten Aktienmarkt

„Die Anleger nehmen weiter Gewinne am Aktienmarkt mit, nachdem das Sitzungsprotokoll der US-Notenbank die Sorgen vor einer weiterhin restriktiven Geldpolitik verstärkt hat. Die Fed nimmt die Inflationsrisiken offenbar ernster als von manchen Investoren erhofft. Selbst die starke Nachfrage bei der jüngsten Auktion von US-Staatsanleihen konnte den Renditeanstieg nur kurzfristig bremsen“, sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets.

Auch die bislang robuste Technologie-Rally verliere an Dynamik. „Selbst die starken Quartalszahlen von Samsung Electronics konnten keine Anschlusskäufe bei Halbleiteraktien auslösen. Stattdessen nutzten Anleger die guten Nachrichten für Gewinnmitnahmen. Wenn selbst überzeugende Unternehmenszahlen nicht mehr für steigende Kurse sorgen, ist das ein Warnsignal für die gesamte Aktienrally“, so der Marktanalyst weiter.

ARKM.marketing
     


„Gleichzeitig bleiben der Krieg im Iran und die hohen Energiepreise zentrale Belastungsfaktoren. Sie schüren die Inflation, erhöhen den Druck auf die Notenbanken und treiben die Finanzierungskosten nach oben. Damit verschiebt sich zunehmend das Kräfteverhältnis zwischen Aktien und Anleihen. Je attraktiver die Renditen am Anleihemarkt werden, desto stärker müssen Aktien ihre hohen Bewertungen rechtfertigen“, so Lipkow.

„Die Börsen verlieren damit gleich an mehreren Stellen ihren bisherigen Rückenwind. Solange weder bei den Energiepreisen noch bei den Anleiherenditen Entspannung eintritt, dürfte die Bereitschaft zu größeren Aktienkäufen begrenzt bleiben“, so der Marktanalyst.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Donnerstagmorgen etwas schwächer: Ein Euro kostete 1,1192 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8935 Euro zu haben.

Der Goldpreis konnte profitieren, am Morgen wurden für eine Feinunze 4.120 US-Dollar gezahlt (+0,2 Prozent). Das entspricht einem Preis von 118,36 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis stieg unterdessen stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Donnerstagmorgen gegen 9 Uhr deutscher Zeit 103,80 US-Dollar, das waren 3,6 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Foto: Frankfurter Börse / Bild: via dts Nachrichtenagentur

Zeige mehr
     


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Ich willige ein, dass meine Angaben aus diesem Kontaktformular gemäß Ihrer Datenschutzerklärung erfasst und verarbeitet werden. Bitte beachten: Die erteilte Einwilligung kann jederzeit für die Zukunft per E-Mail an datenschutz@sor.de (Datenschutzbeauftragter) widerrufen werden. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"
Schließen

Werbeblocker erkannt!

Werbeblocker erscheinen auf den ersten Blick praktisch, weil sie störende Anzeigen ausblenden. Doch viele Internetseiten finanzieren sich ausschließlich durch Werbung – das ist oft die einzige Möglichkeit, die Kosten für Redaktion, Technik und Personal zu decken. Wenn Nutzer einen Werbeblocker aktivieren, entziehen sie der Seite diese wichtige Einnahmequelle. Die Folge: Verlage und Webseitenbetreiber verlieren  Einnahmen, die oft sogar die Gehälter ganzer Teams oder Redaktionen gefährden. Ohne Werbeeinnahmen fehlen die Mittel, um hochwertige Inhalte kostenlos anzubieten. Das betrifft nicht nur große Medienhäuser, sondern auch kleine Blogs, Nischenportale und lokale Nachrichtenseiten, für die der Ausfall durch Werbeblocker existenzbedrohend sein kann. Wer regelmäßig eine werbefinanzierte Seite nutzt, sollte sich bewusst machen, dass der Betrieb und die Pflege dieser Angebote Geld kosten – genau wie bei einer Zeitung oder Zeitschrift, für die man selbstverständlich bezahlt. Werbeblocker sind daher unfair, weil sie die Gegenfinanzierung der Verlagskosten und Personalgehälter untergraben, während die Inhalte weiterhin kostenlos genutzt werden. Wer den Fortbestand unabhängiger, kostenloser Online-Inhalte sichern möchte, sollte deshalb auf den Einsatz von Werbeblockern verzichten oder zumindest Ausnahmen für seine Lieblingsseiten machen. Wenn Sie unsere Seite weiterhin lesen möchten, dann seien Sie fair! Danke.