Lübeck – Noch nie war es so günstig, ein Eigenheim zu finanzieren

Stephan Gawarecki, Vorstandssprecher der Dr. Klein & Co. AG, berichtet über aktuelle Trends in der Baufinanzierung und kommentiert die Ergebnisse des Dr. Klein Trendindikators Baufinanzierung (DTB).

Quellenangabe: "obs/Dr. Klein & Co. AG"

Quellenangabe: “obs/Dr. Klein & Co. AG”

Das anhaltend niedrige Zinsniveau macht sich weiterhin auch bei den Baufinanzierungs-Konditionen bemerkbar. Die durchschnittliche Standardrate für ein Darlehen von 150.000 Euro mit zwei Prozent Tilgung, 80 Prozent Beleihung sowie einer 10-jährigen Sollzinsbindung verringert sich weiter auf 461 Euro. Zum Vorjahreswert (592 Euro) verliert die Standardrate somit 131 Euro, zum Vormonat 10 Euro – und erreicht erneut einen Tiefststand. Dem gegenüber steigt der durchschnittliche Tilgungssatz von 2,69 auf 2,72 Prozent und markiert damit einen weiteren Höchstwert. Zum Vorjahr entspricht das einer Steigerung um 0,35 Prozentpunkte.

Die durchschnittliche Darlehenshöhe stagniert seit Dezember 2014 auf hohem Niveau und behält auch im Februar ihren bisherigen Höchstwert von 172.000 Euro bei. Im Vergleich zum Vorjahr steigt die Darlehenshöhe damit um 10.000 Euro. Darüber hinaus scheint es, als ob Immobilienkäufer weiterhin das günstige Zinsniveau dazu nutzen, um möglichst lange Zinsbindungen zu vereinbaren und dadurch Zinsänderungsrisiken zu reduzieren. Denn zum vierten Mal in Folge verlängert sich die durchschnittliche Sollzinsbindung und liegt mittlerweile bei 13 Jahren und sieben Monaten. Das entspricht einer Zunahme um zwei Jahre und zwei Monate zum Vorjahreszeitraum. Der durchschnittliche Beleihungsauslauf erhöht sich um 0,41 Prozentprozent auf 78,49 Prozent. Somit bringen Immobilienerwerber aktuell 21,51 Prozent Eigenkapital in ihr Darlehen ein. Im Vorjahr waren es noch 22,13 Prozent.

Bei den Darlehensarten ergeben sich folgende Veränderungen: Der Anteil der Annuitätendarlehen sinkt nach vier Anstiegen in Folge leicht um 0,16 Prozentpunkte auf 75,35 Prozent. Zum Vorjahreswert (70,57) verbleibt ein Plus von 4,78 Prozent. Der Anteil an abgeschlossenen KfW-Darlehen beendet den Abwärtstrend aus dem letzten Quartal mit einer Steigerung um 0,20 Prozentpunkte auf 9,35 Prozent. Der Anteil an Forward-Finanzierungen sinkt von 11,46 Prozent auf 11,24 Prozent. Darlehen mit variablem Zinssatz legen zwar minimal um 0,04 Zählerpunkte auf 0,93 Prozent zu. Zum Vorjahreswert (2,67 Prozent) bleibt aber ein kräftiger Rückgang um 1,74 Prozentpunkte.

Quelle: ots

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Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: redaktion@mittelstand-nachrichten.de
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