Finanzen

Altersvorsorgedepot: SoVD warnt vor hohen Gebühren und Mogelpackung bei privater Rente

Vor dem Start des Altersvorsorgedepots Anfang kommenden Jahres warnt der Sozialverband Deutschland (SoVD) vor Risiken für die Versicherten.

SoVD-Vorstandsvorsitzende Michaela Engelmeier sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe, Altersvorsorge dürfe nicht zur Mogelpackung werden, bei der am Ende vor allem die Anbieter verdienten und die Versicherten das Risiko trügen. Noch bevor das neue Altersvorsorgedepot überhaupt starte, entstehe der Eindruck, dass der Wettbewerb um Marktanteile und Gewinne stärker in den Mittelpunkt rücke als die Interessen der Menschen, die fürs Alter vorsorgen wollten. Dabei solle das Altersvorsorgedepot gerade Menschen erreichen, die bisher nicht privat vorsorgten, häufig Vorbehalte hätten und deshalb besonderen Beratungsbedarf mitbrächten.

Altersvorsorgedepot: SoVD warnt vor hohen Gebühren und Mogelpackung

Engelmeier sagte, wenn notwendige Beratung aber nur gegen hohe Gebühren zu bekommen sei, die mögliche Renditen deutlich schmälerten und damit das Ergebnis der Sparer verschlechterten, werde das Ziel der Reform verfehlt. Es brauche maximale Transparenz, dauerhaft niedrige Kosten und klare Regeln, damit günstige Einstiegskonditionen nicht später durch deutlich höhere Gebühren aufgezehrt würden.

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Die staatlich geförderte Altersvorsorge startet am 1. Januar – und Banken, Broker und Versicherer bewerben intensiv ihre Angebote. Die Bundesregierung möchte die private Altersvorsorge mittels Investitionen an der Börse stärken. Das Altersvorsorgedepot folgt auf die bisherige Riester-Rente, in der die laufenden Kosten der Versicherer sehr hoch waren und deren Verträge entweder weiterlaufen oder auch in das neue Altersvorsorgedepot übertragen werden können.

Foto: Strand (Archiv) / Bild: via dts Nachrichtenagentur

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