Im Rahmen ihrer Sommertour „NRW 4.0″ besuchte NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft den RWTH Aachen Campus, um sich dort über die Forschung zu Industrie 4.0 und deren Auswirkungen auf die Arbeitswelt zu informieren. Begleitet wurde sie unter anderem von Karl Schultheis, Sprecher der SPD-Landtagsfraktion im Ausschuss für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landtages.

Karl Schultheis, Sprecher der SPD-Landtagsfraktion im Ausschuss für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landtages, Hannelore Kraft, Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen, und Professor Günther Schuh, Lehrstuhl für Produktionssystematik und Direktor des Forschungsinstituts für Rationalisierung e.V. (von links nach rechts) - Foto: Andreas Schmitter

 Foto: Andreas Schmitter

Karl Schultheis, Sprecher der SPD-Landtagsfraktion im Ausschuss für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landtages, Hannelore Kraft, Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen, und Professor Günther Schuh, Lehrstuhl für Produktionssystematik und Direktor des Forschungsinstituts für Rationalisierung e.V. (von links nach rechts)

Zu Beginn gab der RWTH-Prorektor für Wirtschaft und Industrie, Professor Malte Brettel, Einblick in die anwendungsorientierten Aktivitäten der Aachener Hochschule und ihres Umfeldes. „Mit dem RWTH Aachen Campus werden bis zu 10.000 direkte und indirekte Arbeitsplätze entstehen“, berichtete der Prorektor. „Das Investitionsvolumen wird zwei Milliarden Euro betragen.“

Professor Günther Schuh, Lehrstuhl für Produktionssystematik und Direktor des Forschungsinstituts für Rationalisierung e.V., führte die Gruppe durch die Demonstrationsfabrik im Cluster Smart Logistik. Hier werden Lösungen in enger Kooperation mit Industrie- und Forschungspartnern entwickelt. „Durch die Vernetzung aller Arbeitsschritte wissen wir jederzeit, an welcher Stelle was gebraucht wird“, sagte Schuh. „So können wir einen idealen Produktionsablauf garantieren.“ Eine Ausstellung von Elektromobilen vom StreetScooter bis zum Kart zeigte attraktive Fahrzeuge als beispielhafte Ergebnisse dieses Vorgehens. Die Ministerpräsidentin begrüßte nachdrücklich, dass durch die Schaffung bedienungsfreundlicher Arbeitsplätze und die Entwicklung moderner Ausbildungsformate Beschäftigungsmöglichkeiten der Zukunft entstehen – auch für weniger spezialisiert Ausgebildete. „Es freut mich persönlich, dass bei Industrie 4.0 auch auf die Bedürfnisse der Arbeitnehmer eingegangen wird.“

Im Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT wurde der Forschungscampus Digital Photonic Production vorgestellt. Leiter Professor Reinhart Poprawe erläuterte die Vernetzung realer Fertigung mit der virtuellen IT-Welt am Beispiel metallischer Bauteile, die mittels 3D-Druck hergestellt werden: „Beim 3D-Druck, auch als Additive Manufacturing bezeichnet, werden die Daten Scheibchen für Scheibchen übereinander geschichtet: Zuvor wurden sie mit einem Laser aus einem Metallpulver geschmolzen.“ Mit dieser Technik ließen sich Bauteile jeglicher Art fertigen, so Poprawe weiter. „Sie werden in der Automobilindustrie, bei der Fertigung von Flugzeugturbinen oder in der Medizintechnik verwendet.“

Beim abschließenden Austausch fasste die Ministerpräsidentin ihre nachhaltigen Eindrücke zu folgendem Credo zusammen: „Wir sind stolz auf das, was Sie hier tun. Machen Sie weiter so!“

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Veröffentlicht von:

Ann-Christin Haselbach

Ann-Christin Haselbach ist Kundenberaterin beim ARKM Online Verlag in Gummersbach. Sie unterstützt die Mittelstand Nachrichten und berät Neu- und Bestandskunden in allen Angelegenheiten.