Die Zauberkunst meint eine spezielle Form der darstellenden Künste, in der dem Betrachter verschiedene Illusionen vermittelt werden, die sich nicht erschließen lassen. Das kann unter Verwendung von unterschiedlichen Hilfsmitteln sowie Methoden und Techniken durchgeführt werden. Jene Techniken zielen dabei auf die Sinne des Betrachters, es kann sich um optische Täuschungen handeln, um das Ausnutzen von Wahrnehmungslücken. Auch das Ausnutzen von wenig bekannten physikalischen Effekten ist ebenso ein adäquates Mittel, wie die Zuhilfenahme technischer Apparaturen. Zauberkunst kann durch große Bühnenkunst und spektakuläre Shows vermittelt werden, als auch im Kleinen, quasi als Magie zum Anfassen. In der Regel sind sich die Zuschauer darüber bewusst, dass es sich lediglich um eine Illusion und einen Trick handelt, was ihnen aktuell präsentiert wird. Das ist jedoch sogar ein Teil der Faszination, wenn man mit dem „gesunden Menschenverstand“ die gesehenen Tricks einfach nicht ergründen kann.

Die unterschiedlichen Formen der Zauberkunst

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Die heute den meisten präsente Form der Zauberkunst sind die Großillusionen weltbekannter Stars wie Siegfried und Roy oder David Copperfield. Wenn etwa David Copperfield medienwirksam einen großen Eisenbahnwagon von der Bühne verschwinden lässt oder er offensichtlich durch die chinesische Mauer wandelt, dann faszinieren solche Shows in besonders außergewöhnlicher Art und Weise und haben die Kunst des Zauberns nachhaltig in der öffentlichen Wahrnehmung geprägt. Dem ganz ähnlich ist auch die Bühnenmagie zu nennen, die häufig ebenfalls in spektakulärem Rahmen und mit technischen Hilfsmitteln große Illusionen darstellt. Demgegenüber stehen diejenigen Formen von Zauberei, die eher für ein kleineres Publikum bestimmt sind und auch in direkter Gegenwart bzw. Nähe des Zuschauers stattfinden. Zu nennen ist hier vor allem die Close Up Zauberei und die damit eng verwandte Straßenzauberei. Die ebenfalls verwandte Taschenspielerei gehört hier strenggenommen auch dazu, wobei die Bezeichnung „Kunst“ wohl durchaus zu bestreiten ist, zielt diese doch nicht auf Unterhaltung, sondern auf Betrug des Zuschauers. Das bekannte „Becherspiel“ ist hier vor allem zu nennen, das heute vor allem in Urlaubsregionen den Touristen das Geld aus der Tasche ziehen soll. Eine Eigenart stellt die Mentalzauberei dar, die mit Hilfe parapsychologischer Tricks ein scheinbares Gedankenlesen vorspielen. Häufig nennen sich Vertreter dieser Spielart auch nicht Zauberer, sondern „Mentalisten“ wie der bekannte Uri Geller. Als weitere Unterarten der Zauberkunst lässt sich noch die Comedy-Zauberei oder die Kinder-Zauberei nennen, bei denen der Unterhaltungsfaktor im Zentrum der Show steht, die Zauberkünste selbst eher nebensächlich und weit weniger Spektakulär anmuten. Zu guter Letzt muss auch noch die Zauberkunst des Entfesselns benannt werden, wobei sich das Befreien aus misslichen Situationen im Mittelpunkt befindet. Dieses befindet sich aber auch häufig im Portfolio der Betreiber von Bühnenmagie.

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About the Author

Alexandra Rüsche

Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: redaktion@www.mittelstand-nachrichten.de
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