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Wie wird COVID-19 die Lage, das Design und die Nutzung von Büroflächen verändern?

Die Artikel über COVID-19 und dessen Auswirkungen auf jeden einzelnen Aspekt des menschlichen Lebens scheinen mittlerweile allgegenwärtig zu sein. Dies ist absolut nachvollziehbar, da die globale Gemeinschaft ganz einfach darüber spricht, was sie am meisten beschäftigt. Was das Coronavirus anbelangt, lässt es sich nicht leugnen, dass die Pandemie einen mehr als schädlichen Einfluss auf sämtliche Bereiche menschlicher Aktivitäten ausgeübt hat. Vor zwei bis drei Monaten diskutierten die Leute noch darüber, wann die Welt wieder zur Normalität zurückkehren werde. Heute denken dieselben Leute darüber nach, welche Änderungen auf sie zukommen werden und wie sie sich anpassen können. Das gilt auch für diejenigen, die sich mit dem Markt für Gewerbeimmobilien befassen.
Heute möchten wir unseren Blick auf klassische Büroflächen lenken und darüber sprechen, wie die COVID-19 Pandemie die Art und Weise, wie Büros aussehen und von ihren Mietern genutzt werden, verändern wird.
Mehr Platz für Mitarbeiter

Nun, eine Sache ist klar: Die Pandemie wird ohne Zweifel das Sitzlayout der Büros verändern. Dicht gepackte Büroräume, in denen Mitarbeiter Schulter an Schulter sitzen und stundenlang auf engstem Raum arbeiten, werden wir mit großer Sicherheit nicht mehr zu Gesicht bekommen. Interessenten, die – sagen wir – ein Büro in Berlin mieten wollen, werden ab sofort darauf achten, welche Sicherheitsvorkehrungen in dem Gebäude getroffen und eingehalten werden. Firmen werden sich nach geräumigeren Büroflächen umschauen, um ihren Mitarbeitern zu ermöglichen, den empfohlenen Sicherheitsabstand einzuhalten.

Alles dreht sich um die Hygiene und Desinfektion

Hygienestationen und Desinfektionssäulen werden zukünftig einen festen Platz in den Bürogebäuden einnehmen, während die Arbeitgeber selbst dafür verantwortlich sind, ihrem Personal Seife, desinfizierende Mittel und Papierhandtücher bereitzustellen. Wer heutzutage ein Büro in Wien mieten möchte, setzt mit hoher Wahrscheinlichkeit das Vorhandensein derartiger Hygienestationen voraus und fragt im Zweifelsfall gezielt nach, bevor er/sie eine Mietvereinbarung unterzeichnet. In einem Büro, in dem viele Gerätschaften wie z.B. Drucker und Kopierer, aber auch Kaffeeküchen und Pausenräume gemeinschaftlich genutzt werden, können sich Bakterien und Viruspartikel schnell ausbreiten. Deshalb ist es lange nicht mehr ausreichend, das Büro und sein Equipment gründlich zu reinigen – auch die Mitarbeiter müssen in der post-pandemischen Welt strenge Hygienevorschriften einhalten.

Schichtarbeit und Heimarbeit

Von vollgepackten Büros an Werktagen werden Sie in Zukunft nur noch träumen. Die Büromanager werden alles daran setzen, um große Menschenansammlungen in geschlossenen Räumen zu verhindern. Das schaffen sie, indem sie ein Schichtarbeitsmodell einführen, sodass sich die Mitarbeiter von ehemals einer Schicht auf zwei bis drei Schichten verteilen. Außerdem wird die Arbeit im Home Office weiterhin gefördert, um die Mitarbeiterdichte in den Büros um etwa die Hälfte zu verringern. Die Arbeitgeber sind sich darüber im Klaren, dass sie ihre Büros nicht mehr mit derselben Anzahl an Menschen füllen können wie zuvor.

Richtungsweiser & Screenings

Eine weitere Komponente, die Sie in den post-pandemischen Büros vorfinden werden, sind Richtungsweiser auf jeder Etage, die dabei helfen sollen, die Bewegungen der Mitarbeiter innerhalb der Büroräume zu koordinieren. Hierdurch sollen die Chancen des gegenseitigen Kontakts minimiert werden. Außerdem werden Checkpoints, an denen die Körpertemperatur gemessen und die Gesundheit der Mitarbeiter kurz überprüft wird, an verschiedenen Stellen im Bürogebäude zu finden sein. Die WHO berichtet, dass eine infizierte Person nicht sofort von einer Fieberwelle gepackt wird, sondern erst im Laufe des Tages erhöhte Temperaturen entwickelt. Deshalb wird es wichtig sein, das Wohlsein der Mitarbeiter mehrfach während des Arbeitstags zu überprüfen und eine Person, die Symptome entwickelt hat, unverzüglich von den anderen zu isolieren.

Zusammenfassung

Wir können weder glauben, dass COVID-19 in der Menschheitsgeschichte unbeachtet bleibt, noch behaupten, dass die Pandemie den Gewerbeimmobilienmarkt zerstören wird. Während einige Leute immer noch Parallelen zwischen dem Coronavirus und der Spanischen Grippe ziehen und meinen, dass niemand andauernde Auswirkungen der damaligen Plage spürt, muss verstehen, dass dies vor 100 Jahren war. COVID-19 stellt für die heutige Welt eine große Herausforderung dar und wird uns zumindest noch einige Jahre lang in Atem halten. Wir müssen das Problem also angehen. Die Schließung der Büros stellt keine Lösung dar, denn: Niemand kann seine Mitarbeiter langfristig dazu zwingen, im Home Office zu arbeiten, da die permanente Isolation negative Auswirkungen in psychologischer, sozialer und ökonomischer Hinsicht mit sich bringt. Büros müssen stattdessen neuen Anforderungen gerecht werden. Die Büroflächen der Zukunft werden zwar anders aussehen, doch alle hier beschriebenen Maßnahmen haben nur ein Ziel: Die Angestellten zu schützen.

Die Autorin Martha Richmond ist eine kreative Freelance-Texterin, die für MatchOffice arbeitet. Ihre Aufgabe besteht hauptsächlich darin, Artikel über Gewerbeimmobilien und sonstige Businessthemen zu verfassen und diese auf relevanten Webseiten, Blogs und Foren zu veröffentlichen.

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