Wer nach Studium oder Ausbildung in den Beruf einsteigt, steht im Leben oft erstmals finanziell auf eigenen Füßen und verdient “richtiges” Geld. Viele Wünsche, die bisher unerfüllbar schienen, rücken plötzlich in greifbare Nähe. Doch Selbständigkeit in Gelddingen ist nicht nur eine Lust, sondern manchmal auch eine Last. Denn wofür bisher andere sorgten, dafür ist man jetzt selbst zuständig, zum Beispiel für ausreichenden Versicherungsschutz.

Berufseinsteiger haben einen umfassenden Versicherungsbedarf. Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung sind kraft Gesetz geregelt und de facto obligatorisch. Nur wer sich selbständig macht, hat mehr Gestaltungsfreiheit. Aber mit der Sozialversicherung ist es alleine nicht getan. Autobesitzer benötigen eine Kfz-Versicherung, die private Haftpflichtversicherung ist zwar nicht verpflichtend, aber dringend zu empfehlen. Das gleiche gilt für die Berufsunfähigkeitsversicherung. Und wie sieht es mit einer Rechtsschutzversicherung aus?

Mit intelligenten Konzepten sparen

Quelle: pixabay.com/Werner Heiber

Die Rechtsschutzversicherung übernimmt bei Rechtsstreitigkeiten die Kosten für den Anwalt und das Gerichtsverfahren sowie einige damit in Zusammenhang stehende Nebenkosten. Da diese Kosten im Schadensfall beträchtlich sein können – schnell geht es um etliche tausend Euro -, macht Rechtsschutz durchaus Sinn. Ganz billig ist dieses Vergnügen nicht. Je nach Umfang des Rechtsschutzes sind Beiträge um die 350 Euro pro Jahr durchaus möglich. Dem steht das relativ geringe Risiko eines Rechtsstreits gegenüber. Da überlegt man sich den Versicherungsabschluss zweimal, gerade bei Berufsstart gibt es nichts zu verschenken.

Welchen Rechtsschutz brauche ich wirklich?

Eine andere Möglichkeit zu sparen, ist der Versicherungsschutz selbst. Rechtsschutzversicherungen sind sehr oft nach dem “Baukastenprinzip” aufgebaut. Gängige Bausteine sind Privatrechtsschutz, Verkehrsrechtsschutz, Vermieterrechtsschutz, Wohnrechtsschutz und Berufsrechtsschutz und Firmenrechtsschutz. Die größte Wahrscheinlichkeit, in einen Rechtsstreit verwickelt zu werden, besteht erfahrungsgemäß bei Verkehrssachen. Insofern ist ein Verkehrsrechtsschutz durchaus angebracht.

Wohnrechtsschutz und Berufsrechtsschutz sind Abwägungsfragen. Ärger mit dem Vermieter oder dem Arbeitgeber ist immer möglich und landet dann im Streitfall oft auch vor Gericht. Gerade bei arbeitsrechtlichen Auseinandersetzungen geht es in der Regel um Existenzielles und größere Streitwerte. Das spricht für eine Absicherung. Ein Gegenargument ist, dass Berufseinsteiger eher seltener in arbeitsrechtliche Auseinandersetzungen verwickelt sind. Mit einem “Rückerstattungs-Modell” – wie beschrieben – fällt die Entscheidung für den Versicherungsschutz leichter. Noch etwas ist zu beachten: Wohnrechtsschutz und Berufsrechtsschutz gibt es in der Regel nur in Verbindung mit Privatrechtsschutz. Der ist dann mit einzukalkulieren.

Vermieterrechtsschutz benötigt ein Berufseinsteiger höchstens dann, wenn er selbst Wohnungseigentum besitzt und vermietet. Das ist wohl mehr die Ausnahme als die Regel. Welcher Versicherungsumfang auch gewählt wird, auf jeden Fall sollten die Konditionen am Markt verglichen werden, denn es gibt eine erhebliche Bandbreite. Mit der Auswahl eines günstigen Anbieters sind schon Ersparnisse von über 100 Euro im Jahr bei den Prämien drin. Vergleichsportale ermöglichen heute einen einfachen Vergleich – auch bei Rechtsschutzversicherungen.

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Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: redaktion@mittelstand-nachrichten.de

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