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Wenn alt zu neu wird: Mittelalter ist modern

Vor fünfzehn Jahren war durch den Einfluss von Tolkiens „Der Herr der Ringe“ hoch und ließ Menschengruppen sich zusammenfinden, Szenen nachspielen, Rüstungen und Schwerter einkaufen und sich an die Nähmaschine zu setzen. Veranstaltungen verschiedenster Art, von LARP bis Pen & Paper haben einen richtigen Schub an Beliebtheit gewonnen und der Trend hält sich hartnäckig. Der Markt für Mittelalter und Fantasy ist enorm und die Nachfrage denkt nicht mal daran, geringer zu werden. Mittelaltermärkte sind gut besucht und Festivals wie das „Mittelalterliche Phantasie Spectaculum“ sind in ganz Deutschland ein wiederkehrendes Highlight. Eine alte Kultur, geprägt von Schönheit, Tapferkeit und Pathos, zieht sich durch alle Altersklassen, zahlreiche Berufsgruppen und verschiedenste Lebensstandards.

Was ist so faszinierend am Mittelalter?

Schon als Kinder wollten die Jungs Ritter sein und die Mädchen Prinzessinnen. Die Märchen, Filme und Spiele suggerieren eine gewisse Romantik, die in der modernen Zeit verloren zu sein scheint. Tapferkeit und Mut haben einen hohen Stellenwert und die Magie hat ihre Daseinsberechtigung, die in unserer Welt kaum vorzustellen wäre. Das Zeitalter ist geprägt von einer gewissen romantisierten Wolke, die es Mädchen erlaubt, eine echte Lady zu sein, die frei von Kommunikationsmedien ist und einfach nicht so schnell wie unsere Gesellschaft. Es ist die Zeit, in der das Reisen eben lange gedauert hat und kein E-Mail-Programm, sondern eine Taube die Briefe von A nach B brachte. Eine Zeit, in der das Leben weniger wert war und einen völlig anderen Umgang erlaubte.

Natürlich sind die Schattenseiten durchaus bekannt und bewusst und dennoch erhalten sich die Menschen die Liebe zu der mittelalterlichen Subkultur als eine kleine Oase zum Träumen und Spielen.

Mittelalter ToGo – Das Feeling nach Hause mitnehmen

Bild: pixabay.com

Auch für die Dekoration in den eigenen vier Wänden ist das magische Mittelalter-Feeling durchaus geeignet. Ob es das Kinderzimmer oder das gemütliche Wohnzimmer ist: In der Gestaltung ist alles möglich. Der Wohnbereich kann wunderschön mit langen, schweren Gardinen, Bildern in aufwändigen Rahmen, einem Kamin, Kerzenhaltern, Fackeln und Dekorationsschwertern aufgewertet werden. Tapeten im Kinderzimmer können in einer Maueroptik gestaltet werden und Hochbett eignet sich sehr gut als eine Ritterburg. Das große Highlight sind auch Wandtattoos mit Drachen, Elbenschriften und Rittern.
Für schöne Abende im Garten kann eine solide Feuerschale von Ambico besorgt werden, die jede gemütliche Runde aufwertet, Licht und Wärme spendet und eine ganz besondere Stimmung mit sich bringt.
Letztendlich ist die Dosis entscheidend, an die Wohnraumgestaltung sollte bedacht und dezent rangegangen werden und nicht mit der Einstellung „viel hilft viel“, eine überladene Dekoration sieht schnell bedrückend aus.

Mittelalter und Fantasy als Hobby

Ob Kind oder Erwachsener, die Mittelalterszene bietet einen reichen Pool an Ideen zur Freizeitgestaltung. Beginnend bei mittelalterlichen Tänzen in Vereinen, dem Schwertkampf und der Kunst des Bogenschießens, Großveranstaltungen wie das Drachenfest und andere LARP-Festivals und Conventions, eine unüberschaubar große Anzahl an guten Büchern von modernen und klassischen Autoren bis zu der mittelalterlichen Musik und Kunst. Zahlreiche Filme und Spiele basieren auf der Zeit und werden mit dem Genre Fantasy unterstützt und ergänzt.
Kinder können sich schon im jungen Alter spielerisch mit der Geschichte befassen und entwickeln damit viel Interesse und Weltoffenheit, es fördert die Fantasie und inspiriert. Auch das Reiten kann auch für Jungs interessanter werden, wenn es nicht von der “rosa Einhorn“ Seite, sondern aus der Sicht des zukünftigen Ritters betrachtet wird.

Verkleiden ist ein natürlicher Prozess

Kinder haben ab einem gewissen Alter das Bedürfnis, in neue Rollen zu schlüpfen um sich damit zu vergleichen und zu identifizieren. Auch Erwachsene finden immer noch eine kindliche Freude im Wandeln der Rolle: So wird schnell aus einer Köchin die holde Maid und aus dem Steuerberater ein Schamane.

Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: [email protected]
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