Die Sommerferien neigen sich dem Ende zu und in dem ein und anderen Bundesland hat die Schule sogar wieder begonnen. Für Eltern, deren Kinder noch keinen besitzen oder sich ein neues Modell anschaffen möchten, ist es an der Zeit, sich näher mit dem Kauf eines Schulranzens auseinanderzusetzen. Doch kaum ein Ranzen gleicht dem anderen. Worin bestehen konkret Unterschiede und was gibt es zu beachten?

Sicherheit im Straßenverkehr

Schulrucksäcke sollten das GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit tragen und vor allem der DIN-Norm 58124 entsprechen. Hierdurch wird die Nacht- und Tagsichtbarkeit als wichtigste Sicherheitseigenschaft gewährleistet. Gemäß der DIN-Norm müssen solche Ranzen mit ausreichend fluoreszierendem Material in den Farben Gelb und Orangerot (mind. 20% der sichtbaren Fläche) sowie retroreflektierenden Materialien (10% der Seiten- und Vorderflächen) ausgestattet sein. Weil die Norm für die Hersteller nur eine Empfehlung und keine Verpflichtung darstellt, haben bekannte Ranzenmarken oft gleich zwei Ausgaben desselben Modells im Angebot. Und obwohl sich beide preislich kaum unterscheiden, greifen vor allem Kinder zu dem nicht normgerechten Schulrucksack. Aber auch wenn die knallorangen Flächen nicht sehr ansprechend sind, so sollten gut sichtbare Modelle dennoch bevorzugt werden.

Gute Schulranzen wachsen mit

Ranzen sollen nicht nur sicher, sondern auch bequem sein. Weil Erstklässler unterschiedlich groß sind und schnell wachsen, spielen verstellbare Trageriemen eine wichtige Rolle. Ferner sollte sich das Rückenteil einstellen lassen können. Das Polster muss dabei an mehreren Stellen am Rücken anliegen. Modelle mit rutschfester Rückenpartie sind zu bevorzugen, die zudem nicht zu hart ausfallen darf.

Quelle: Pexels / pixabay.com

Welche Besonderheiten konkret zu beachten sind

  • Extra Taschen

Zusätzliche Außentaschen eignen sich hervorragend für leichte Kleinigkeiten. Sie sollten genügend Platz für Trinkflasche sowie ein gesundes Pausenbrot bieten und sich gut schließen lassen. Innen müssen große Bücher und A4-Hefte passen.

  • Brust- und Bauchgurte

Ein äußerst wichtiges Detail, welches nicht unterschätzt werden sollte. Ein Hüft- bzw. Bauchgurt vermag das Gewicht von den Schultern auf die Hüfte zu verlagern, während der Brustgurt für einen sicheren Halt der Schultergurte sorgt.

  • Schulterriemen und Tragegurte

Im besten Fall sind diese gepolstert und mindestens 4 cm breit – so wird das Gewicht gleichmäßig verteilt und der Tragekomfort erhöht. Zu dicke Polster können aber unter den Armen scheuern. Die Gurte sollten nicht zu lang ausfallen, da das Kind sonst darüber stolpern könnte. Am besten einmal anheben und schauen, ob diese tatsächlich den Boden berühren.
Praktisch: Modelle, deren Riemen sich oben an den Gurten einhaken lassen.

  • Reißverschlüsse

Mit Reißverschlüssen kann das Schließen und Öffnen unkomplizierter erfolgen, als etwa mit Schnallen oder dergleichen.

  • Deckel

Er sollte einen leichtgängigen Verschluss aufweisen, sich weit öffnen lassen, stabil ausfallen und nicht von selbst zuklappen.

  • Griff

Dieser erleichtert zum einen das Heben des Schulranzens und ist andererseits eine gute Alternative zum Tragen, wenn es sich um einen Rucksack-Trolley handelt. Er sollte weit genug sein, auf dem Deckel sitzen und am Hals nicht scheuern.

  • Gewicht

Der leere Tornister sollte nicht mehr als 1,3 kg wiegen.

  • Boden

Schulranzen dürfen nicht kippen – egal ob leer oder vollgepackt. Am besten einige Unterlagen zum Ausprobieren mitnehmen und die Modelle dahingehend testen.

  • Rollen

Rucksack-Trolleys eignen sich, um den Rücken zwischendurch zu entlasten. Sie können wie herkömmliche Koffer einfach hinter sich hergezogen werden. Doch Vorsicht: Bei unvorsichtigem Ziehen, kann schnell auch ein Schaden entstehen. Hiervor schützt dann eine gute Haftpflichtversicherung für Familien.

Auf ausreichende Stabilität achten

Es ist darauf zu achten, dass der leere Tornister bei einem Innenraumvolumen von 15 Litern ein Gewicht zwischen 1 bis 1,3 Kilogramm nicht überschreitet. Leichter sollte er nicht ausfallen, weil dem Material andernfalls die erforderliche Steife und somit auch die Stabilität fehlen könnte. Vor allem im Rückenbereich ist ein festes Material wichtig, damit der Rücken des Schulkindes nicht unnötig belastet wird. Welche Modelle dabei besonders überzeugen, erfahren Eltern hier. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann zusätzlich zur Normerfüllung auf das sogenannte GZ-Siegel für geprüfte Sicherheit achten. Das Zeichen drückt aus, dass die Herstellung des Ranzens überwacht wurde.

Fazit

Die am Markt verfügbaren Modelle weisen teils sehr große Unterschiede auf. Der wohl wichtigste Aspekt bei der Wahl eines Schulranzens ist die Signalwirkung: Nur mit reflektierenden und fluoreszierenden Flächen entsprechend der DIN-Norm 58124 ist der Ranzen rundum sicher. Doch der Schulrucksack sollte sich auch bequem Tragen lassen. In diesem Sinne kommen gut gepolsterten, verstellbaren Tragegurten sowie regelbaren Rückenteilen eine große Bedeutung zu. Bauch- und Brustgurte sorgen für eine gleichmäßige Gewichtsverlagerung, während eine gute Innenaufteilung und Seitentaschen sicherstellen, dass alle Alltagsgegenstände gut verstaut werden können.

Veröffentlicht am: