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Unterschiedliche Entwicklungen bei den Firmen- und Privatinsolvenzen zu Jahresbeginn

Hamburg (ots) – Im Januar 2012 wurden nach Angaben der Wirtschaftsauskunftei Bürgel 9.928 Privatinsolvenzen angemeldet. Das waren 3,6 Prozent weniger als im Januar 2011.

In absoluten Zahlen verteilen sich die Privatinsolvenzen am stärksten auf die Bundesländer Nordrhein-Westfalen (2.148 Privatinsolvenzen), Niedersachsen (1.315) und Bayern (1.091). Relativ betrachtet (Privatinsolvenzen je 1 Million Einwohner in den Bundesländern) ereigneten sich im Januar 2012 die meisten Privatpleiten in Bremen mit 277 Insolvenzen je 1 Million Einwohner.

Ebenfalls schlecht stehen Schleswig-Holstein (171 Privatinsolvenzen je 1 Million Einwohner), Niedersachsen (166) und Hamburg (160) da. Der Bundesdurschnitt liegt im Januar 2012 bei 121 Privatinsolvenzen je 1 Million Einwohner. Am wenigsten Privatpleiten wurden im Betrachtungszeitraum in Thüringen mit 79 Insolvenzen je 1 Million Einwohner registriert. Positiv sind die Werte ebenfalls in Bayern (87), Baden-Württemberg (98) und Rheinland-Pfalz (116).

Den deutlichsten Anstieg im Vergleich zum Januar 2011 gab es in Sachsen-Anhalt mit einem Plus von 5,4 Prozent. Steigende Privatinsolvenzzahlen melden zudem die Bundesländer Baden-Württemberg (plus 1,3 Prozent), Nordrhein-Westfalen (plus 1,1 Prozent) und Schleswig-Holstein (plus 0,4 Prozent).

In 12 Bundesländern sind die Zahlen der Verbraucherinsolvenzen rückläufig. Den stärksten Rückgang verzeichnet Hamburg mit einem Minus von 16,8 Prozent. Ebenfalls deutlich zurückgegangen sind die Insolvenzen in Bremen (minus 15,3 Prozent). Im Bundesdurchschnitt sind die Privatinsolvenzen im Januar 2012 um 3,6 Prozent zurückgegangen.

Für das Jahr 2012 geht die Wirtschaftsauskunftei Bürgel aktuell von 135.000 bis 137.000 Fällen aus.

Im Gegensatz zu den Privatinsolvenzen steigen die Zahlen der Firmeninsolvenzen im Januar 2012 auf 2.475 Fälle – ein Zuwachs von 1,3 Prozent gegenüber Januar 2011.

Absolut gesehen stehen die Bundesländer Nordrhein-Westfalen (643 Firmeninsolvenzen), Bayern (306) und Niedersachsen (252) an der Spitze der Insolvenzstatistik. Relativ gesehen gab es im Januar 2012 die meisten Firmeninsolvenzen in Sachsen-Anhalt (132 je 100.000 Unternehmen), Bremen (123) und Sachsen (97). Die wenigsten Firmeninsolvenzen wurden im Januar 2012 in Bayern (53 Firmeninsolvenzen je 100.000 Unternehmen) und in Baden-Württemberg (56) registriert.

Prozentual schwanken die Firmeninsolvenzen zwischen einem Rückgang von 34,3 Prozent im Saarland und einem Zuwachs von 19,9 Prozent in Hessen. Mit einem Plus von 13,7 Prozent steigen die Firmeninsolvenzen in Brandenburg ebenfalls stark an. Deutlich weniger Firmenpleiten gab es in Mecklenburg-Vorpommern (minus 21,9 Prozent) und Schleswig-Holstein (minus 20,6 Prozent).

Für das Gesamtjahr 2012 rechnet die Wirtschaftsauskunftei Bürgel mit bis zu 30.000 Firmeninsolvenzen in Deutschland.

Die detaillierten Statistiken zu den Insolvenzzahlen für den Januar 2012 finden Sie auf unserer Homepage unter www.buergel.de

Firmeninsolvenzen: http://www.buergel.de/insolvenz-index/firmen.html

Privatinsolvenzen: http://www.buergel.de/insolvenz-index/privatpersonen.html

Bürgel Wirtschaftsinformationen GmbH Co. KG ist mit 60 Büros in Deutschland eines der führenden Unternehmen für Wirtschafts- und Bonitätsinformationen sowie Inkassodienstleistungen. Bürgel ist ein Tochterunternehmen der Euler Hermes Kreditversicherungs-AG (Allianz Group) und der KG EOS Holding GmbH Co. KG (Otto Group).

Orginal-Meldung: http://www.presseportal.de/pm/22285/2221988/insolvenzen-im-januar-2012-unterschiedliche-entwicklungen-bei-den-firmen-und-privatinsolvenzen-zu/api

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