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Über 800€ im Monat geschenkt – so leben Dänemarks Studenten

Studieren ohne finanzielle Sorgen? Das klingt wie ein Traum, der in Deutschland nur schwer erreichbar scheint. Doch in unserem Nachbarland Dänemark sieht das ganz anders aus: Hier wird dieser Traum zur Wirklichkeit – und zwar durch das einzigartige Studienfinanzierungssystem, das Studierenden monatlich über 800 Euro schenkt. Doch wie funktioniert das?

Wie funktioniert die dänische Studienfinanzierung?

In Dänemark erhalten alle Studierenden eine staatliche Studienfinanzierung in Höhe von über 6.589 dänische Kronen (ca. 880 Euro) pro Monat, bekannt als “SU”. SU steht für “Statens Uddannelsesstøtte” und bildet quasi das Gegenstück zum deutschen BAföG. Allerdings mit einigen beachtlichen Unterschieden. Das SU-System wurde entwickelt, um sicherzustellen, dass alle jungen Menschen während ihres Studiums finanziell abgesichert sind und sich ohne finanzielle Sorgen auf ihr Studium konzentrieren können. Da das SU völlig unabhängig von der finanziellen Lage der Eltern oder der Leistung der Studierenden ist, wird wiederum die Bildungschancengleichheit gefördert, da jeder unabhängig von seiner persönlichen Situation studieren kann. Außerdem muss das SU nie zurückgezahlt werden, es handelt sich tatsächlich um ein Geschenk vom Staat.

Leben die dänischen Studenten im Luxus?

Selbstverständlich muss diese monatliche staatliche Unterstützung auch im Verhältnis zu den Lebenshaltungskosten in Dänemark gesehen werden. Diese sind im Vergleich zu Deutschland nämlich auch um einiges höher. Gerade in der Hauptstadt Kopenhagen muss viel Geld für eine Wohnung aufgebracht werden – der durchschnittliche Quadratmeterpreis für eine Mietwohnung im Zentrum beträgt hier laut “Boligportal”, Dänemarks größter Mietwohnungsplattform, über 24€. Zum Vergleich: Selbst in München, einer Stadt bekannt für ihre hohen Mietkosten, liegt der durchschnittliche Quadratmeterpreis deutlich drunter, mit etwa 19€ pro Quadratmeter, laut Immowelt.

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Für Luxus und unzählige Freizeitaktivitäten reicht das SU also nicht. Trotzdem liegt die SU-Höhe so, dass es sich jeder Student ohne Nebenjob problemlos leisten kann, von zu Hause auszuziehen und sorglos zu studieren.

Wie unterscheidet sich das SU vom deutschen BAföG?

Im Vergleich dazu haben Studierende in Deutschland weniger Glück. Obwohl es auch hier staatliche Unterstützung gibt, bekannt als BAföG, ist diese etwas geringer als in Dänemark mit einem Höchstsatz von maximal 812 Euro pro Monat. Zudem hängt die Höhe des BAFöGs von verschiedenen Faktoren ab, darunter das Einkommen der Eltern. Dadurch sind viele Studierenden von der Unterstützung ausgeschlossen oder erhalten nur eine geringe Unterstützung. Des Weiteren muss die Hälfte des BAföGs nach Studienabschluss zurückgezahlt werden, was beim SU nicht der Fall ist.

In Deutschland erhalten nur etwa 12% der Studierenden BAföG (Stand 2019). Das liegt jedoch nicht nur an den strengen Voraussetzungen. Auch die Bürokratie schreckt viele Studierende davon ab, es überhaupt zu beantragen. Deshalb hat das Finanzportal Moneezy einen Guide mit allem, was Sie über BAföG wissen müssen, veröffentlicht. So können Sie sich optimal informieren, und vielleicht auch etwas finanzielle Unterstützung für Ihr Studium erhalten.

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