Verschiedenes

Trend oder nicht Trend

Nürnberg (ots) –

Zwei große Trends fallen auf der Spielwarenmesse 2012 besonders auf – Spiele mit sogenannten Lizenzthemen und Spiele mit dem Smartphone oder dem Tablet-Computer – die sogenannten i-Toys. Bei den Lizenzthemen geht es vor allem darum, Helden und Lieblinge aus Kinofilmen oder Fernsehserien in der Fantasie der Kinder weiterspielen zu lassen. Werner Lenzner vom Marktforschungsunternehen Euro Toys nennt die beliebtesten Lizenz-Themen:

O-Ton 01 Werner Lenzner, Euro Toys 0:25:

„An erster Stelle muss man ‚Starwars‘ nennen, immer noch total erfolgreich bei den Jungs. ‚Cars – the movie‘ von Disney, der aktuelle Zeichentrickfilm aus dem Jahr 2011, der sehr, sehr erfolgreich war, und dann noch eine japanische Fernsehserie ‚Beyblades‘, Kampfkreisel, wo Kids gegeneinander spielen. Für die Mädchen ‚Filly‘, kleine rosa Ponys und ‚Hello Kitty‘ läuft nach wie vor gut. Aber – auch wenn es keine Lizenz ist – man darf ‚Barbie‘ nicht vergessen.“

Auch Barbie hat natürlich ein Smartphone mit vielen Online-Spielen. Doch der neue Trend, den die Spielwarenmesse in vielen Hallen zeigt, vereint klassische Spielideen mit modernen Smartphones oder Tablet-Computer. Zum Beispiel ‚Appmates‘: Das trendige Spiel von Spin Master bringt die Abenteuer der beliebten Cars auf das iPad, erklärt Natascher Keßler von Spin Master international:

O-Ton 02: Natascha Keßler Spin Master 0:21:

„Das sind die kleinen Helden aus dem Film Cars 2, also Lightning McQueen und Holly Shiftwell und Freunde. Spin Master hat Spielzeuge entwickelt, die Sensoren unten am Spielzeug haben, welche direkt mit dem iPad interagieren bzw. mit der App. Das Spielzeug reagiert damit und ich kann sofort in Radiator Springs losfahren.“

Und dann werden Radkappen eingesammelt oder blaues Benzin getankt. Mit den kleinen Autos in der Hand können die Kinder so ständig neue Cars-Abenteuer erleben, die die kostenlose App auf dem Bildschirm zaubert. Auch Ravensburger, der Puzzle-Spezialist, setzt auf die Verbindung von klassischer Spielidee und Online-Welten. Denn wer alle 1000-Teile der neuen Puzzleserie legt, der wird virtuell belohnt, erklärt Veronika Macher:

O-Ton 03: Veronika Macher, Ravensburger 0:21:

„Das ist das Ravensburger ‚Augmented Reality-Puzzle‘. Das bedeutet, man kann mit seinem iPhone oder iPad, nachdem man das letzte Puzzelstück gelegt hat, in virtuelle Welten eintauchen. Man hält sein iPhone oder iPad über das Puzzle-Motiv und dann startet eine Reise, zum Beispiel in eine Unterwasserwelt oder nach Paris in das Puzzlemotiv hinein.“

Und tatsächlich überprüft die App, ob auch wirklich alle Puzzle-Teile gelegt sind. Erst dann gibt es eindrucksvolle Stadtpanoramen und interessante Infos über Paris zu sehen oder eine Unterwasser-Entdeckungsreise startet. Mit der Verbindung zu den mobilen, ständigen Begleitern will auch das Traditionsunternehmen Märklin seine Kunden begeistern – und vor allem junge Einsenbahnfreunde ansprechen. Das traditionelle Steuerpult der Modelleisenbahn kann ab sofort per Tablet-PC ferngesteuert werden, erklärt Rüdiger Haller von Märklin:

O-Ton 04: Rüdiger Haller, Märklin 0:20:

„Wir haben jetzt die Möglichkeit mit dem iPad die ganze Anlage drahtlos zu steuern. Das war schon immer ein Kundenwunsch, endlich eine drahtlose Steuerung sicher auf die Beine zu stellen. Wir können den Gleisplan darstellen, wir können mehrere Fahrregler darstellen. An jedem Ort der Anlage können wir via Funk, bzw. WLAN-Netz auf die Anlage zugreifen.“

Ganz anders an das Thema Smartphone geht Fisher-Price heran. Der Spezialist für Baby- und Kleinkindspielwaren weiß nämlich, dass nicht nur Papa und Mama gerne auf dem kleinen Bildschirm ihre Fingerübungen machen – auch die Kleinsten machen das sehr gerne. Und damit sie das ohne Risiko, dafür aber viel Gerassel machen können, gibt es das iCase. Stephanie Wegener von Fisher-Price:

O-Ton 05: Stephanie Wegener, Fisher-Price 0:21:

„(Gerassel) Das iCase ist im Grunde genommen dafür da, das klassische iPhone da rein zu legen, damit es geschützt ist. Dass es auch mal runterfallen kann – ganz, ganz wichtig. Und auch einen Schutz für das Kind bietet, dass es zwar damit spielen kann, ne klassische Rassel, aber eben nicht einen direkten Kontakt hat mit der Batterie oder den Oberflächen.“

Doch wer glaubt, die Spielwarenmesse wandle sich nun zur Computermesse, der irrt. Nach wie vor sind Gesellschaftsspiele, Baukästen, Spielpuppen und Sportspiele wichtige Exponate auf der weltweit größten Branchenschau. Da dürfen die echten Klassiker wie zum Beispiel das Kettcar nicht fehlen. Das feiert in diesem Jahr fünfzigsten Geburtstag. Und um damit zu spielen ist kein Smartphone nötig. Muskelkraft reicht aus, erklärt Martin Kröger von Kettcar: O-Ton 06: Martin Kröger von Kettcar:

„Das Kettcar ist in den Grundbestandteilen unverändert geblieben im Vergleich zu 1962. Das heißt, wir haben weiterhin vier Räder, einen Sitz und ein Lenkrad. Aber einige Sachen haben sich natürlich gravierend geändert. Zum Beispiel die Reifen sind Luftbereift teilweise, wir haben natürlich einen ganz anderen, ergonomisch geformten Sitz, wir haben Freilauf. Trotzdem ist das Kettcar früher wie heute Kult.“

ACHTUNG REDAKTIONEN:

Während der Spielwarenmesse 01.-06.02.2012 weitere O-Töne unter www.spielwarenmesse.de/radio ACHTUNG REDAKTIONEN:

Das Tonmaterial ist honorarfrei zur Verwendung. Sendemitschnitt bitte an [email protected]

Orginal-Meldung: http://www.presseportal.de/pm/40482/2190782/ots-audio-trend-oder-nicht-trend-das-beantwortet-die-spielwarenmesse-2012/api

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