Duisburg. Der Autohersteller Audi wird im kommenden Jahr erstmals mehr Fahrzeuge absetzen als Konkurrent Mercedes. Demnach werde die Daimler-Tochter in der weltweiten Verkaufsstatistik der sogenannten Premiumhersteller auf Platz drei hinter BMW und Audi zurückfallen, wie aus einer am Montag veröffentlichten Studie des Center Automotive Research (Car) an der Universität Duisburg hervorgeht.

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«Zwar wird Mercedes im deutschen Markt 2010 nochmals mit etwas weniger als 260 000 verkauften Fahrzeugen Marktführer im Premiumsegment bleiben, aber der Mercedes-Vorsprung im deutschen Markt schmilzt um fast 20 000 Fahrzeuge», hieß es weiter. Da der chinesische Markt auch 2010 mit hohem Tempo wachse und Audi dort eine wesentlich bessere Marktstellung als Mercedes besitze, «ist Audi weltweit nicht aufzuhalten», sagte Car-Direktor Ferdinand Dudenhöffer.

Einer der Hauptgründe für das schlechte Abschneiden von Mercedes gegenüber Audi und BMW sei seine schlechtere Kostenstruktur und damit höhere Fahrzeugpreise. Auch bei der Produktivität liege Audi vor den Stuttgartern. Würde Mercedes mit gleicher Mitarbeiter-Produktivität wie Audi arbeiten, bräuchte Mercedes 17 000 Mitarbeiter weniger, hieß es.

(DDP)

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