So regelmäßig wie den Reifendruck sollten Autofahrer auch den Ölstand ihres Fahrzeugs kontrollieren. Zu wenig Öl ist dabei genau so schlecht für den Motor wie ein überfüllter Öltank. Was also tun, wenn der Ölwechsel mal wieder fällig ist? Selber machen oder doch die Fachwerkstatt anfahren?

Erfreulicherweise sind die Ölwechsel-Intervalle in den vergangenen Jahren immer größer geworden. Autofahrer, die nur noch alle 30.000 Kilometer zum Ölwechsel antreten müssen, fragen häufig mit bangem Blick, ob das denn gut gehen kann. Dank immer besserer Qualität der Schmierstoffe sind solche Sorgen allerdings eher unberechtigt.

Wer das Thema Ölwechsel wirklich in Eigenregie angehen möchte, muss vor allem dem Umweltgedanken Rechnung tragen. Das bedeutet den Einsatz eines absolut dichten Auffangbehälters, denn Altöl darf auf gar keinen Fall ins Erdreich gelangen. Sollten sie hier keine Sorgfalt walten lassen und sie verseuchen eventuell das Grundwasser, drohen ganz empfindliche Geldstrafen. Die beste Ausstattung wäre eine Hebebühne oder eine Mechanikergrube, um das alte Öl vollständig und sicher aufzufangen.

Abgelassen wird das Motoröl, indem eine Schraube in der Ölwanne gelöst wird. Abgeben kann man Altöl an der Stelle, wo man es seinerzeit gekauft hat. Die Abfallbetriebe der Kommunen nehmen den Stoff auch an, zumeist aber gegen Gebühr.

Komplett wird ein Ölwechsel erst mit dem gleichzeitigen Wechsel des Ölfilters. Wie viel Öl eingefüllt werden muss und welche Ölsorte die richtige für ihren Motor ist kann man der Bedienungsanleitung entnehmen.

Wer also sein Motoröl im Handel kauft und selbst tauscht, wird mit Sicherheit günstiger fahren als beim Wechsel in der Fachwerkstatt. Da die Kosten für das Öl in der Werkstatt nicht unerheblich sind, sollte man einfach mal fragen, ob man nicht sein eigenes Öl mitbringen darf. Eine gute Alternative, die preislich attraktiv ist und dennoch von fachkundiger Hand ausgeführt wurde. Auch lohnt es sich durchaus, im Vorfeld in ein paar Telefonaten verschiedene Werkstätten und Tankstellen nach dem Preis zu fragen. Sie werden feststellen, die Preisdifferenzen beim Ölwechsel sind innerhalb einer kleinen Region enorm.

Veröffentlicht von:

Sven Oliver Rüsche
Sven Oliver Rüsche
Sven Oliver Rüsche ist Gründer der Mittelstand-Nachrichten und schreibt über Wirtschaftsverbände, Macher im Mittelstand, Produkte + Dienstleistungen, Digitale Wirtschaft und Familienunternehmer. Er ist als Journalist Mitglied im DPV Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V. / Mitgliedsnummer: DE-537932-001 / Int. Press-Card: 613159-537932-002. Er ist unter redaktion@mittelstand-nachrichten.de in der Redaktion erreichbar.
Veröffentlicht am: