Stockholm. Der Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften geht in diesem Jahr zu gleichen Teilen an die Forscher Elinor Ostrom und Oliver E. Williamson aus den USA. Das teilte die Königliche Schwedische Akademie der Wissenschaften am Montag in Stockholm mit. Sie erhalten den Preis in Anerkennung ihrer Arbeit auf dem Gebiet der wirtschaftlichen Steuerung (economic governance).

Die 1933 geborene Ostrom, Professorin an der Indiana University in Bloomington, habe in ihren Arbeiten dargelegt, wie öffentliche Güter nachhaltig von ihren Nutzern verwaltet werden können. Williamson, geboren 1932 und Professor an der University of California in Berkeley, habe eine Theorie entwickelt, mit der die Abwicklung bestimmter Transaktionen innerhalb von Firmen und nicht auf Märkten begründet wird. Beide Wissenschaftler hätten das «Wissen über Institutionen außerhalb der Märkte beträchtlich erweitert».

Im vergangenen Jahr hatte der US-Ökonom Paul Krugman den Nobelpreis erhalten.

Die Auszeichnung für Wirtschaft bildet stets den Abschluss der Verkündung der Nobelpreise. Die Ehrung für wirtschaftswissenschaftliche Leistungen gehört nicht zu den klassischen Nobelpreisen. Der Preis war 1968 von der Schwedischen Reichsbank gestiftet worden und wird seit 1969 verliehen. Die Nobelpreise sind umgerechnet mit rund 970 000 Euro dotiert. Die Auszeichnungen werden traditionsgemäß am 10. Dezember, dem Todestag des Preisstifters Alfred Nobel, durch den König Schwedens in Stockholm überreicht.

(DDP)

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