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Ein gepflegter Bart gehört zum Outfit dazu

Spätestens wenn während der Pubertät die Testosteronproduktion erstmals richtig ins Laufen kommt und sich zumeist erst an der Oberlippe ein zarter Flaum bildet, machen sich junge Männer über die Bartpflege Gedanken. Dieses Ritual begleitet sie bis ins hohe Alter. Wie oft ein Bart in Form getrimmt werden sollte, hängt unter anderem von der Wuchsgeschwindigkeit und auch von der Form ab. Im Laufe der Geschichte hat sich die Funktion eines Bartes mehrmals geändert: Während der Steinzeit dient sie ganz einfach dazu, das Gesicht des Trägers warmzuhalten. Bei den alten Griechen symbolisierte ein langer Bart Würde und Weisheit. Im 18. und 19. Jahrhundert sank die Achtung vor Bartträgern: Sie wurden vielmehr als raue Gesellen eingestuft. Erst im 20. Jahrhundert, als Schnurrbärte zum Outfit vieler Männer dazu gehörten, wurden Bärte wieder beliebt. Heute ist ein Bart weniger ein Statussymbol als vielmehr ein persönliches Accessoire, das zum individuellen Look dazu gehört.

Interessante Fakten rund um den Bart

Im Laufe der vielen Jahrtausende nahmen Bärte unterschiedliche Formen an: Zunächst ließ man sie so lange wachsen wie möglich, dann wurden sie mit Hilfe von Bartkamm und Schere zurechtgestutzt. Heute tragen rund 45 Prozent aller Männer in Deutschland einen Bart. Auffallend ist, dass er sich immer mehr bei der jüngeren Generation durchsetzt: Von den 18- bis 29-Jährigen tragen rund 36 Prozent einen Bart, während es bei den 30- bis 59-Jährigen nur 29 Prozent sind. In diese Statistik wurden alle Bartformen mit eingerechnet, hier einige der beliebten Arten, einen Bart zu tragen:

  • Rund ein Drittel aller Bartträger bevorzugen einen Drei-Tage-Bart: Er benötigt nämlich kaum Pflege, sondern entsteht eigentlich von selbst. Wie der Name schon sagt, kommt er zum Vorschein, wenn sich Männer drei Tage lang nicht rasieren. Träger eines Drei-Tage-Barts wirken ein wenig wie Abenteurer.
  • Der Name Ziegenbart ist ebenfalls selbsterklärend: Darunter versteht man einen Kinnbart, der ähnlich wie beim Tier spitz nach unten verläuft. Diese Bartform verlängert optisch das Gesicht und steht Männern mit ovaler Gesichtsform besonders gut.
  • Der Henriquatre ist nach dem König Heinrich IV aus Frankreich benannt. Er verläuft rund um den Mund in einer viereckigen Form. Für Menschen mit einem rundlichen Gesicht ist er weniger geeignet, da er das Gesicht optisch in die Breite zieht.
  • Der Moustache steht an der Oberlippe und kann in unterschiedliche Varianten getrimmt werden. Ob kurz oder lang oder mit gezwirbelten Enden bleibt dem Bartträger selbst überlassen
  • Der Vollbart gilt ebenfalls als Klassiker: Er reicht von den Wangen über das Kinn und die Oberlippe. Wie bei allen anderen Bartformen ist beim Vollbart regelmäßige Pflege gefragt.

Zeit für die Bartpflege nehmen

Egal für welche Bartform sich Männer entscheiden, wichtig ist die regelmäßige Pflege. Denn immerhin setzen sich im Bart Staub, Schmutz und unter Umständen auch Essensreste fest, die den Bart wenig gepflegt aussehen lassen. Doch auch der zarten Gesichtshaut zuliebe zahlt sich eine regelmäßige Bartpflege aus. Zu Beginn unterziehen Männer den Bart einer umfassenden Reinigung. Dafür eignen sich milde Bartshampoos besonders gut. Es enthält nämlich nicht nur reinigende Substanzen für das grobe Barthaar, sondern pflegt auch die darunter liegende Haut. Viele Männer waschen den Bart unter der Dusche, wenn es einmal schnell gehen muss bietet sich auch das Waschbecken an.

Je nach Typ muss der Bart spätestens alle 10 Tage wieder in die richtige Form gebracht werden. Dafür eignen sich entweder ein Rasierhobel oder ein Nassrasierer, der nur mit einer Klinge bestückt ist. Leichter lässt sich der Bart in Form bringen, wenn man davor einige Tropfen Bartöl aufträgt. Nach einer Einwirkzeit von rund zwei Minuten lassen sich zu lange Haare perfekt entfernen. Nach dem Schneiden wird das Gesicht mit lauwarmem Wasser abgespült.

Bartkamm oder –bürste für die tägliche Pflege

Bartkamm oder Bartbürste – Was ist das Richtige? fragen sich viele Bartträger. Eines ist klar: Der Bart sollte täglich gekämmt oder gebürstet werden. Die regelmäßigen Bürstenstriche bringen den Bart morgens wieder in Form und sorgen für ein gepflegtes Aussehen. Dabei gibt es bei den beiden für die Bartpflege gemachten Utensilien deutlich Unterschiede:

Eine Bartbürste ist dafür gemacht, den Bart zu pflegen und von Schmutz und Staub zu befreien. Nach dem Bürsten wirkt der Bart weich und außerdem massiert die Prozedur sanft die darunter liegende Haut. Dadurch wird die Durchblutung angeregt, was wiederum dazu führt, dass die Haarfollikel mit mehr Nährstoffen versorgt werden. Immerhin benötigen die Haarwurzeln im Bart ähnlich wie jene im Kopf Sauerstoff und andere wichtige Stoffe, um gesundes Haar zu produzieren. Nach dem Bürsten ist der Bart außerdem perfekt für weitere Pflegeschritte wie das Waschen oder Schneiden vorbereitet.

Gerade bei Trägern von längeren Bärten gehört ein Bartkamm zur Grundausstattung dazu. Damit werden Knoten in den Barthaaren gelöst. Es gibt viele unterschiedliche Modelle an Bartkämmen, gerade bei längerem Haar sind Varianten mit breiten Zinken zu empfehlen. Sie lassen sich sanft führen und verhindern, dass Barthaare unter Schmerzen ausgerissen werden. Bartkämme in ausgezeichneter Qualität gibt es aus Naturmaterialien wie Kautschuk, Holz oder Horn.

Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: [email protected]
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