Verkaufen ist mehr als man auf den ersten Blick meinen könnte. Ein gutes Visual-Merchandising ist daher eine Grundvoraussetzung für den Erfolg eines jeden Geschäfts. Ein wichtiger Teilbereich des visuellen Marketings ist das sogenannte Visual-Merchandising. Dabei handelt es sich um die visuelle Ausgestaltung eines Geschäfts und der angebotenen Waren. Im Fokus stehen dabei die Ladengestaltung sowie verkaufsfördernde Maßnahmen. Auch in Showrooms oder auf Messen ist Visual-Merchandising von zentraler Bedeutung. Visual-Merchandising ist der Grund für ein Phänomen, das die meisten kennen, dass am Ende des Einkaufs mehr in der Einkaufstüte befindet, als auf dem Einkaufszettel stand.

Kaufbereitschaft erhöhen und Kundenbindung stärken

Ein gutes Visual-Merchandising ist daher eine Grundvoraussetzung für den Erfolg eines jeden Geschäfts.

Bild von Steve Buissinne auf Pixabay

In der heutigen Zeit ist es für den stationären Handel wichtiger denn je Kunden zu binden und dem wachsenden Online-Geschäft Paroli zu bieten. Noch immer bietet der stationäre Handel einige unschlagbare Vorteile für den Kunden, um langfristig erfolgreich und konkurrenzfähig zu bleiben müssen Einzelhändler jedoch dafür sorgen, dass die Kunden diese Vorteile auch in Anspruch nehmen. Ein Bereich, der genutzt wird, um dies zu erreichen ist die optische Verkaufsförderung, das sogenannte Visual-Merchandising (VM). Das Interesse des VM liegt darin, Kunden zu überraschen und sie in eine erhöhte Kaufbereitschaft zu versetzen. Hauptziel ist es dabei, die Verkaufsfläche derart zu präsentieren, dass der Absatz gesteigert wird. Die Gestaltung der Auslage ist dabei ein wichtiges Schlüsselelement, sie muss den Kunden vor allem visuell ansprechen und Lust auf shoppen machen. Dabei gibt es selbstverständlich einige Aspekte zu beachten.

Die komplette Ausrichtung eines Unternehmens richtet sich maßgeblich nach der Geschäftsidee. Die Marketingziele sollten daher von jedem Einzelhändler definiert und eng mit der Konzeption des Geschäfts abstimmen. Das Shop-Design vermittelt dem Kunden schon beim Betreten des Ladens eine ganz bestimmte Botschaft, schon bevor er das Geschäft überhaupt betritt, kann eine gut gestaltete Außenpräsentation ihn vom betreten zu überzeugen. Die Kundenbindung wird erheblich von der Ladengestaltung und der Warenpräsentation beeinflusst.

Allgemein darf die Rolle des VM nicht unterschätzt werden. Bereits bei der Gestaltung eines Ladenraumes können wichtige Aspekte berücksichtigt werden, die das Einkaufserlebnis verbessern und den Kunden inspirieren können. Erfolgreiches Visual-Merchandising muss immer eng mit den Erwartungen der jeweiligen Zielgruppe verbunden sein. Sowohl die Ladengestaltung als auch die Warenpräsentation müssen den Ansprüchen der Kunden sowie deren Kaufverhalten bestmöglich entsprechen um ihre volle Wirkung entfalten zu können. Dabei ist es selbstverständlich von entscheidender Bedeutung, welche Waren an welche Zielgruppen verkauft werden. In der Lebensmittelbranche gibt es daher ganz andere zu berücksichtigenden Aspekte als etwa in der Modebranche.

Alle Sinne ansprechen und jahreszeitliche Bezüge herstellen

Für die Ausgestaltung des Visual-Merchandising spielen Farben und Licht eine entscheidende Rolle. Durch den geschickten Einsatz von Lichtquellen und Farben können unterschiedliche Atmosphären geschaffen werden, die zum Warenangebot passen. Spotlights und leuchtende Farben können dabei gut Akzente in einer Boutique setzen, Naturtöne hingegen eignen sich besser für Bioläden oder Blumengeschäfte. Die Möglichkeiten diesbezüglich sind riesig und der Effekt nicht zu unterschätzen. Es lohnt sich ein eigenes Lichtkonzept für die Verkaufsfläche zu schaffen.

Je mehr Sinne beim Einkauf angesprochen werden, desto emotionaler kann das Erlebnis für den Kunden werden. Wenn der Laden nicht als Geschäft, sondern vielmehr als eine Erlebniswelt konzipiert ist, lassen sich einfacher Gefühle und Sehnsüchte beim Kunden wecken. Neben der Beleuchtung und anderen Aspekten können dabei auch Gerüche oder Hintergrundmusik eine Rolle spielen, diese sind jedoch nicht explizit Bestandteil des VM. Um den Kaufbedarf der Kunden zu steigern, stehen eine große Anzahl an Maßnahmen zur Verfügung.

Es hat sich bewährt auch jahreszeitliche Bezüge in die visuelle Gestaltung des Ladens aufzunehmen. So können Blumen im Frühling, Blätter im Herbst oder passende Deko zu Karneval und anderen Anlässen die Stimmung heben und dem Kunden Lust auf das Einkaufen machen. Ganz entscheidend für den Erfolg von VM ist vor allem ein einheitliches Gesamtbild zu schaffen. Von der Gestaltung der Außenpräsentation um das Kundeninteresse zu wecken über die Ladengestaltung bis hin zur Warenpräsentation sollte dabei ein einheitliches Gesamtbild entstehen. Dabei sollte das, was das Schaufenster verspricht, im Laden auch eingehalten werden.

Produkte inszenieren und nicht nur präsentieren

Visual-Merchandising ist mehr als nur Trickserei um den Kunden zum Kauf zu animieren. Es ist vielmehr ein bewährtes Konzept, welches die Ästhetik eines Produkts durch diverse Maßnahmen steigern kann und so den Umsatz zu erhöhen. Das Prinzip ist eigentlich relativ simpel. Je wohler sich Kunden in einem Geschäft fühlen, desto höher ist die Bereitschaft auch Geld auszugeben und Produkte zu kaufen. Dabei spielt es eine entscheidende Rolle, dass die Produkte nicht einfach präsentiert, sondern regelrecht inszeniert werden

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Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: [email protected]
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