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Auf der Suche nach Alternativen

Heutzutage gibt es immer mindestens zwei Richtungen, zwei Optionen oder zwei Möglichkeiten. Mit Blick auf die Medizin wird dieser Trend ganz deutlich, denn während die einen auf die klassische Schulmedizin setzen, gewähren andere alternativen Heilmethoden einen Zugang zu der Liste an Möglichkeiten. Darauf haben nun auch die Versicherer reagiert, denn die Krankenzusatzversicherungen haben in punkto alternative Heilmethoden mächtig aufgestockt.

Warum den Alternativen mittlerweile Vertrauen geschenkt wird

Es ist der grundsätzliche Unterschied zwischen einem Arzt oder Facharzt und einem Heilpraktiker, der viele Deutsche jahrzehntelang verunsichert hat. Ärzte oder Fachärzte erwerben via Studium ihre Kenntnisse und Fähigkeiten. Darauf vertraut der Deutsche. Vor diesem Hintergrund ist das (neue) Vertrauen in alternative Heilmethoden eine Alternative in doppeltem Sinne, denn

  • 1.) Heilpraktiker haben eine andere (oft nicht gesetzlich geregelte) Ausbildung durchlaufen und
  • 2.) Sie nutzen andere Methoden, um die Patienten von ihrer Krankheit zu heilen.
Heilpraktiker sind die Alternative zu Schulmedizinern
Globuli sind die „Medikamente“ vieler Naturheilpraktiker. Foto: pixabay.com © silviarita (CC0 Public Domain)

Spannend ist nun die Tendenz, dass sogar der klassische Schulmediziner ab und an auf den Heilpraktiker verweist, um eine alternative zur klassischen Medikation inklusive Nebenwirkungen zu umgehen. Ob diese Tendenz einen Einfluss auf das Leistungsportfolio der Krankenzusatzversicherungen hatte, wird wohl nie geklärt werden können. Fakt ist aber, dass gerade der Leistungsbaustein „Heilpraktiker“ für Betroffene von großer Bedeutung ist.

Die Heilpraktiker Zusatzversicherung ist ein Sondermodell

Die gute Nachricht lautet: Die Heilpraktiker Zusatzversicherung wartet – je nach Anbieter – mit einem großen Angebot an Behandlungsbereichen und Methoden auf, die abgedeckt werden. Deswegen ist der Vergleich der einzelnen Anbieter unter Krankenzusatzversicherung.de auch so wichtig. Nur wenn die entsprechende Behandlung auch Teil des Leistungsumfangs ist, wird die Versicherung auch die Kosten übernehmen. Zwei Faktoren müssen beim Versicherungsvergleich beachtet werden:

  • 1.) Muss darauf geachtet werden, dass die Behandlung auch im Leistungsumfangs niedergeschrieben ist. Wer sich im Zuge einer Immunisierungsmaßnahme für eine Eigenblutbehandlung entscheidet, diese aber nicht versichert ist, dann hat die Versicherung an dieser Stelle wirklich keinen Wert.
  • 2.) Muss darauf geachtet werden, wie hoch die Zuschüsse seitens der Versicherung sind. Achtung: Einige Versicherer übernehmen nur prozentuale Anteile der Kosten. Dies gilt es im genauen Vergleich zu klären. In aller Regel hängt auch der monatliche Beitrag davon ab, wie hoch die Zuschüsse seitens des Versicherers sind.

Auch der Zahnarzt- und der Augenarztbesuch sind „Spezialmodelle“ der Versicherung

Auch spezielle Methoden wie etwa die Fußreflexzonenmassage versprechen bei vielen Leiden Linderung. Foto: pixabay.com © andreas160578 (CC0 Public Domain)

Wem die Krankenzusatzversicherung im Hinblick auf Heilpraktikerbehandlungen fremd ist, der kennt vielleicht eher das Beispiel der Zahnzusatzversicherung oder der Sehhilfen-Versicherung. Die Grundlage dieser Krankenzusatzversicherungen ist jedoch ganz ähnlich bzw. fußt auf ein und demselben Ausgangspunkt: Die gesetzliche Krankenversicherung kommt nur für einen Bruchteil der Kosten auf, die bei Zahnbehandlungen oder bei der Anschaffung von Sehhilfen zu begleichen sind. Weitere Varianten der Zusatzversicherung sind unter verbraucherzentrale.de zu finden.

Und da sind sie nun wieder – die vielbesagten Alternativen – die diese Möglichkeiten offerieren: Entweder die Behandlung bzw. das Hilfsmittel wird selbst bezahlt oder es wurde rechtzeitig eine entsprechende Zusatzversicherung abgeschlossen, die für die Kosten aufkommt. Die Betonung auf „rechtzeitig“ ist in diesem Fall meist kein Versicherungs-Ausschlusskriterium, schlägt sich aber deutlich beim Preis nieder. Wer buchstäblich erst dann abschließt, wenn das halbe Gebiss erneuert werden muss, der muss häufig mit höheren Beiträgen rechnen.
Tipp für Unternehmen: Gerade für Arbeitgeber ist die betriebliche Krankenversicherung ein Detail, über das häufig auch privat gesprochen wird.

 

Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: [email protected]
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