Der Begriff “Brand Awareness” bedeutet übersetzt “Markenbekanntheit“. Es handelt sich dabei um einen gewissen Prozentwert, der wiedergibt, wie viele Verbraucher sich an eine ganz bestimmte Marke grundsätzlich erinnern können.

Mittlerweile führen viele Unternehmen in regelmäßigen Abständen Befragungen zur Ermittlung der Markenbekanntheit durch. Dabei wird den Befragten zum Beispiel ein Logo eines Poloshirts gezeigt, dass die Befragten wiederum einer bestimmten Produktkategorie und Marke zuordnen sollen. Gerade bei bekannten und großen Unternehmen ist eine Markenbekanntheit enorm wichtig. Mit Hilfe dieser Befragungen und Umfragen lässt sich im Bereich Wahrnehmung, Werbung und Marketing schnell reagieren.

Textilien: Die drei Arten von Brand Awareness

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In Bezug von Poloshirts und der Markenbekanntheit wird in drei Arten unterschieden. Zunächst in “Top of Mind”, gefolgt von einem “Unaided Recall” und zuletzt in einem “Aided Recall”. Top of Mind bedeutet, die Marken zu nennen, die einem Befragten als aller erstes einfallen, wenn er eine ganz bestimmte Produktgruppe vorgehalten oder vorgegeben bekommt. In diesem Fall wäre das ein klassisches Poloshirt ohne Logo. Bei Unaided Recalls werden vom Befragten die Marken genannt, die derjenige ohne eine Hilfestellung nennen soll. Beim Poloshirt erhält man nur den Begriff. Bei einem Aided Recall werden nur die Marken genannt, an die sich der Befragte erinnert, wenn sie vorher gezeigt werden. Welche Befragung wann und in welcher Form vorgenommen wird, hängt auch immer von dem jeweiligen gewünschten Ergebnis oder Ziel einer Umfrage ab.

Wie wichtig ist Brand Awareness im Online-Handel?

Brand Awareness ist, im Gegensatz zum Einzelhandel, im Bereich des E-Commerce ein sehr wichtiger Faktor. Das liegt vor allem daran, dass der Endverbraucher sich zum Beispiel im Onlineshop nicht selbst von der Qualität eines Poloshirts überzeugen kann. Der Kunden kann es nicht begutachten, anfassen oder ausprobieren. Grundsätzlich stehen Marken für gewisse Eigenschaften, die oftmals auch einen ganz bestimmten Bezug zu der Qualität von Poloshirts haben. Ohne das Shirt näher zu begutachten, anzufassen und am Ende auch anzuziehen, muss sich der Käufer darauf verlassen, was er mit eben mit dieser Marke verbindet. Dennoch ist die Markenbekanntheit bei Kauf natürlich nicht das einzige Kriterium, was entscheidet. Letztlich spielen auch der Preis, die Farbe, das Design und vieles weitere eine wichtige Rolle.

Wie groß ist Einfluss von Brand Awareness bei der Suchmaschinenoptimierung?

Um die Markenbekanntheit zu steigern, ist es auch wichtig, die Suchmaschinenoptimierung stetig zu verbessern. Denn das Ziel bei einer Suchmaschinenoptimierung soll letztlich mit Hilfe der Onpage- sowie Offpage-Optimierung dafür sorgen, dass der Online-Shop oder die Blog-Webseite bei den Suchergebnissen in der Suchmaschine möglichst weit oben platziert ist. Denn je höher die Platzierung im Ranking, desto mehr Nutzer sehen die Seite und werden auf die Marke aufmerksam. Folglich bietet die Erhöhung der Sichtbarkeit im Internet auch eine Verbesserung der Markenbekanntheit. Möchte man jedoch ausschließlich den Brand Awareness steigern, sollten parallel zur Suchmaschinenoptimierung noch Marketingtools und Online-Marketingmaßnahmen wie zum Beispiel Newsletter, Social Media, Bannerwerbung, Messanger-Werbung und viele weitere genutzt werden.

Jede Poloshirt Marke erzählt ihre eigene Geschichte

Ob Lacoste, Ralph Lauren, Fred Perry oder viele andere – alle bieten ein Produkt an: Das Poloshirt. Hergestellt aus etwa 250 Gramm Baumwolle und ausgestattet mit eine Kragen, einer Knopfleiste mit zwei oder drei Knöpfen und gerippten Bündchen an den Ärmeln. Fast alle Hersteller und Produzenten lassen die Poloshirts mit einem Logo bedrucken. Dabei liegt die Preisspanne der Shirts sehr weit auseinander. So kann der Endverbraucher bei einer Textilkette das Shirt bereits ab 20 Euro erwerben. Nach oben hin sind kaum Grenzen gesetzt. So können die Shirts bei Lacoste, Ralph Lauren oder Fred Perry auch schon mal 90 Euro kosten. Einige Hersteller, wie zum Beispiel Lacoste, steigern ihren Brand Awareness, indem sie ihr Logo und Markenzeichen gegen bedrohte Tierarten tauschen. So ließ Lacoste seine Polos unter anderem, statt dem bekannten Krokodil, mit einem Java-Nashorn bedrucken. Mit einer limitierten Stückzahl geht der gesamte Erlös dieser Shirts zu Gunsten der bedrohten Tiere. Eine Marketingmaßnahme, die nicht nur Markenbekanntheit enorm steigert, sondern auch noch für einen wichtigen Zweck dient.
Andere Hersteller versuchen durch die Präsentation Ihrer Ware, der eigenen Marke einen Wiedererkennungswert zu geben. Bei Ralph Lauren sticht der bekannte Polospieler als Logo hervor. Hierbei entspricht das Logo namentlich dem Shirt. Wer in einem Store bei Ralph Lauren einkauft, bekommt die Ware auf dunkel lasierten Regalen präsentiert, die mit grünen Glaslampen und Deko-Büchern einen elitären Flair ausdrücken soll. Dementsprechend wirken diese Shirts auch immer hochpreisig.

Fred Perry hingegen steht für die Arbeiterklasse und die Bodenständigkeit. Viele Jahre galt diese Marke in bestimmten Szenen als Modetrend und dennoch hat man diese Marke nach und nach mit neuen Designs und Schnitten in der breiten Bevölkerung etabliert. Adidas bringt wiederum seine Retro-Linie als “Originals” auf dem Markt und weckt damit die alten Klassiker aus den achtziger Jahren. Retro ist in – also warum nicht den Brand Awareness mit Hilfe dieses Modetrends nutzen.

Grundsätzlich sind in der heutigen Zeit die Poloshirts vieler Marken austauschbar. Nur jede Marke erzählt seine eigene Geschichte und bekommt dadurch auch eine eigene Persönlichkeit verliehen. Dabei ist es für den Verbraucher wichtig, mit der Markenbekanntheit auch glaubwürdig zu sein. Lacoste nutzt das Krokodil für den Tierschutz, Fred Perry sieht seine Marke in der breiten Bevölkerung und Ralph Lauren steht für das Elitäre. Dennoch zählt für alle eins: Die Poloshirts sollten gut aussehen, eine gute Qualität haben, ordentlich verarbeitet sein sowie ein vernünftiges Preis-Leistungsverhältnis haben. Und das wichtigste zum Schluss. Jeder sollte seine Geschichte gut erzählen können und somit auch in den Köpfen der Verbraucher hängen bleiben, damit bei einer Befragung, ob mit oder ohne Hilfsmittel, ihre Marke sofort genannt wird.

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Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: redaktion@mittelstand-nachrichten.de
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