Aktuell sind die Rahmenbedingungen für Investitionen in Unternehmen so gut wie lange nicht mehr, denn durch die niedrigen Zinsen ist es nicht nur sehr preiswert künftige Investitionen zu finanzieren, sondern auch deutlich einfacher geworden, da die Banken ihre Anforderungen an Kreditnehmer seit der Finanzkrise wieder ein wenig gelockert haben und so gerade kleine und mittelständische Unternehmen wieder die Möglichkeit haben mehr finanziellen Spielraum zu erhalten.

Doch wie hier von uns berichtet verfolgen gerade ältere Unternehmer oft das Motto “Never change a running system”, was in einem sich immer weiter wandelnden Marktumfeld gefährlich werden kann, da die Mitbewerber schnell einen kritischen Vorsprung erzielen könnten. Der Frage warum Unternehmen trotzdem nicht investieren hat sich das Manager Magazin gewidmet und einige spannende Antworten gefunden. Doch wir wollen uns nicht der Frage widmen warum Unternehmen in welcher Höhe investieren, sondern in welchen Bereichen sie investieren sollten und in welchen Teilbereichen sie sich lieber ein wenig zurückhalten sollten.

Lassen Sie die Finger von teuren Investitionen in die PKW-Flotte

Gerade junge Unternehmen, die zum ersten Mal über einen guten Gewinn und ausreichend Liquidität verfügen, investieren viel und gerne in den Fuhrpark. Doch wenn nicht zweckdienliche Autos, sondern Luxusautos gekauft werden, dann handelt es sich nicht mehr um eine Investition im eigentlichen Sinne, da effektiv Geld aus dem Unternehmen abgezogen wird, welches lieber in das eigentlich Geschäft hätte investiert werden sollen. Deshalb sollten vor allem Jungunternehmer genau hinterfragen, ob eine Investition tatsächlich dem Wachstum des Unternehmens dienlich ist, denn auf Grund von potentiellen Skaleneffekten sollte in der Anfangszeit nur so wenig Kapital wie möglich aus dem Unternehmen abgezogen werden.

Gerade bei Maschinen sind Investitionen unabdingbar

Anders als beim Fuhrpark sollte bei Dingen wie der Betriebsausstattung, insbesondere bei Maschinen und Werkzeugen, nicht zu sehr geknausert werden. Denn auch wenn es selbstverständlich nicht falsch ist eine Ausgabe genau zu prüfen, sind regelmäßige wohldurchdachte Investitionen unabdingbar. Dies soll am Beispiel von Wiedenmann Seilen und ENERPAC gezeigt werden. Denn wer sich über den Vertriebspartner Wiedenmann ENERPAC Produkte kauft, der erwirbt nicht nur Produkte aus dem Bereich Werkzeughydraulik, sondern gleichzeitig auch noch wichtiges KnowHow, welches einen Vorsprung zu den Mitbewerbern ausbauen oder halten kann. Denn wer stets auf dem neusten Stand der Technik ist muss nicht befürchten, dass die Mitbewerber sich neuere Werkzeuge oder Maschinen einkaufen. Zwar ist es mit dieser Strategie nur schwer möglich die Preisführerschaft in einem Markt zu übernehmen, doch wer sich erst einmal einen Ruf als zuverlässiges und innovatives Unternehmen gemacht hat, der muss seine Kunden nicht mit Discount-Preisen locken, sondern kann mit Qualität punkten.

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Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: redaktion@mittelstand-nachrichten.de

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