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tools talk Berlin: Der Digitale Wandel beginnt im Kopf

Berlin – Die Digitale Transformation beginnt im Kopf. Altbewährtes in Frage zu stellen, erfordert viel Mut. Flexibilität im Handeln, setzt Flexibilität im Denken voraus. Auf diese Reise müssen alle Generationen mitgenommen werden. Das sind Kernaussagen aus dem ersten tools talk vom Mittwochabend (25. Februar) in Berlin. Zu diesem neuen Event-Format hatte die Expo + Konferenz für webbasierte Business-Anwendungen tools eingeladen. Sie findet am 16. und 17. Juni 2015 zum zweiten Mal auf dem Gelände der Messe Berlin statt.

Den Auftakt des Abends bildete eine Expertenrunde, in der Manager großer und mittelständischer IT-Unternehmen neben dem Partner einer Technologie-Investmentbank, einer Change-Expertin sowie einer erfolgreichen Jungunternehmerin saßen. Thema des Talks: „Die Revolution ist Kopfsache – Wie sich Unternehmen den Digitalen Wandel zu eigen machen können“.

Quelle: tools
Quelle: tools

Franziska Gräfin von Hardenberg, Gründerin und CEO von BLOOMY DAYS, brachte es so auf den Punkt: „Digitaler Wandel ist unaufhaltsam. Entweder stellen sich Unternehmen dieser Herausforderung oder sie verpassen den Absprung in das neue digitale Zeitalter. Wenn das Wissen nicht intern aufgebaut werden kann, muss man bereit sein, sich externe Hilfe zu holen. Es geht um Schnelligkeit und Agilität. Man könnte sagen: Wer bremst, verliert.“

Auch für Jürgen Stehle, Senior Account Executive von Salesforce, beginnt die Digitale Transformation im Kopf. „Es benötigt noch sehr viel Mut, über Grenzen hinaus zu denken! Nur wer alle Prozesse von Grund auf überdenkt und keinen Stein unumgedreht lässt, hat eine Chance, an dieser zukunftsweisenden Entwicklung zu partizipieren und seine Geschäftsprozesse kundenorientiert neu auszurichten.“

„Die meisten Menschen haben den Digitalen Wandel im Privaten bereits vollzogen“, meint Christian Marchsreiter, CEO von SMASHDOCs. „Aber im Beruflichen haben sie dazu oftmals noch gar nicht die Möglichkeit, weil sich viele Unternehmen noch immer nicht – genügend – trauen, modernen Technologien eine Chance zu geben und sie einzuführen.“ Julian Heister, Senior Product Marketing Manager bei Microsoft, fügte hinzu: „Die Transformation zu einem digitalen, neuen Arbeitsplatz, ist in einem fortlaufenden Prozess und lebt von immer neuen Ideen und einem Austausch über Firmen und Branchen hinaus.“

„Als Change Expertin und Management Coach erlebe ich oft die Hürden und Schwierigkeiten, die Veränderungen für Organisationen mit sich bringen“, berichtete Kerstin Sarah von Appen. „Werden diese Hürden offen adressiert und wird kreativ an Lösungen gearbeitet, liegt hierin die große Chance, eine Lern-, Fehler- und Querdenkerkultur zu schaffen und auch mit zukünftigen Herausforderungen konstruktiv und aktiv umzugehen.“

Diesen Gedanken griff Katja Gross, Projektleiterin der tools auf, die die Expertenrunde moderierte. „Wir bieten auf der tools auch in diesem Jahr wieder Success Stories an. Dabei kommt ein Referenzkunde zu Wort und präsentiert den erfolgreichen Einsatz einer webbasierten Lösung. Was spricht dagegen, auch über die Lehren aus einem gescheiterten Projekt zu sprechen? Möglicherweise hilft das, die immer noch vorhandene Angst vor der Digitalen Transformation abzubauen.“

Seine Erwartungen an die Expo + Konferenz im Juni formulierte Julian Riedlbauer, Partner der Investmentbank und -beratung GP Bullhound, so: „Die tools ist für uns sehr wichtig, um das Thema Tools, Software as a Service etc. bei Geschäftskunden zu etablieren. Wir von GP Bullhound sehen Enterprise SaaS auch in unserer kürzlich veröffentlichten Studie ‚Top Technology Predictions 2015′ als einen der wesentlichen Trends für dieses Jahr.“

Zum Abschluss fragte Katja Gross die Panelteilnehmer, welches Thema wohl im Fokus des tools talk 2016 stehen werde. Dann werde es hoffentlich weniger um das „Ob“ und mehr um das „Wie“ des Digitalen Wandels gehen, meinte Kerstin Sarah von Appen. Julian Heister geht davon aus, dass es bis dahin in Deutschland viele neue Erfolgs- aber auch Misserfolgsstories geben wird. Und Franziska Gräfin von Hardenberg wünscht sich, dass Old und New Economy bei der Digitalen Transformation noch mehr zusammenwirken und bereit sind, voneinander zu lernen.

Die nächsten tools talks finden am 26. März in Hamburg und am 16. April in München statt. Der Call for Papers der tools läuft noch bis 28. Februar 2015.

Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: [email protected]
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