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Knorr-Bremse erweitert Fertigungsstandort für Schienenfahrzeuge

Knorr-Bremse hat in Suzhou/China ein Produktionswerk sowie Testzentrum für Systeme für Schienenfahrzeuge hochmodern ausgebaut und eröffnet. Mit dem neuen Werk wird das Unternehmen die Effizienz steigern und seine Wettbewerbsfähigkeit in China stärken. Knorr-Bremse kann damit die hohen Lokalisierungsanforderungen erfüllen und zudem die gewohnte Knorr-Bremse-Qualität in China anbieten.

Der Grundstein für die umfangreichen Erweiterungsmaßnahmen des Produktionsstandorts für Schienenfahrzeuge in Suzhou/China wurde im Dezember 2014 gelegt. Durch den Aus- bau steigen die Produktionskapazität und das Raumangebot für die wachsende Anzahl an Entwicklern und Ingenieuren. So wurde das Werk mit verschiedenen Prüfständen ausgestattet, darunter auch der erste voll ausgestattete Schwungmassenprüfstand, der in dieser Form bislang nur in der Münchner Firmenzentrale von Knorr-Bremse zur Verfügung stand. Zum Investitionspaket in Höhe von ca. 13 Mio. Euro gehören moderne Schulungsräume für Kunden sowie zusätzliche Parkflächen und eine neue Kantine für etwa 1.200 Mitarbeiter.

Bei der Eröffnungsfeier konnte Heinz Hermann Thiele, Eigentümer von Knorr-Bremse, zusammen mit Klaus Deller, Vorsitzender des Vorstands, Dr. Dieter Wilhelm, Mitglied des Vorstands, Joseph Han, Geschäftsführer Knorr-Bremse Suzhou, sowie der Geschäftsführung von Knorr-Bremse Asia Pacific zahlreiche prominente Gäste begrüßen, darunter den Bürgermeister der Stadt Suzhou Qu Futian, den Vorsitzenden des Verwaltungsausschusses Suzhou New District Pu Ronggao, den stellvertretenen Vorsitzenden und Präsidenten des Verwaltungsausschusses Suzhou New District Zhou Xudong sowie den Vorstandsvorsitzenden und Präsidenten der CRRC Zhuzhou Locomotive Co., Ltd. Zhou Qinghe und den Leiter des Locomotive and Car Research Institute (CARS) Sun Jianfang.

© Knorr-Bremse
© Knorr-Bremse

Zu den Gästen zählten weitere Geschäftspartner und Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und den Medien.

In seiner Festrede sagte Heinz Hermann Thiele: “Dieses Werk ist Teil eines umfangreichen Investitionsprogramms von Knorr-Bremse zur Modernisierung von Fertigungs- und Entwicklungsstandorten weltweit. Von der damit am Standort erreichten höheren Flexibilität und verbesserten Lieferfähigkeit werden unsere Kunden profitieren. Darüber hinaus wollen wir die nächste Generation von Bremssystemen für Schienenfahrzeuge entwickeln, Systeme, die exakt die künftigen Anforderungen dieses regionalen Markts berücksichtigen.“ Zur Zukunftssicherung investierte Knorr-Bremse seit 2010 insgesamt mehr als 1,3 Mrd. Euro in den Bau und die Erweiterung von Produktions- und Entwicklungsstandorten. Die größte Einzelinvestition in der Geschichte des Unternehmens, das neue Entwicklungszentrum am Standort München, wird Ende Juni 2016 eingeweiht. Insgesamt investierte Knorr-Bremse 90 Mio. Euro in dieses Gebäude und dessen Ausstattung.

Knorr-Bremse Systems for Rail Vehicles (Suzhou) Co. Ltd. spielt eine wichtige Rolle im chinesischen Schienenfahrzeuggeschäft von Knorr-Bremse und betreibt auch eine Niederlassung in Beijing. Die 2005 gegründete Tochtergesellschaft ist ein wesentlicher Produktionsstandort für Bremssysteme für den nationalen und internationalen Markt.

Der Standort Suzhou wurde in den letzten Jahren kontinuierlich erweitert, so dass das Unternehmen einen wertvollen Beitrag zum chinesischen Schienentransportwesen, vor allem im Hochgeschwindigkeitssektor, geleistet hat. Die hochmodernen Montagelinien und das große CNC-Bearbeitungszentrum sind dafür ausgelegt, den kontinuierlich wachsenden Markt für Bremssteuerungsysteme, Drehgestellausrüstungen, Luftbeschaffungs- und Hydrauliksysteme zu bedienen.

Kontakte nach China pflegt Knorr-Bremse bereits seit Ende der 1970er-Jahre. 2015 erwirtschaftete Knorr-Bremse in China einen Umsatz von mehr als 1,3 Mrd. EUR und beschäftigte über 4.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Knorr-Bremse unterhält in China heute 14 Produktionsstandorte inklusive Joint Ventures für die beiden Geschäftsbereiche Systeme für Schienen- und Systeme für Nutzfahrzeuge und erfüllt damit auch die hohen Lokalisierungsanforderungen.

Im Bereich Systeme für Schienenfahrzeuge ist Knorr-Bremse seit vielen Jahren in China aktiv. Nachdem 1990 der erste Großauftrag über komplette Bremssysteme für Fahrzeuge der Metro Shanghai vereinbart worden war, erweiterte der Geschäftsbereich die Produktpalette in den Folgejahren sukzessive um Türsysteme und Klimaanlagen. Partnerschaften und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit lokalen Unternehmen gehören von jeher zur Geschäftsphilosophie von Knorr-Bremse. Um seine starke Marktposition in China weiter auszubauen und an der Entwicklung im Intercity-Bereich zu partizipieren, hat Knorr-Bremse 2015 ein Joint Venture mit dem Partner GuoTong geschlossen.

Im Bereich Systeme für Nutzfahrzeuge wurde 2004 das erste Gemeinschaftsunternehmen, Hasse & Wrede CVS Dalian, China Ltd., mit der Dalian Innovation Parts Manufacturing Company in Dalian, gegründet. Die Tochtergesellschaft Knorr-Bremse Braking Systems for Commercial Vehicles (Dalian) Co., Ltd. wurde 2005 eröffnet. 2011 folgte Knorr-Bremse CAFF Systems for Commercial Vehicles Chongqing Ltd. Das neueste Joint Venture zwischen Knorr-Bremse und Dongfeng Motor Group Co. Ltd. ging 2015 an den Start.

Quelle: Knorr-Bremse

Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: [email protected]
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