Genauso wie bei Wohnräumen kann auch bei Unternehmensstandorten eine Renovierung notwendig sein. Je nach Umfang der Arbeiten kann die Sanierung Auswirkungen auf den reibungslosen Ablauf im Betrieb haben. Die meisten Firmen entscheiden sich dafür, Renovierungen von Profis vornehmen zu lassen. Dennoch sollte man als Unternehmer über die notwendigen Utensilien Bescheid wissen, damit die Sanierung reibungslos abläuft. Bei Außensanierungen ist meist die Errichtung eines Gerüsts notwendig.

Für welche Arbeiten wird ein Gerüst benötigt?

Generell stellt man immer dann ein Gerüst auf, wenn Arbeiten in größeren Höhen notwendig sind. Zu den Einsatzgebieten zählen zum Beispiel:

  • Die Sanierung des Dachs – Austausch von Dachziegeln, Erneuerung der Regenrinne oder Komplettsanierung
  • Austausch von Fenstern
  • Arbeiten am Balkon, sofern vorhanden
  • Neuer Anstrich der Fassade
  • Anbringen einer zusätzlichen Wärmedämmung

Die Einsatzgebiete für Gerüste sind also vielfältig. Experten empfehlen, ab einer Arbeitshöhe von drei Metern ein Gerüst zu verwenden.

Welche Vorteile bieten Gerüste?

Manche der oben genannten Arbeiten könnten auch von einer Leiter aus erledigt werden. Ein Gerüst bietet aber mehr Sicherheit für die Handwerker. Schließlich können sie sich auf einer Ebene bewegen und haben einen festeren Stand als auf einer Leiter. Außerdem bietet ein Gerüst weit mehr Komfort, man kann Werkzeug einfach gleich dort abstellen, wo es gerade benötigt wird. Der Aufbau eines Gerüsts benötigt zwar etwas mehr Zeit, dafür ist man beim Streichen, Verputzen oder der Erneuerung des Dachs deutlich schneller als wenn nur mit einer herkömmlichen Leiter gearbeitet wird. Besonders wichtig ist die korrekte Aufstellung des Gerüsts. Nur dann ist die Sicherheit optimal gewährleistet.

Was ist beim Aufstellen eines Gerüsts zu beachten?

Möchte man als Unternehmer bei der Renovierung selbst Hand anlegen, muss man selbst für ein Gerüst sorgen. Dafür muss man aber nicht gleich ein Gerüst kaufen, es gibt eine große Auswahl an gebrauchten Baugerüsten, die man für einige Tage oder Wochen ausleihen kann. Stellt man als Unternehmer oder Privatperson selbst ein Gerüst auf, muss man einige wichtige Punkte beachten:

  • Ein Gerüst sollte nur auf völlig ebenem Boden aufgestellt werden – somit ist beste Standfestigkeit gewährleistet
  • Die sogenannten Fußspindeln werden so dicht wie möglich an der Hauswand angebracht. Als maximaler Abstand empfehlen Experten 30 Zentimeter. Je näher die Bretter an der Hauswand anliegen, umso niedriger ist das Unfallrisiko
  • Die meisten Gerüste werden mittels Diagonalbefestigungen fixiert
  • Für maximale Sicherheit sorgen Verankerungen, die an der Hauswand angebracht werden. Dazu werden in der Regel Dübel mit circa 10 Zentimeter Länge verwendet, die in die Hauswand eingedreht werden.

Wie viele Ebenen man braucht, hängt natürlich von der Höhe des Gebäudes ab. Beim Gerüstbau wird eine Ebene nach der anderen angebracht.

Welche Arten von Gerüsten gibt es?

Auf den Baustellen sind sowohl fest montierte als auch Fahrgerüste zu finden. Fest montierte Gerüste eigenen sich für große Gebäude. Sie werden meistens rund um das Haus errichtet, das es zu renovieren gilt. Auf fest montierten Gerüsten können mehrere Arbeiter gleichzeitig ausmalen, verputzen oder Dämmplatten anbringen. Diese Gerüste sind schwer und meistens hoch. Daher müssen sie auf jeden Fall von einem Fachmann aufgestellt werden. Fahrgerüste hingegen sind bereits fertig montiert. Diese Modelle sind unten mit Rollen versehen und können daher auf der Baustelle leicht bewegt werden. Der Vorteil von Fahrgerüsten ist, dass man für die Errichtung keine Zeit verliert. Allerdings können Fahrgerüste nur auf völlig ebenem und gut befestigtem Boden verwendet werden. Möchte man sie auf der Baustelle an eine andere Stelle fahren, muss man dabei langsam vorgehen. Auf unebenen Böden oder bei ruckartigen Bewegungen besteht nämlich Umsturzgefahr. Die Fahrrollen können bei den meisten Modellen fixiert werden, sobald man das Gerüst an die richtige Position gebracht hat. Auf das Anziehen des Bremshebels darf man dabei auf keinen Fall vergessen. Wird das Fahrgerüst bewegt, muss man Werkzeug und Materialien unbedingt davor vom Gerüst entfernen. Bei fahrbaren Gerüsten mit einer Höhe von mehr als zwei Metern muss innen eine Aufstiegshilfe angebracht sein.

Was muss man beim Mieten eines Gerüsts beachten?

Renovierungsarbeiten an der Außenseite eines Gebäudes sind unter anderem von der Witterung abhängig. Möchte man ein Gerüst ausleihen, sollte man die Mietdauer nicht zu knapp wählen. Wichtig ist ein Zeitpolster einzukalkulieren, sollte es zu unvorhergesehenen Ereignissen kommen oder das Wetter umschlagen. Um das Budget möglichst wenig zu belasten, lohnt es sich, mehrere Angebote zu vergleichen. Wichtig ist auch, nachzufragen, was im Preis inbegriffen ist. Oft wird die Anlieferung des Gerüsts nämlich extra verrechnet. Gegen einen Aufpreis wird das Gerüst sogar vom Vermieter fix und fertig montiert.

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Veröffentlicht von:

Despina Tagkalidou
Despina Tagkalidou
Despina Tagkalidou ist Mitglied in der MiNa-Redaktion und schreibt über Wirtschaftsverbände, Macher im Mittelstand, Produkte + Dienstleistungen, Digitale Wirtschaft und Familienunternehmer.
Mail: redaktion@mittelstand-nachrichten.de

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