Tourismus

Verstärkter Auto-Tourismus in 2020

Sommer 2020 – die Corona-Krise hat vielen einen Strich durch die Urlaubspläne gemacht, weshalb Verkehrsverbände nun mit einer Zunahme des Autotourismus rechnen. Dadurch rückt das Thema Sicherheit im Auto in den Vordergrund: Wann wurde das letzte Mal der Verbandskasten gecheckt? Nach welchen Kriterien wird ein Kindersitz ausgewählt? Und wann dürfen Kinder eigentlich ohne Kindersitz vorne sitzen?

Das digitale Finanzportal Joonko hat eine Umfrage zu diesen Themen durchgeführt und unter anderem folgende Erkenntnisse gesammelt:

Die häufigsten Auswahlkriterien für Kindersitze sind

  • Testergebnisse von ADAC & Stiftung Warentest (64 %)
  • Isofix-Halterung (34 %)
  • Die Bekanntheit der Marke (32 %)

-Eher selten wird dagegen auf die Leichtigkeit des Ein- und Ausbaus (25 %), Empfehlungen von Freunden (21 %) und den Preis (17 %) geachtet.

-31 % der Umfrageteilnehmer, die einen Kindersitz besitzen, wussten nicht, wann ein Kind ohne Kindersitz vorn sitzen darf.

Die meisten Deutschen überprüfen ihren Verbandskasten regelmäßig alle paar Jahre und nur 2 % haben ihren Verbandskasten noch nie gecheckt.

Wie aus diesen Ergebnissen hervorgeht, gibt es bezüglich der Sicherheit noch immer starke Defizite. Bevor also längere Strecken oder gar eine Urlaubsreise angetreten wird, gilt es die wichtigsten Aspekte zu klären und gegebenenfalls auszubessern.

Reisevorbereitungen frühzeitig starten

Wer mit der ganzen Familie mit dem Auto in den Urlaub fährt, sollte sich im Vorhinein gut vorbereiten. Je früher das geschieht, desto besser. Geeignete Kindersitze, ein aktueller, vollständiger Verbandskasten, Warndreieck und Co. sind dabei ebenso zu berücksichtigen wie weitere Faktoren. Nur mit einer gründlichen Urlaubsplanung sind die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass der Urlaub vom ersten Tag an entspannt beginnen kann. Vor der Fahrt können kleinere Mängel oder Reparaturen noch entspannt durchgeführt werden, auf der Reise hingegen ist eine Panne äußerst ärgerlich. Ein gründlicher Fahrzeugcheck ist somit das A und O.

Fahrzeugcheck durchführen

Große Strecken und viel Gepäck belasten ein Auto mehr als üblich. Daher ist es unerlässlich, einen umfassenden Fahrzeugcheck durchzuführen. Vor Reiseantritt gilt es insbesondere folgende Punkte zu checken, entweder selbst oder in einer Werkstatt des Vertrauens.

  • Sind Reifendruck und Profil in Ordnung? Der Reifendruck muss an die zusätzliche Beladung angepasst werden.
  • Stimmt der Ölstand?
  • Ist das Kühlsystem in Ordnung?
  • Ist die Lichtmaschine vollumfänglich funktionsfähig?
  • Wie ist der Zustand der Batterie? Gerade bei längeren Reisen kann es sich lohnen, sie vor der Fahrt auszutauschen.
  • Sind die Bremsen in Ordnung? Muss eventuell Bremsflüssigkeit nachgefüllt werden?
  • Müssen die Wischerblätter ausgetauscht werden?
  • Funktioniert die Klimaanlage?
  • Sind Reserverad und entsprechende Werkzeuge mit an Bord?

Das Fahrzeug sicher beladen

Gerade der Beladung messen noch immer viel zu viele zu wenig Bedeutung zu. Eine richtige Beladung spart nicht nur Platz, sie kann auch dazu beitragen Unfälle zu vermeiden. Was zählt, ist hier vor allem die optimale Anordnung aller Gepäckstücke. Schweres Gepäck gehört immer nach unten und sollte zudem gleichmäßig verteilt werden, sodass keine Schlagseite entstehen kann. Verbandkasten und Warndreieck müssen zudem jederzeit griffbereit sein. Die maximale Zuladung des Fahrzeugs muss selbstverständlich eingehalten werden.

Greift die Versicherung im Ausland?

Zwar sind die meisten europäischen Länder von den Reisebeschränkungen ausgenommen, doch auch hier lohnt es sich vor der Fahrt noch einmal zu vergewissern, ob die Kfz-Versicherung auch in dem jeweiligen Urlaubsland greift. Hierzu erkundigt man sich am besten beim jeweiligen Versicherer selbst und fragt, ob mögliche Schäden bei einem Unfall übernommen werden. In den Versicherungsunterlagen sollte auch vermerkt sein, in welchen Ländern die Kfz-Haftpflichtversicherung greift und welche Kosten übernommen werden. Eine sinnvolle Ergänzung zur Kfz-Haftpflichtversicherung kann ein sogenannter Auslands-Schadenschutz sein. Dieser Schutz greift immer dann, wenn der Versicherte im europäischen Ausland unverschuldet in einen Unfall verwickelt wird. Unter Umständen ergibt sich in diesem Zusammenhang auch ein Wechsel der Kfz-Versicherung. Ein einfacher Vergleich im Internet zeigt schnell, ob es günstigere Anbieter als den aktuellen Versicherer gibt.

Fazit

Wer diese Aspekte beherzigt und für einen einwandfreien Zustand des Fahrzeugs sorgt, hat gute Chancen auf einen entspannten Urlaub mit dem Auto. Selbstverständlich gilt es auch gerade mit Kindern regelmäßig Pausen einzulegen und ausreichend Proviant an Bord zu haben. Vor dem finalen Fahrtantritt sollten noch einmal folgende drei Punkte überprüft werden:

Liegt das vollbeladene Auto inklusive Insassen im zulässigen Gesamtgewicht?

Da sich der Lichtkegel durch die Beladung verändern kann, sollten die Lichteinstellungen gegebenenfalls angepasst werden, um entgegenkommende Fahrer nicht zu blenden.

Auch sollte immer bedacht werden, dass das erhöhte Gewicht den Bremsweg sowie das Fahrverhalten erheblich verlängern können.

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